02.09. – 19.09.15 – Klarschiff !!

12.09.15 – Hudiksvall – nach einer kurzen Blog-Auszeit, melde ich mich zurück.

Der Hafen von Hudiksvall

Der Hafen von Hudiksvall

Wir haben inzwischen den Krantermin. Am 19.09. um 14.30 ist es soweit. Gretchens Popo verläßt dann die Ostsee. Natürlich haben wir bis dahin noch jede Menge Arbeit  ( juchuh, mal wieder arbeiten 🙂   )

Sonne unter in Glada Hudik

Sonne unter in Glada Hudik

Gretchen kann alleine auf ihrem Kiel und den beiden Ruderblättern stehen, doch sind noch einige Hölzer zum Abstützen und Unterlegen erforderlich. Da kaufen Geld kostet…sind wir einfach zum Strand und haben gesammelt.

Das gesamte Holz, welches wir für das Abstützen brauchen, finden wir am Strand :)

Das gesamte Holz, welches wir für das Abstützen brauchen, finden wir am Strand 🙂

Was da rum lag, da hätten wir uns ein Haus davon bauen können. Die noch schönen Tage haben wir schon mal zum Lüften und trocknen genutzt.

Die ersten Aufräumaktionen...

Die ersten Aufräumaktionen…

Und…wir waren nochmal wandern. Im Hamra Nationalpark, einer der ältesten Parks Schwedens mit sehr alten Bäumen und mit der höchsten Dichte an Bären. Leider haben wir keinen gesehen.

Der Fluß fließt durch den gesamten Nationalpark.

Der Fluß fließt durch den gesamten Nationalpark.

Queeny beobachtet die Bachforellen

Queeny beobachtet die Bachforellen

Alle Backskisten und Truhen müssen nun entgültig geleert werden. Heute war das Mehl dran. Zu Hajo´s Freude gibt´s jetzt frisch gebackenen Apfelkuchen…mmmh 🙂

14.09.15 – Hudiksvall – wir wollten heute anfangen mit ausräumen…doch gestern sah der Himmel nach sehr viel Regen aus, sodaß wir schon mal die Segel trocken verpackt und das Bimini-Gestänge abgeschraubt haben. Die Plane für das Sonnendach haben wir in der gesamten Reisezeit nicht gebraucht. Schade 😦

Das gleiche mit unserer Sommerkleidung. Unbenutzt!! Sauber in Plastiktüten verpackt, brauchte ich die heute nur aus den Tiefen von Gretchen´s Bauch holen und in der Tasche verstauen. Fertig. Beim Aufräumen findet sich noch eine Packung Bulgur. Die muß weg. Wie so oft auf unserem Törn hilft mir Cornelia bei der Rezeptwahl. Bulgur wird zu Tabouleh verarbeitet 🙂 sehr lecker!! Rezept hier: http://dieseekocht.com/2014/06/08/tabouleh/

An dieser Stelle mal ein herzliches Danke an Cornelia mit „die see kocht“. Sie hat nicht nur einen tollen Blog, mit dem ich den Magen (und damit die Laune 🙂 🙂 ) meines Kapitäns sehr zufriedenstellen konnte,  sondern hat uns auch den ganzen Törn auf unserer Seite begleitet.

Gretchen speckt ab...

Gretchen speckt ab…

15.09.15 – Hudiksvall – um acht raus aus den Federn, heute wird´s spannend. Der Mast kommt runter. Eine Aktion, die wir bisher noch nie ohne andere helfende Hände unternommen haben. Wir tuckern zum Mastkran. Das Wetter ist nicht gerade freundlich heute. Bewölkt und windig…Hajo und ich haben die einzelnen Schritte exakt besprochen. Also dürfte nichts schief gehen…und…wir haben Zeit 🙂

Sieht doch richtig groß aus von hier oben...

Sieht doch richtig groß aus von hier oben…

Ich klettere den Mastkran hoch, um den Verklicker und den Wind-Geber abzubauen. Durch den immer stärker wehenden Wind schaukelt das hier oben schon ganz nett…

Katja schwindelfrei :)

Katja schwindelfrei 🙂

Danach hängen wir den Mast an und lösen die vorher gefetteten Wantenspanner. Ganz einfach. Langsam lasse ich den Mast herunter, Hajo führt und legt ihn in unser Strandgutgestell…fertig!!

Der Mast ist unten. Alles reibungslos verlaufen :)

Der Mast ist unten. Alles reibungslos verlaufen 🙂

Wir bauen alles ab, was man abbauen kann und legen uns wieder an „unseren“ Liegeplatz. Nur kurze Zeit später zeigt uns Rasmus seine Zunge…

Es weht mit ca. 30 Knoten und ein ordentlicher Schwell steht schon in der Bucht.

Es weht mit ca. 30 Knoten und ein ordentlicher Schwell steht schon in der Bucht.

Während ich uns ein Mittagessen koche, kümmert sich Hajo noch um den Mast. Danach bleibt uns Zeit, um nach Kuggören zu fahren und die rauhe See zu beobachten. Inzwischen gießt es in Strömen. Wir haben mal wieder den richtigen Zeitpunkt für unsere Arbeit erwischt 🙂

An diesem Tisch haben wir auf unserer Autotour gefrühstückt. Da war das Wetter allerdings noch freundlich...

An diesem Tisch haben wir auf unserer Autotour gefrühstückt. Da war das Wetter allerdings noch freundlich…

18.09.15 – Hudiksvall – nun bricht die letzte Nacht auf dem Wasser an…wir haben fast alles eingepackt, Queeny’s Gassi Boot gesäubert und auf das Mutterschiff verladen, den Winterplatz gerichtet. Wir freuen uns auf unsere Lieben zu Haus 😀 und doch fällt der Abschied unendlich schwer 😒 … fast ein halbes Jahr hat uns dieses Schiff eine Heimat geboten und nun lassen wir es allein …

Dies ist nun der letzte Eintrag von Schweden aus, da wir ab morgen kein Internet mehr haben. Bilder von den letzten Tagen hier spare ich mir, da es nur regnet, grau in grau. Das kann auch der beste Fotoapparat nicht ausgleichen… Ich werde die Kranaktion morgen fotografieren und in Deutschland dann einfügen. Wann wir dort ankommen…hängt von der morgigen Aktion ab…

08.05.2016 – Sonnen – Heimat… unsere Reise ist noch nicht zu Ende!!!              Das Ankommen im Alltag war hart…es führte sogar zum Blogstop…

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Hudiksvall im Winter. An diesem Steg war unser Liegeplatz im September. Im Februar haben wir unser gut verpacktes Gretchen besucht.

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Im Mai sollte es weiter nach Süden gehen, aber mangels ausreichender Zeit müssen wir unsere weitere Reise auf 2017 verschieben. Wir sind aber in 2016 nicht untätig…

Wer weiter mit uns segeln möchte: https://hkqgretchendue.wordpress.com/

24.08. – 01.09.15 – 132 Seemeilen bis zum Winterquartier

24.08.15 – Härnösand – Juniskär – Erstmal ausschlafen 🙂 Draußen ist eine dicke Nebelsuppe und wir sehen nichts!! Frühstück, Auto ausräumen, Schiff putzen, einkaufen und Leinen los. Der Nebel hat sich zum Glück komplett verzogen, die Sonne scheint!! Wir haben immer noch keine Nachricht aus Hudigsvall, ob es dort klappt mit dem Winterquartier. Wir könnten jedoch noch in Sundsvall fragen und so machen wir uns auf den Weg in die Richtung. Das Wetter soll schlechter werden und für Ende der Woche ist der erste Herbststurm angesagt. So müssen wir uns einen sicheren Hafen suchen. Die 35 Seemeilen sind ein Traum. Wir sitzen im T-Shirt und genießen noch einmal intensiv die warme Sonne.

Hafen von Juniskär

Hafen von Juniskär

In Juniskär angekommen, machen wir an einer SXK-Boje fest. Am Horizont haben wir einen dunklen Streifen entdeckt…ich rudere mit Queeny im kleinen Boot an Land zum Gassi gehen. Als ich mich umdrehe, sehe ich eine dicke Nebelwand auf uns zu kommen.

Nebelwand kommt

Nebelwand kommt

Ich rufe Hajo zu, daß er mit dem Schiff doch besser in den kleinen Hafen kommt, da ich ansonsten nicht mehr zurück finde…Wir machen an dem kleinen Steg fest und es dauert nicht lange, da verzieht sich der Nebel wieder. Der Herbst kommt mit großen Schritten… 😦

25.08.15 – Juniskär – Vindhem – Den ganzen Vormittag verbringe ich mit Blog schreiben und Bilder hochladen…und draußen ist bestes Wetter!!! Nein, ich kann das nicht in der Plicht erledigen, da die Sonne so blendet und ich dann auf dem Bildschirm gar nichts erkenne… 😦   aber ich mache das ja gerne 🙂 !! Heute ist Dienstag und es müßte die Nachricht aus Hudiksvall kommen. Doch es passiert nichts. Um 14.00 legen wir ab. Die kommenden Tage soll sich das Wetter sehr verschlechtern, morgen Regen und wir müssen dringend Wäsche waschen. Also wählen wir einen Hafen, noch näher an Sundsvall, mit Waschmaschine.  An den schon teilweise mächtigen Wellen erkennen wir den Wetterumschwung. Es muß schon irgendwo stärker der Wind wehen. Wir segeln die kurze Strecke von 5 Seemeilen und genießen die warme Sonne. Langsam bilden sich Wolken und kündigen den Regen an. Wir sind ungeduldig wegen dem Winterquartier, schauen ständig aufs Handy und die eMails. Um 18.30 dann endlich die Nachricht. Wir bekommen den Platz!! Also darf Gretchen im Winter in Schweden bleiben. Wir freuen uns sehr 🙂

26.08.15 – Vindhem – Skatan – Also auf Richtung Hudiksvall!! Das wird in den nächsten Tagen nicht einfach, da viel Wind angesagt ist…zu viel für uns. Nachdem drei Waschmaschinen gelaufen sind, legen wir ab. Es regnet, der Himmel sieht ungemütlich aus.  Wir setzen alle Segel, doch der Wind reicht nicht aus, um in einem vernünftigen Tempo voran zu kommen. Die Wellen sind teilweise sehr hoch und so lassen wir den Motor mitlaufen. Ca vier Seemeilen vor dem Ziel müssen wir die Segel bergen, da der Wind stark zugenommen hat und die Gischt schon überkommt. Nach insgesamt 30 Seemeilen erreichen wir das sehr gut geschützte Skatan.

Durch sehr enge Fahrwasser erreichen wir Skatan

Durch sehr enge Fahrwasser erreichen wir Skatan

Hier liegen wir an einem kleinen Steg, andem mal gerade zwei Schiffe Platz haben. Es gibt Küche, Dusche und Sauna und WLan 🙂

27.08.15 – Skatan eingeweht – wir stehen spät auf…Wind, Regen und ungemütlich, aber noch angenehme Temperaturen. Wir schauen unzählige Male verschiedene Wetterberichte durch, alle sagen das gleiche. Heute und morgen kein Weiterkommen!! Hier in Skatan gibt es außer geräucherten Fisch, der sehr lecker ist, nichts zu kaufen. So erkundigen wir uns nach dem Weg in die nächst größere „Stadt“. 16 Kilometer…Das nehmen wir uns für morgen vor.

Kleine Gästebrücke von Skatan

Kleine Gästebrücke von Skatan

Hamnstuga :)

Hamnstuga 🙂

Hamnstuga von innen.

Hamnstuga von innen.


29.08.15 – Skatan – Mellanfjärden
– Und weiter geht’s Richtung Winterplatz. Wetterbericht sagt guten Westwind, später drehend auf Süd und abnehmend. Wir segeln wunderbar, mit 14 Knoten Wind machen wir gute 5,5 Knoten Fahrt 😀 Wir haben als Ziel Höllik, den ersten Hafen in der Bucht von Hudiksvall. Doch es kommt anders…der Wind schläft aus Westen ganz ein, um nach einer Weile mit der gleichen Stärke aus Süd wieder zu wehen. Wir kreuzen…der Wind wird wieder weniger…das würde ewig dauern! Es sind immerhin 35 Seemeilen bis Höllik… Wir geben auf, drehen ab und fahren nach Mellanfjärden. Ein nettes Dörfchen. Am Abend werden überall Kerzen aufgestellt und wir wissen den Anlass nicht. Zudem haben wir einen wunderbaren Vollmond. Wir gehen früh schlafen, da morgen um vier Uhr wecken sein soll. Den Westwind, der in der Früh wehen soll, wollen wir ausnutzen, um um “ die Ecke“ zu kommen.

22.00 Uhr – Nachtrag! Jetzt wissen wir den Grund für die vielen Kerzen überall. Die Schweden verabschieden den Sommer und heißen den Herbst mit einer Lichternacht willkommen. Unbeschreiblich schön hier grad. Spiegelglattes Wasser in der Bucht, Vollmond und dazu die vielen Kerzen. Wir sitzen noch draußen, allerdings schon warm eingepackt und genießen den Anblick 😄

31.08.15 – Mellanfjärden – Insel Tunaholmen – wir stehen um 5.00 Uhr auf und legen eine halbe Stunde später ab. Frühstück gibts unterwegs. Wir wollen den angesagten Westwind von 3-4 Bft für uns nutzen. Später soll der Wind auf Süd drehen. Also los. Als wir auf die offene See kommen, finden wir spiegelglattes Wasser vor…kein Lüftchen weht. Und so bleibt es leider die gesamten 32 Seemeilen. Kein, aber auch gar kein Wind 😦 Ich sitze auf dem Vorschiff und genieße eine alte Dünung aus Süd, die den Bug von Gretchen teilweise ordentlich anhebt. Es ist warm, der Himmel strahlend blau. So entscheiden wir uns gegen den Hafen und machen an einer Boje an der Insel Tunaolmen fest. Hajo schläft und ich lese in der warmen Sonne. Gegen Abend fahren wir um die Ecke in eine kleine Bucht. Hier können wir an einem Schwimmsteg festmachen. Wir sind hier ganz allein! 🙂

Schöner Sandstrand und nette einsame Bucht

Schöner Sandstrand und nette einsame Bucht

31.08.15 – Tunaolmen – Hudiksvall – Wir nutzen das schöne Wetter für einen Spaziergang über die Insel zu einem kleinen Fischerdorf.

Fischerdorf auf der Insel Tunaolmen

Fischerdorf auf der Insel Tunaolmen

Und zu unserer Überraschung entdecken wir folgendes:

Hier wächst sogar Wein :)

Hier wächst sogar Wein 🙂

Am Horizont können wir schon die Wolkenbildung für das kommende schlechte Wetter sehen.

Wolkenwand

Wolkenwand

Wir segeln die 10 Seemeilen bis Hudiksvall, können sogar unseren Blister setzen! Das erste Mal auf unserer Reise!!

Abschiedsvorstellung mit Blister :)

Abschiedsvorstellung mit Blister 🙂

01.09.15 – Hudiksvall – Unsere erste Tat heute: Den Vertrag für das Winterquartier festmachen. Und damit erfahren wir auch unseren Krantermin…am 19.09. wird Gretchen aus der Ostsee gehoben. Danach gehen wir ins Tourismusbüro und erkundigen uns nach der Zugfahrt nach Härnösand, um unser Auto abzuholen. Es sollte nur eine Anfrage werden, da das Zugfahren mit Hunden hier nicht so einfach geht wie bei uns, und zwei Stunden später sitzen wir bereits im Zug nach Härnösand 🙂 Ups, das ging aber schnell. So haben wir jetzt unser Auto hier in Hudiksvall und planen die nächsten Tage.

16.08. – 23.08.15 – mal was anderes

18.08.15 – Unterwegs mit Auto – Inzwischen haben wir Phil mit dem Auto nach Stockholm zum Flugzeug gebracht. Wir haben unseren Viano zum Camper umgerüstet – Hundebox rein, zwei Luftmatrazen – Schlafsäcke – Spirituskocher und die Wanderrucksäcke. So tingeln wir an der Küste Richtung Härnösand entlang, auf der Suche nach einem Winterquartier für unser Schiff. Wir haben suuuuper Wetter!!!  Den ganzen Tag Sonne und bis zu 25 Grad warm. Einfach ist die Suche nicht, da die meisten Häfen nur Ihre Vereinsmitglieder bedienen…

Aber wir haben Zeit. Da der Wind im Augenblick nur aus Süden kommt, haben wir es gar nicht eilig, zum Schiff zu kommen. Wir suchen uns am Abend ein nettes Plätzchen zum Übernachten.

Im Auto wohnen und schlafen wir, gekocht wird auf einem einflammigen

Im Auto wohnen und schlafen wir, gekocht wird auf einem einflammigen „Herd“ und die Stühle haben wir uns geliehen.

Bisher immer an der Ostsee. Dank unserem Spiritus-Wanderkocher haben wir morgens heißen Kaffee und ein Frühstücksei und mittags gibt’s Suppe.

Diese Packung haben wir schon bei anderen Wanderern gesehen und probieren es aus...vorher...

Diese Packung haben wir schon bei anderen Wanderern gesehen und probieren es aus…vorher…

...nachher...grauenhaft !! :(

…nachher…grauenhaft !! 😦

Wir kommen in sehr einsame Gegenden und müssen nicht selten wieder eine Straße zurück fahren, da sie einfach im Nichts endet. Es wird uns immer bewusster, dass wir ZEIT haben…und wir genießen es 😀  Und wir sind immer wieder erstaunt, wie wenig man braucht, um glücklich zu sein…

19.08.15 – Unterwegs mit Auto – die letzte Nacht war unruhig. Wir hatten, da wir keinen Kühlschrank im Auto haben, unsere Lebensmittel in einer Tüte an den Außenspiegel gehängt, da draußen kalt. In der Nacht rumste es plötzlich, Augen auf, dann sahen wir es blinken…gruselig! Ein Hund machte sich an der Tüte zu schaffen und der trug ein blinkendes Halsband…grrrr…

Nach einem reichhaltigen Frühstück fahren wir wieder weiter. Wir fragen in Hudiksvall im Hafen nach und treffen auf sehr nette Menschen. Sie wollen uns helfen, blättern in Listen und diskutieren. Dann teilen Sie uns mit, dass eventuell ein Mitglied sein Schiff nicht hier überwintert und wir seinen Platz haben können, sofern wir Mitglieder in dem Verein werden. Kommenden Dienstag wollen Sie uns ihre Entscheidung mitteilen. Also heißt es für uns warten…  Wir suchen uns einen Platz zum Übernachten und den finden wir in Kuggören.

Kuggören. Kleine rote Sommerstugas reihen sich aneinander.

Kuggören. Kleine rote Sommerstugas reihen sich aneinander.

Wunderschön.

Die

Die „Hauptstrasse“ 🙂 die Bewohner fahren ihre Taschen und Einkäufe mit einer Schubkarre vom Parkplatz zu ihrem Haus!

Jedes Haus hat auch ein Toilettenhäuschen.

Jedes Haus hat auch ein Toilettenhäuschen.

Und das Wetter passt auch :)

Und das Wetter passt auch 🙂

Wir überlegen, was wir bis Dienstag tun könnten. Weiter mit dem Schiff fahren, macht keinen Sinn, da 1. Südwind und 2. wir noch nicht wissen, wo wir im Winter bleiben. Es könnte ja auch Härnösand sein… Also haben wir Diskussionsstoff für den Abend, während wir Nudeln in unserem Wanderkocher zubereiten 😀 ( diesmal aber vernünftige !! )

21.08.15 – Jämtgaveln Nationalpark

Jämtgaveln Nationalpark

Jämtgaveln Nationalpark

Die Entscheidung ist gefallen. Wir gehen wandern. Zuerst fahren wir zurück zum Schiff, schauen wie es Gretchen geht, duschen und packen noch ein paar brauchbare Dinge ein. Dann fahren wir mit dem Auto ins Landesinnere, Höhe Sundsvall bei Ange. Dort befindet sich ein großer Nationalpark und schon die Anfahrt ist abenteuerlich. Unendlich lange Sandstrasse und kein Lebewesen in Sicht.

ca 16 Kilometer nur dieses Bild und kein Mensch außer uns...

ca 16 Kilometer nur dieses Bild und kein Mensch außer uns…

Wir parken das Auto auf einem kleinen Parkplatz mitten im Wald und lassen den Tag ausklingen.

Keine Parkplatzprobleme :)

Keine Parkplatzprobleme 🙂

Bald müssen wir uns ins Auto verkriechen, da die Mücken deutlich in der Überzahl sind. Die Nacht ist total ruhig, noch nicht einmal der Elch schaut vorbei 😄 Heute früh wieder bestes Wetter. Wir frühstücken an dem Holztisch auf dem Parkplatz, ohne natürlich auf unser Ei zu verzichten 😄

Frühstück

Frühstück

Dann packen wir unsere Rucksäcke und marschieren los. Diesmal hat auch Queeny einen vernünftigen „Rucksack“ , um ihre Decke und den Regenmantel zu tragen.

Queeny trägt mühelos ihre Sachen selbst

Queeny trägt mühelos ihre Sachen selbst

Die Natur ist grandios.

Natur pur

Natur pur

In diesem Gebiet hat mal ein Feuer gewütet und entsprechend ist der Bewuchs. Sehr abwechslungsreich, immer wieder geht es über kleine Brücken und Stege, da überall Seen und Hochmoore sind.

Teilweise bekommen wir nasse Schuhe...

Teilweise bekommen wir nasse Schuhe…

Wir übernachten in einer Schutzhütte. Im Januar erst erbaut und sehr komfortabel und gemütlich eingerichtet.

Unser Haus für eine Nacht

Unser Haus für eine Nacht

Zwei Stockbetten, ein Tisch mit Bänken, Holzofen und Schrank mit Töpfen.

Unsere Betten

Unsere Betten

Das Wasser holen wir aus dem See und Licht spenden uns Kerzen. Wie romantisch 😉

22.08.15 – Jämtgaveln Nationalpark – Wir haben sehr gut geschlafen und da die Sonne wieder strahlt, können wir draußen frühstücken. Danach packen wir wieder alles zusammen, verewigen uns im Gästebuch, fegen das Haus sauber und schultern die Rucksäcke. Und los geht es Richtung zur nächsten Hütte, die wir Dank dem gut markierten und ausgetretenem Pfad bald erreichen.

Diese Hütte wird in der Beschreibung als `lovely cottage`bezeichnet und das ist sie auch :)

Diese Hütte wird in der Beschreibung als `lovely cottage`bezeichnet und das ist sie auch 🙂

Wir sind natürlich verschwitzt, deshalb waschen wir uns im See. Herrlich klares, sauberes Wasser, welches wir später auch abgekocht zum Trinken verwenden, da wir nicht genug dabei haben. Da entdeckt Hajo eine Zecke an seinem Bein. Das Biest hat sich so sehr festgebissen, dass wir es herausschneiden. Als Skalpell dient uns unser Takelmesser ( spezielles Segelmesser ) Hajo hat überlebt, das Biest ist tot…

Hajo in ´seinem´Haus

Hajo in ´seinem´Haus

sehr gemütlich und urig

sehr gemütlich und urig

Der Rundweg führt mitten durch einen See, sodaß wir laut Karte mit einem Boot übersetzen müssen. Da es noch früh am Tag ist und die Stelle mit dem Boot in der Nähe liegt, schauen wir uns das an, ob da wirklich ein Boot für uns liegt.

Ja, hier ist das Boot :)

Ja, hier ist das Boot 🙂

Laut Beschreibung auf der Tafel müssen wir auf die andere Seite rudern, das dortige Boot nehmen und auf diese Seite schleppen und hier wieder an Land legen. Aha, jetzt wissen wir, wie es funktioniert. Wir laufen wieder zurück zur Hütte. Leider ist dieser Weg nicht so gut markiert und ausgetreten. Wir müssen viel suchen…

Der Weg ist schwierig zu finden und führt durchs Dickicht...

Der Weg ist schwierig zu finden und führt durchs Dickicht…

Wieder an der Hütte, legen wir uns in die Sonne und genießen die Ruhe…bis wir Stimmen hören. Und aus dem Wald treten fünf Wanderer…alles Schweden. Zwei Mütter mit ihren Kindern wollen auch in der Hütte übernachten… die Enttäuschung steht ihnen ins Gesicht geschrieben, dachten sie doch, sie wären hier allein. Was nun?? Richtig! Teilen soll man 😄    Also alle rein ins Haus. Hajo und ich schlafen in einem Bett und die anderen teilen sich drei Betten. Geht doch! Dann köcheln wir unseren Reis mit Tomatensuppe und die anderen grillen am Feuer ihre Würstchen. In der Ferne hören wir einen Elch rufen und ein Fischotter schwimmt vorbei. Kurz vor ganz dunkel gehen alle brav ins Bett. Die Kinder kiechern, ich mit und Hajo fühlt sich nicht ganz so wohl…aber alle schlafen friedlich ein…außer ich!! grrrrr….eine von den Mamis schnarcht…und das geht gar nicht!!!!

23.08.15 – Jämtgaveln Nationalpark – Am Morgen teilen wir sogar noch unseren Kaffee, da sie nichts dabei haben. Wir unterhalten uns ganz nett auf Englisch natürlich. Dann trennen sich unsere Wege wieder. Sie gehen den Weg, den sie gekommen sind und wir gehen Richtung „Fähre“. Wir setzen mit dem Boot über, holen das andere und rudern wieder zurück. Wer hätte gedacht, daß wir auch hier Schiff fahren. Uns macht die Gaudi Spaß.

Hajo läßt sich ziehen...

Hajo läßt sich ziehen…

...und Katja legt sich ordentlich in die Riemen

…und Katja legt sich ordentlich in die Riemen

Als beide Boote wieder da liegen, wo sie hingehören, wandern wir weiter. Leider zuerst in die falsche Richtung, da hier die Markierung noch schlechter ist und ein Weg nicht erkennbar.

Der Weg ist schlecht markiert

Der Weg ist schlecht markiert

Es können nicht viele Wanderer vor uns da gewesen sein. Wir stolpern mehr, als das wir gehen. Viele Steine und schlecht erkennbar, da sie mir Moos und Kraut überwuchert sind.

Viele Steine sind schlecht zu erkennen

Viele Steine sind schlecht zu erkennen

Dazwischen lauern fiese Löcher. Einmal stürzt Hajo bis zur Hüfte in so ein Loch, jedoch nur mit einem Bein. Sein schwerer Rucksack bringt ihn noch mehr in Schieflage und ich muß helfen, was jedoch mit meinem Gelächter nur langsam gelingt… 🙂

Wir müssen oft Pause machen, da es auch sehr warm ist

Wir müssen oft Pause machen, da es auch sehr warm ist

Wir müssen oft Pause machen und selbst Queeny fällt der Weg schwer. So nehmen wir ihr Gepäck ab. Endlich erreichen wir eine Strasse, an der eine Bank steht. Hier machen wir eine längere Pause und stellen fest, dass wir kaum noch Trinkwasser haben. Das bekommt Queeny und wir machen es so, wie wir es früher unseren Kindern erzählt haben…Spucke sammeln und runterschlucken 🙂 🙂 🙂

ohne Worte :)

ohne Worte 🙂

Ab jetzt wird der Weg angenehmer und wir erreichen bald das Auto. Hier gehen wir erstmal im See schwimmen und kühlen uns ab. Herrlich!!

Zurück bei Gretchen, sie liegt noch brav an ihrem Platz, stellen wir fest, dass dort wohl inzwischen Möwen gewohnt haben…es ist alles völlig verdreckt!! Neeiiiin!!! da es schon spät ist, lassen wir alles so, wie es ist und gehen in die Koje.

Hier noch ein Video von der Wanderung 🙂

17.07. – 13.08.15 – Wunderschöne Högaküste

17.07.15 – PatholmsvikenInsel Malmön – wir verlassen nicht so früh wie wir eigentlich vor hatten ( schnarch ) den Hafen und segeln 🙂 bei gutem Wind Richtung Süden. Wir wollen heute so weit es geht, möglichst bis Anfang der Högaküste, kommen. Das Wetter sagt für morgen nichts Gutes und die folgenden Tage soll es auch nicht so besonders werden. Wir segeln ca die Hälfte der insgesamt 60 Seemeilen, dann schläft der Wind ein und wir haben Bilderbuchwetter. Sitzen im T-Shirt 🙂 🙂 in der Plicht!! Um 20.30 machen wir an der Insel Malmön fest. Dort befindet sich nur ein kleiner Steg, der direkt vom Strand ins Wasser geht. Es liegen schon einige Schiffe dort, doch wir finden noch einen Platz, da wir ja nicht so viel Tiefgang haben. Unser Bug liegt fast auf dem Strand. Die Menschen hier gehen baden…18 Grad Wassertemperatur…naja. Mal sehen, wann wir uns überwinden können.

18.07.15 – Malmön – Örnköldsvik – Um halb neun sind wir bereits unterwegs. Es sind nur noch 6 Seemeilen bis Örnköldsvik und das Wetter soll sich heute kräftig verschlechtern.

Örnköldsvik - die dunklen Wolken ziehen schon heran

Örnköldsvik – die dunklen Wolken ziehen schon heran

Als wir im Hafen ankommen, finden wir gerade noch einen Platz. Alles voll. Am Pier große Überraschung! Franzi und Toni sind da. Sie waren in der Nähe zum Wandern und wollten uns nochmals sehen. Wir freuen uns riesig. Es dauert nicht lange, fängt es an zu wehen und stark zu regnen. Das Schiff schaukelt kräftig, wir ziehen es vor, lieber bei Toni im Womo zu sitzen. Später kochen wir wieder zusammen und genießen den nun wirklich letzten Abend.

Blick aus unserem Fenster. Die Nacht wird wieder dunkler...

Blick aus unserem Fenster. Die Nacht wird wieder dunkler…

19.07.15 – Örnköldsvik – Für elf Uhr habe ich die Waschmaschine gebucht. Es ist wieder T-Shirt Wetter und wir stürzen uns in die Arbeit. Wir werden hier unseren Gast für die nächsten drei Wochen aufnehmen. Also müssen wir Platz schaffen, für die Gästekoje.

Wir schaffen Platz für unseren Gast. Erstmal Chaos...

Wir schaffen Platz für unseren Gast. Erstmal Chaos…

Wir waschen das Schiff innen und außen. Mittags sind wir bereits fertig und freuen uns nun auf den Aufenthalt an der Högaküste. Die Högaküste ist die einzige bergige Region an der schwedischen Ostseeküste und besticht mit einer atemberaubenden Natur. Sie zieht sich über 50 Seemeilen an der Küste entlang und wir werden uns hier mindestens drei Wochen „Urlaub“ nehmen 🙂

20.07.15 – Örnsköldsvik – Malmön – unser Gast, meine Neffe Moritz, ist an Bord 🙂

Mo zieht mit Sack und Pack bei uns ein.

Mo zieht mit Sack und Pack bei uns ein.

Wir gehen gemeinsam einkaufen, verabschieden seine Eltern und legen ab. Wir entscheiden uns nochmals für die Insel Malmön, da es dort sehr schön ist. Mo und ich machen einen weiten Spaziergang einmal über die Insel und entdecken eine traumhafte Bucht. Leider haben wir kein Fotoapparat dabei… 😦 Auf dem Rückweg sammeln wir Holz für unser Lagerfeuer. Wir grillen und sitzen lange am Feuer.

Lagerfeuerromantik und gegrilltes Fleisch...Kann es besser sein??

Lagerfeuerromantik und gegrilltes Fleisch…Kann es besser sein??

21.07.15 – Malmön – Insel Trysunda – Jugendliche schlafen gerne sehr lang…wir auch. Also spätes Frühstück und dann Leinen los. Wir segeln mit 4 Bft zur 7 Seemeilen entfernten Insel Trysunda.

Gästehafen auf der Insel Trysunda. Mit voll eingerichteter Küche, sauberer Dusche und WC.

Gästehafen auf der Insel Trysunda. Mit voll eingerichteter Küche, sauberer Dusche und WC.

Sie ist eine der schönsten Inseln an der Högaküste. Deshalb bleiben wir auch zwei Tage. Das Wetter ist damit einverstanden und als wir am schönen Sandstrand unsere Decke ausbreiten, dauert es nicht lange und die Sonne lacht vom Himmel.

Der Sommer ist da :)

Der Sommer ist da 🙂

„Wenn nicht jetzt…wann dann?“ also rein in den Bikini und ab in die Ostseefluten. Naja…nass gemacht, drei Schwimmzüge und schnell wieder an Land. 18 Grad sind uns denn doch zu kalt 😦 Mo bleibt länger drin und tobt mit Queeny durchs Wasser. Er hat einen Neoprenanzug an…klarer Vorteil 🙂

Mo der Taucher

Mo der Taucher

Eine weitere Bucht nur mit Kieselsteinen...

Eine weitere Bucht nur mit Kieselsteinen…

Blick auf die Hafenbucht von Trysunda. Sehr geschützt.

Blick auf die Hafenbucht von Trysunda. Sehr geschützt.

23.07.15 – Trysunda – Köpmanholmen – der Himmel sieht grausam aus 😦   Dunkle Wolken, es regnet immer wieder mal. Wir legen ab und segeln auch wieder nur eine kurze Strecke in den Ort Köpmanholmen am Festland. Hier wollen wir einkaufen und morgen zu einer dreitägigen Wanderung in den Skuleskogen Nationalpark aufbrechen. Köpmanholmen ist nur ein sehr kleines Dorf. Nach einigem Suchen finden wir doch noch einen ansprechenden Supermarkt, indem wir alles bekommen, was wir brauchen. Zurück am Schiff, packen wir unsere Rucksäcke für morgen und kochen in der Hafenküche Spaghetti Bolognese. Dann kann ich endlich wieder einmal einen Blogeintrag machen, da auf den Inseln der Empfang sehr schlecht ist. WLan gibt es hier allerdings auch nicht, sodaß das Video noch warten muß.

Hier das versprochene Video…eeeendlich

24.-26.07.15 – Wanderung im Nationalpark Skuleskogen – obwohl das Wetter nicht einladend aussieht, schultern wir unsere Rucksäcke und marschieren los. Es sind erstmal sieben Kilometer auf der Strasse bis zum Eingang des Parks. Öde. Im Ort kaufen wir noch die fehlenden Lebensmittel. Die Rucksäcke sind entsprechend schwer. Auch die obligatorischen hart gekochten Eier 🙂 sind dabei…Dann fängt es an zu regnen…nein, es gießt in Strömen. Zum Glück ist in der Nähe eine kleine Grillhütte und wir können uns unterstellen. Der Wanderweg durch den Park ist landschaftlich sehr abwechslungsreich. Nach 12 Kilometern entscheiden wir uns, an einem Übernachtungsplatz mit Grill und Schutzhütte zu bleiben, da das Wetter keine gute Fernsicht zuläßt und es unsinnig wäre, heute auf den Gipfel zu steigen.

An diesem schönen See schliefen wir eine Nacht im Zelt

An diesem schönen See schliefen wir eine Nacht im Zelt

Wir stellen die Zelte an einem See auf und machen Feuer für unser Grillfleisch.

Unsere Unterkunft.

Unsere Unterkunft.

Es sind noch andere Wanderer da. Ihnen läuft beim Anblick unserer guten Verpflegung das Wasser im Mund zusammen. Sie ernähren sich von Fertiggerichten in der Tüte…Ihh 😦 Am nächsten Morgen, unser Kaffeewasser wird auf dem offenen Feuer zubereitet,

Echte Wild-West Romantik. Fehlt nur noch mein Pferd...

Echte Wild-West Romantik. Fehlt nur noch mein Pferd…

lacht die Sonne vom Himmel. Perfekt 🙂 Eine dicke Wolke finden wir noch am Horizont, doch die löst sich irgendwann auf und unserem Weg auf den Gipfel steht nichts mehr im Wege.

Sehenswerte Wolke...finde ich

Sehenswerte Wolke…finde ich

Auf dem Weg dahin müssen wir durch einen dicken Felsspalt hindurch. Hier geht es sehr steil hoch und da es gestern noch geregnet hat, sind die Felsen recht rutschig.

Big Split - am Ende geht eine Treppe hoch, auf der stehe ich für das Foto.

Big Split – am Ende geht eine Treppe hoch, auf der stehe ich für das Foto.

Jetzt weiß ich, wie schwer meine Pferde immer zu tragen haben... :)

Jetzt weiß ich, wie schwer meine Pferde immer zu tragen haben… 🙂

Der direkte Weg zum Gipfel ist uns zu steil und zu gefährlich. So nehmen wir einen Umweg in Kauf und gehen einmal um den Gipfel herum, um auf der anderen Seite leichter hinauf zu kommen.

Wir sind alle heil und glücklich oben angekommen.

Wir sind alle heil und glücklich oben angekommen.

Ein fantastischer Rundumblick ist die Belohnung für die Kraxelei

Hier sind einige Inseln der Högaküste zu sehen.

Hier sind einige Inseln der Högaküste zu sehen.

Wir steigen vom Gipfel wieder herunter und gehen Richtung Süden weiter. Wir haben vor, bis zu dem Campingplatz, auf dem meine Schwester und ihr Mann stehen, zu laufen und sie zu überraschen. Aaaber, der Weg ist laaang… 😦   Wir rufen sie an und sie müssen uns abholen. Das Laufen auf der Teerstrasse macht auch keinen Spass. Am Campingplatz angekommen, stellen wir unsere Zelte direkt neben den Wohnwagen meiner Schwester und bereiten zusammen unser Abendessen.

27.07.15 – Köpmanholmen – Als wir aufwachen, regnet es in Strömen…wir frühstücken im Wohnwagen und brechen dann unsere Zelte ab und fahren gemeinsam mit Vi und Piet nach Köpmanholmen. Dort heißt es Klamotten und Zelt trocknen. Wir verbringen den Tag mit Bilder gucken und nix tun. Es regnet den ganzen Tag und die Nacht… 😦

28.07.15 – Köpmanholmen – Ulvön – Mittags läßt der Regen nach und wir segeln los zur nächsten Insel. Vi und Piet fahren mit Wohnwagen ins Landesinnere. In Ulvön machen wir mit dem Bug an Land und mit Heckanker fest. Einsamkeit. Wir sind alle drei sehr müde, da Familientage, bzw Abende immer lang sind…also gehen wir früh in die Kojen und ich vergesse glatt von Ulvön Fotos zu machen… 😦

29.07.15 Ulvön – Norrfällsviken – Nach einem gemütlichen Frühstück draußen in der Plicht lösen wir die Leinen und fahren aus der Bucht wieder auf das offene Wasser. Dort ist alles glatt und es weht nur ein mäßiger Wind. So erlauben wir Moritz, mit dem Tender neben uns her zu fahren.

Mo hat richtig Spaß mit dem kleinen Boot

Mo hat richtig Spaß mit dem kleinen Boot

Wir laufen in eine kleine Bucht ein und gehen dort Gassi und essen Mittag. Inzwischen hat der Wind zugenommen, sodaß wir nun gut segeln können. Es dauert nicht lange und am Horizont taucht eine dicke schwarze Wolke auf. Gewitter!! Wir nehmen die Segel wieder runter und fahren den Rest der Strecke mit Motor. Beim Festmachen im Hafen beginnt es heftig an zu regnen. Das ist der schwedische Sommer…Im Hafen haben wir WLan 🙂 endlich…

30.07.15 – Norrfällsviken – Hummelvik – Gestern haben wir noch lange in dem gemütlichen Aufenthaltsraum gesessen und den Blog bearbeitet. Deshalb fiel das Aufstehen heute Morgen besonders schwer. Das muß jetzt mal gesagt werden: Hier in Schweden sind die Häfen sehr klein, d.h. es gibt meist nicht sehr viele Liegeplätze. Doch die Einrichtungen sind alle top in Ordnung. Nirgens haben wir bisher unsaubere Sanitäre Einrichtungen erlebt und in fast jedem noch so kleinen Hafen gibt es eine Küche und Aufenthaltsraum meist auch mit Fernseher ( den wir aber nicht nutzen ). In der Hochsaison ( haben wir jetzt 🙂 ) ist es wegen der wenigen Liegeplätze ratsam, schon am Vormittag irgendwo anzukommen, damit man noch einen Platz bekommt. Nur…dieser Sommer ist anders. Wir treffen wenig andere Segler, durchweg aus Schweden, wenige Finnen und bisher einen Deutschen. Wir wollen heute an einer Boje festmachen, die dem schwedischen Kryssaklubben gehört, in dem wir Mitglied sind. Wir segeln die 7 sm und finden die Boje in der schönen Bucht tatsächlich leer vor. Wir freuen uns 🙂

Kryssaklubben Boje in Hummelvik

Kryssaklubben Boje in Hummelvik

Kaum festgemacht, beginnt es wieder zu regnen. Ich mache Fischauflauf und danach backe ich ein Brot. Was tut man bei Regen??? Viedeoabend 🙂

31.07.15 – Hummelvik – Bönhamn – Wir sitzen noch beim Frühstück, als es vom Strand her pfeift. Wir schauen raus und sehen dort einen Mann stehen. Er ruft uns auf englisch zu, dass wir bei ihm privat zu Hause duschen können 🙂 Nice!! Hajo hatte ihn in der Früh beim Gassi gehen getroffen und gesagt, dass wir heute wieder weg „müssten“ , da seine Frau ( ich ) duschen müsste…DAS ist schwedische Gastfreundschaft 🙂 Wir legen ab und segeln nur mit Vorsegel da sehr böiger Wind weht und…es regnet 😦

Eine Gewitterwand rollt auf uns zu...

Eine Gewitterwand rollt auf uns zu…

Nach nur 2 sm erreichen wir das populäre Bönhamn. Hier machen wir mit Heckanker an einer Gästebrücke fest. Ein schwedischer Segler ist schon da.

Dieser Hafen zählt mit zu den schönsten an der Högaküste und ist meistens voll belegt...

Dieser Hafen zählt mit zu den schönsten an der Högaküste und ist meistens voll belegt…

Es regnet immer noch und so verziehen wir uns mit Laptop und Kartoffelpufferteig in die Küche. Hier bearbeiten wir Bilder und ich brate unendlich viele Kartoffelpuffer, bis meine Männer satt sind. Danach braucht Hajo einen Verdauungsschlaf und Mo und ich gehen auf dem `Naturstig` spazieren.

Populäres Bönham

Populäres Bönhamn

Kleine enge Gassen und Holzäuser im Kern von Bönham. Hier gibt es nur ein Cafe, sonst nichts.

Kleine enge Gassen und Holzäuser im Kern von Bönhamn. Hier gibt es nur ein Cafe, sonst nichts.

Auch hier wieder eine tolle Aussicht :)

Auch hier wieder eine tolle Aussicht 🙂

Der Wind nimmt am Abend kräftig zu und wir müssen seitlich zusätzlich Leinen ausbringen, damit wir nicht so hin und her schwoien.

01.08.-06.08.15 – Barsta – Als wir in Barsta ankommen, sind meine Schwester und ihr Mann bereits da. Wir verbringen ein paar letzte Tage gemeinsam, bevor sie wieder zurück nach Deutschland müssen. Am Sonntag nehmen wir die Fähre zur Insel Högbonden, um die Insel zu bewandern.

Wir fahren mit einer Fähre nach Högbonden.

Wir fahren mit einer Fähre nach Högbonden.

Ganz bewußt entscheiden wir uns für die Fähre und nicht unser Schiff, da der Liegeplatz nicht geschützt sein soll. Und tatsächlich behalten wir recht. Ein Segelschiff, dass dort festgemacht hat, wird von den Wellen derart hin und her geworfen, dass die Heckreling bricht. Wir sind sehr froh, nicht an deren Stelle zu sein.

Aussicht von der Insel Högbonden

Aussicht von der Insel Högbonden

Wir gehen auf der kleinen Insel spazieren und legen uns anschließend in die Sonne.

Vi macht Pause...

Vi macht Pause…

Am Montag ist der Wind günstig und das Wetter super. So unternehmen wir einen Segeltörn nach Hummelvik und machen an der SXK Boje Pause. Mo fährt im Beiboot und geht schwimmen. Ein sehr schöner Tag.

Der Hafen Barsta liegt direkt an einem Stellplatz für Wohnwagen. Für uns sehr günstig!!

Der Hafen Barsta liegt direkt an einem Stellplatz für Wohnwagen. Für uns sehr günstig!!

Am Dienstag teilen wir uns. Vi und ich gehen spazieren und Mo und Piet fahren Fahrrad. Hajo? 🙂 schläft !

Am nächsten Tag machen wir gemeinsam eine Wanderung auf dem Högaküsten Wanderweg. Unterwegs fängt es an zu regnen 😦 …wir sind froh, als wir nach vier Stunden endlich Schiff und Wohnwagen erreichen 🙂

Am Donnerstag heißt es Abschied nehmen. Wir legen ab in Richtung Süden und Vi, Piet und Mo fahren zurück. Urlaub beendet 😦   Wir motoren, da der Wind direkt von vorne kommt, nach Lövvik. Der Anleger liegt sehr geschützt weit ab von der offenen See.

Tolle Abendstimmung in Lövvik

Tolle Abendstimmung in Lövvik

07.08.15 – Lövvik – Wir werden durch helle Strahlen geweckt. Die Sonne scheint, der Himmel ist blau. Heute ist Sommer!! Wir entscheiden uns, hierzubleiben und den Sommertag zu genießen.

Auf dem Bauch liegen in der Sonne und lesen...herrlich

Auf dem Bauch liegen in der Sonne und lesen…herrlich

Da es hier eine Waschmaschine gibt, nutze ich die Gelegenheit und wasche. Da kein Trockner vorhanden ist, muß ich alles auf dem Schiff aufhängen. Nach nur drei Stunden ist alles trocken 🙂 Und !! 🙂 🙂 in dem Haus, welches zur Hafenanlage gehört, befinden sich zwei Zimmer mit je drei Betten (für Wanderer)  und eine Küche UND WLan 🙂 So kann ich endlich wieder am Blog arbeiten und auch wieder einen Film einfügen…Viel Spaß 🙂

08.08.15 – Lövvik – Lustholmen – wir verlassen das schöne Lövvik, nachdem wir noch ausgiebig auf der Terasse gefrühstückt und uns ein wenig mit den Schweden ausgetauscht haben. Gleich nach dem Ablegen setzen wir die Segel.

Ansicht von dem gemütlichen Hafen Lövvik

Ansicht von dem gemütlichen Hafen Lövvik

Wir sind schon um die nächste Ecke gesegelt, da fällt mir ein, dass wir vor lauter Freude über das warme Wetter das Bezahlen der Hafengebühr vergessen haben. So kehren wir schnell wieder um und holen das nach. Hier muss man auch, wie fast überall, seinen Schiffsnamen auf einen Umschlag schreiben, Datum und die 200,- SK für zwei Nächte dazu und ab in den Briefkasten. So einfach ist das. Dann verlassen wir endgültig den Hafen. Zum ersten Mal segeln wir im T-Shirt und kurzen Hosen 🙂

warmes Segelwetter...endlich :)

warmes Segelwetter…endlich 🙂

Wir haben als Ziel die sehr kleine Insel Valön ausgesucht. Hier gibt es nur einen Steg, der an den Strand führt. Zur Westseite hin ist freies Wasser und alles ungeschützt. Nach einem kleinen Spaziergang schaffen wir grad noch die Plane drauf, dann fängt es ordentlich an zu regnen und zu wehen…natürlich aus West!! 😦 Die Wellen werden immer höher und schlagen uns schließlich in die Plicht…wir müssen hier weg! Inzwischen ist es jedoch schon fast neun und es wird dunkel.

Auf unserer Flucht: ein wunderschöner geschlossener Regenbogen

Auf unserer Flucht: ein wunderschöner geschlossener Regenbogen

Wir fahren 5 Seemeilen bis in das sichere Lustholmen. Hier liegen sehr viele Schiffe, doch wir bekommen noch ein Plätzchen. Der ansässige Verein feiert Saisonende.

Lustholmen liegt sehr geschützt hinter einer kleinen Insel, die jedoch durch einen Strand mit dem Festland verbunden ist.

Lustholmen liegt sehr geschützt hinter einer kleinen Insel, die jedoch durch einen Strand mit dem Festland verbunden ist.

09.08.15 – Lustholmen – Wir schlafen nicht besonders lang, da es draußen schon warm ist 🙂 und es uns in die Sonne zieht. Wir gehen spazieren und verbringen den restlichen Tag mit lesen und Sonne genießen.

Ein sehr schöner Hafen - Lustholmen. Da bekommt man Lust, noch zu bleiben :)

Ein sehr schöner Hafen – Lustholmen. Da bekommt man Lust, noch zu bleiben 🙂

So nebenbei beschäftigen wir uns auch schon mal mit dem Ende unserer Reise…Wir haben beschlossen, unser Schiff im Winter hier in Schweden zu lassen und die Reise im nächsten Jahr fortzusetzen. Der Göta-Kanal ist landschaftlich zu schön, um einfach nur durchzufahren. Wir würden das in diesem Jahr nicht mehr schaffen, da ab 15.08. die Saison auch im Göta-Kanal beendet ist. Da unser Sohn gerade Urlaub hat, kam uns die Idee, ihn mit der Überführung unseres Autos zu beauftragen.

10.08.15 – Lustholmen – Härnösand – Die drei Seemeilen bis Härnösand schaffen wir gemütlich nur mit Vorsegel, da wir keine Lust haben, für die kurze Strecke das Groß zu setzen. Wir werden faul 😉 Der Gasthafen befindet sich direkt in der Stadt an einer gut befahrenen Brücke in der unmittelbaren Nähe zu drei großen Einkaufsmärkten. Wir sind die einzigen Gäste in diesem Hafen, können uns also einen Platz aussuchen. Wir zahlen 180,- SK für eine Nacht und bekommen dafür den Code für die heißen Duschen. Eine gemütliche Küche mit Aufenthaltsraum suchen wir vergebens. Dafür haben wir Stadtflair, was nach drei Wochen Outback ja auch nicht schlecht ist. Wir gehen einkaufen und genießen danach noch die Sonne.

11.08.15 – Härnösand – Wie geht es Eltern, die vier lange Monate ihre Kinder nicht gesehen haben ?? Richtig, wir sind ganz aufgeregt vor Freude. Wir putzen das ganze Schiff, innen wie außen und zählen die Stunden…Von Passau nach Rostock, die Fähre nach Trelleborg und über Stockholm zu uns…2100 km…das dauert. Inzwischen ist die Sonne leider wieder weg. Es regnet 😦

12.08.15 – Härnösand – Lustholmen – Phil ist da!! Nach ausgiebigem Frühstück und einkaufen, legen wir ab und segeln Richtung Norden. Nein, keine Angst, wir fahren nicht noch einmal nach Haparanda!! Die schönen Plätze Richtung Norden kennen wir schon und deshalb segeln wir dort hin, wo es schön ist und wir uns auskennen. Wir haben ja nur ein paar Tage mit Phil. Wir machen wieder in Lustholmen fest. Phil angelt und hat Spaß mit dem kleinen Boot.

Phil gibt sich große mühe, für unser Abendessen zu sorgen...

Phil gibt sich große mühe, für unser Abendessen zu sorgen…

Nicht nur Mo hatte Spaß mit dem kleinen Boot :)

Nicht nur Mo hatte Spaß mit dem kleinen Boot 🙂

Man sieht ihm die Gaudi an...

Man sieht ihm die Gaudi an…

Am Abend grillen wir am offenen Feuer einen leckeren Lachs…nein, nicht selber gefangen, aber selber gekauft 🙂

Phil macht Papa die Haare schön :)

Phil macht Papa die Haare schön 🙂

Wir sitzen bis spät abends am Strand und genießen uns drei.

Da tanzt das Mutterherz Polka :)

Da tanzt das Mutterherz Polka 🙂

13.08.15 – Lustholmen – Lövvik – Wir haben super Wind zum Segeln und das nutzen wir für einen schönen Törn nach Lövvik. Unterwegs springt unsere Logge auf 2000 Seemeilen!! Das muß gefeiert werden!

2000 Seemeilen - ein weiter Weg :)

2000 Seemeilen – ein weiter Weg 🙂

In Lövvik belagere ich gleich wieder die Waschmaschine und Phil versucht sein Glück mit der Angel. Und, diesmal beißt einer an, doch leider zu klein und wir schenken ihm die Freiheit wieder 🙂

Phil hat einen kleinen Fisch gefangen. Fischprofi Hajo befreit den Fisch vom Haken.

Phil hat einen kleinen Fisch gefangen. Fischprofi Hajo befreit den Fisch vom Haken.

Am Abend kochen wir Spaghetti in der Hafenküche und treffen dort deutsche Wanderer.

04.07. – 16.07.15 Töre – Patholmsviken

04.07.15 – Töre nach Junkön – wir starten um kurz vor acht…obwohl es in Strömen regnet…das kostet uns eine riesen Überwindung…doch in Töre wollen wir nicht länger bleiben. Wind weht nur mäßig, wir lassen den Motor laufen. Die Gegend ist wunderschön, dann kommen wir auf die offene See. Auch hier kein Wind zum Segeln. Kurz vor Junkön lassen wir uns treiben und angeln. Wie immer ohne Erfolg. Als eine schwarze Regenwand, es hatte inzwischen aufgehört zu regnen, immer näher kommt, fahren wir in den kleinen Hafen.

Insel Junkön.

Insel Junkön.

Fast alle Plätze sind belegt, wir machen als vorletztes Schiff seitwärts am Steg fest.

voller Hafen auf der Insel Junkön

voller Hafen auf der Insel Junkön

Als wir gemütlich in der Plicht sitzen, kommen noch einige Schiffe hinzu. Es wird turbulent und wir helfen einem Segler beim Anlegen, da der Wind inzwischen kräftig weht und er droht ins Flachwasser zu treiben. Endlich mal Aktion! Wir heizen im Schiff, da es wieder kalt geworden ist. In der Nacht nimmt der Wind weiter zu und ich stehe um eins auf und befestige die Plane über unserem Fenster. Sie flattert laut auf Deck. Danach freue ich mich, in ein warmes Bett kriechen zu können. Es ist sehr kalt…

05.07.15 – Junkön – Sandholmen – wir wollen um sieben aufstehen, doch der Wecker klingelt nicht! Habe ihn verkehrt eingestellt… Um zehn stehen wir auf. Der Wind hat sich etwas beruhigt und weht nun in einer perfekten Stärke für uns aus Nord. Wir frühstücken gemütlich wie es sich für einen Sonntag gehört mit Brötchen ( aufgebacken ). Dann große Gassirunde mit Queeny. Danach, wir machen das Schiff bereits seeklar, entwickelt sich ein nettes Gespräch mit den im Hafen liegenden schwedischen Seglern. Eine Menge guter Tipps geben sie uns mit auf die Reise. Es ist erfrischend mal wieder unter Menschen zu sein. Wir genießen es, denn die Gespräche mit anderen fehlen uns. Die Schweden zollen uns Hochachtung und Respekt, dass wir mit einem so kleinen Boot über so eine lange Zeit durch für uns völlig unbekannte Gewässer segeln.
Um 12.45 legen wir endlich ab. Die Sonne ist warm, ich liege auf dem Vorschiff und genieße. Wir segeln mit Amwindkurs. So langsam dreht der Wind über Ost nach Süd, die Welle nimmt zu. Nach 42 Seemeilen und acht Stunden auf See laufen wir um 20.30 in die Bucht von Sandholmen ein und machen an einem Schwimmsteg fest. Nach ausgiebig Gassi und Abendessen schreiben wir am Blog. Dann hören wir Motorengeräusche und gehen nach draußen. Nein…ein deutscher Segler macht gegenüber von uns fest. Wir helfen und unterhalten uns kurz. Dann verschwinden wir wieder unter Deck. Die Heizung läuft…  es sind jetzt, um 24.00 Uhr nur noch 8 Grad…morgen wollen wir weiter, denn hier in Sandholmen ist es landschaftlich sehr schön, doch die E4 ist in unmittelbarer Nähe und man hört den Verkehr…nichts für uns…

07.07.15 – Sandholmen – ja, immer noch hier…das Wetter hat sich extrem verschlechtert. Kalt, Regen, starker Wind aus Süd…Inzwischen, der deutsche Segler ist gestern wieder weiter, sind noch zwei Schweden und ein Norweger hinzu gekommen. Alle sind in ihren Schiffen verschwunden. Wir gehen auch nur raus, weil wir mit Queeny gehen müssen…Von Sommer ist hier nichts zu spüren. Wir heizen und trinken heißen Tee. Im Schiff ist wieder alles feucht. Haben Teebeutel wegschmeißen müssen, da sie an der Außenwand lagen und verschimmelt sind…Jetzt, am Nachmittag, ist das Thermometer auf 12 Grad gestiegen. Das Barometer ist im Keller. Für die nächsten Tage kein gutes Wetter in Sicht.

08.07.15 – Sandholmen – wollen heute weiter. Wecker klingelt um fünf…ein kurzer Blick nach draußen genügt. wir bleiben! Regen, kalt, Nebel und zwei Meter Welle aus Süd. Da wollen wir hin. Also müssen wir gegenan. Nein danke!!

Wir schlafen weiter 😆. Als wir gerade beim Frühstück sitzen, hören wir Stimmen auf dem Steg. Dort versuchen der Norweger und der Schwede den zweiten Schweden, ein älterer Mann mit einem ca fünf Meter langen Segler, davon zu überzeugen, heute lieber nicht auszulaufen. Auch sie würden bleiben, beide haben ca 12 Meter Segler, das Wetter würde heute noch schlechter werden. Aber er will weg. Ohne Ais und Radar im Nebel lebensgefährlich. Auch wir können ihn nicht überzeugen zu bleiben. Wir haben ihn nicht mehr gesehen…        Dann  machen wir einen langen Spaziergang, leider immer an der E 4 entlang zu einem kleinen Markt. Wir kaufen Lebensmittel, bekommen sogar gutes Grillfleisch. Wieder zurück, wärmen wir uns in der kleinen Sauna auf und duschen. Das ist ein Abenteuer, denn Hajo muss erst das Holz hacken, den Ofen einheizen. Die Dusche funktioniert folgendermaßen: man mixt das heiße Wasser, welches von dem Ofen angeheizt wurde mit kaltem Wasser in einem Eimer und übergießt sich dann. Fertig 🙂  Abends sitzen wir gemütlich, warm eingepackt bei zehn Grad Außentemperatur am Feuer und Grillen unser Fleisch. Juchhu, es hat aufgehört zu regnen.  Für morgen sagt der Wetterbericht schweren Sturm. Wir sind gespannt.

09.07.15 – Sandholmen – es gießt in Strömen. Nicht mit uns. Es reicht!! Wir ziehen unsere Regenhosen und Jacken und die Wanderstiefel an und wandern auf einen nahegelegenen Berg. Ein Schwede hat uns diesen Weg empfohlen. Die Natur ist einmalig und wir werden mit einem tollen Rundumblick belohnt.

Trotz starkem Regen machen wir eine Wanderung auf einen Berg

Trotz starkem Regen machen wir eine Wanderung auf einen Berg

Nach zehn Kilometern erreichen wir wieder unser Schiff. Nun freuen wir uns auf eine heiße Sauna mit Dusche! Doch die anderen waren vor uns da 😦 Wir müssen warten. So nutze ich die Zeit und backe ein Brot und bereite das Abendessen vor. Bulgurbratlinge mit Kapernsauce und Reis. Unsere Laune ist gut, denn wir haben beschlossen, den Regen nicht zu beachten. Nach der Sauna sitzen wir im warmen Schiff und schauen das erste Mal auf unserer Reise ein Video im Laptop.

Das kleine Saunahäußchen in Sandholmen

Das kleine Saunahäußchen in Sandholmen

10.07.15 – Sandholmen – Bjüroklubb – es regnet nicht! 🙂 Juchuh, auch der Wind hat sich beruhigt. Wir legen ab. Draußen steht noch eine ordentliche Welle. Wir setzen Segel. Der Wind kommt genau von achtern und wird bald so wenig, das die Segel in der hohen Welle zu flappen beginnen…wir bergen die Segel und fahren mal wieder mit Motor die 44 Seemeilen bis Bjüroklubb. Hier finden wir einen sehr kleinen Hafen, wieder mit Sauna und alles in einem Naturschutzpark gelegen.

Kleiner, sehr ruhiger Hafen in Bjüroklubb

Kleiner, sehr ruhiger Hafen in Bjüroklubb

11.07.15 – Bjüroklubb – es steht immer noch eine große Welle und wir haben einfach keine Lust ohne Wind gegenan zu schaukeln. So bleiben wir und empfangen am Nachmittag unseren lieben Besuch 🙂 Franzi und Toni aus der Heimat haben mit ihrem Wohnmobil den unendlich langen Weg zu uns in den Norden auf sich genommen. Die Freude ist riesengroß. Es dauert nicht lange, da packen die beiden Männer die Rollerski aus dem Womo ( Toni hat die von Hajo dabei ) und rollern eine gemeinsame Runde.  Wir haben uns natürlich viel zu erzählen und so sitzen wir laaange am Lagerfeuer zusammen.

Franzi und Toni aus der Heimat bei uns zu Besuch

Franzi und Toni aus der Heimat bei uns zu Besuch

12.07.15 – Gumbodahamn – der Wind weht günstig aus Nordost, so verlassen wir das nette kleine Bjüroklubb und segeln weiter Richtung Süden 30 Seemeilen nach Gumbodahamn. Nach kurzer Zeit bergen wir wieder die Segel, da die Windstärke nicht ausreicht, um das Schiff durch die hohe Dünung voran zu bringen. Nach ca 15 Seemeilen nimmt der Wind wieder zu und wir können endlich den Motor abstellen.  Am Ziel werden wir schon von Franzi und Toni erwartet, die mit ihrem Womo natürlich schneller waren. Der Hafen ist sehr klein und außer uns liegen hier noch ein paar kleine Motorboote.

einziges Segelschiff in Gumbodahamn

einziges Segelschiff in Gumbodahamn

Es gibt ein Haus mit kompletter Küche und Dusche. Es fehlt hier an nichts und es ist sehr ruhig. Wir fahren gemeinsam Einkaufen. Unterwegs steigen die Männer aus und rollern wieder.

Toni und Hajo machen sich fertig für ihre Rollertour

Toni und Hajo machen sich fertig für ihre Rollertour

Sie genießen es beide sehr, dass sie endlich wieder zusammen ihrem Sport nachgehen können. Am Abend kochen wir gemeinsam in der tollen Küche und sitzen wieder lange zusammen.

13.07.15 – Gumbodahamn – Kaum zu glauben… 🙂 🙂 die Sonne strahlt vom Himmel. Endlich t-shirt Wetter. Diesen Tag wollen wir nicht auf dem kalten Meer verbringen, sondern lieber hier am warmen Land. Wir frühstücken ausgiebig draußen und lassen es uns gut gehen. Dann segeln wir zu viert gemütlich in der geschützten Bucht und bestaunen die wunderbare Natur. Danach fahren wir mit dem Womo nochmals Einkaufen. Den Rest des Tages verbringen wir im Liegestuhl die Sonne anbetend, nicht wieder zu verschwinden.

Dream Team

Dream Team

14.07.15 – Gumbodahamn – Ratan– unser Gebet wurde erhört. Nach einem gemütlichen ausgiebigen Frühstück legen wir ab und fahren nach Ratan.

Liegeplatz in Ratan

Liegeplatz in Ratan

Unterwegs, es ist kaum Wind, lassen wir uns treiben und angeln…nix 😦   In Ratan angekommen, gehen wir mit Queeny spazieren und warten auf Franzi und Toni. Es dauert nicht lange, sind sie da. Wir teilen uns wieder. Die Männer rollern und wir Frauen paddeln zur nahegelegenen Insel und gehen auf Abenteuer Tour. Wir sammeln Pilze fürs Abendessen und bleiben wie angewurzelt stehen, als ein Ren auftaucht.

Neugieriges Rentier

Neugieriges Rentier

Dieses ist nicht schüchtern, kommt auf uns zu und wir suchen den nächsten Baum. Zwischen uns liegt Queeny und rührt sich nicht. Ein tolles Erlebnis. Später treffen wir ihn wieder. Er ist offensichtlich sehr neugierig. Wir paddeln zurück und kochen gemeinsam in der Hafenküche.

Die Frauen kochen...

Die Frauen kochen…

...und die Männer erledigen den Abwasch :)

…und die Männer erledigen den Abwasch 🙂

Alles ist liebevoll eingerichtet und wir fühlen uns sehr wohl.

Womo Stellplatz in Ratan

Womo Stellplatz in Ratan

schöner Liegeplatz in Ratan, gegenüber einer Insel.

schöner Liegeplatz in Ratan, gegenüber einer Insel.

15.07.15 – Ratan – es regnet…wir frühstücken in der gemütlichen Hafenküche und fahren dann alle, einschließlich Hunde, nach Umea zum Bummeln. Für Hajo und mich ist es nach der langen Zeit in der Einöde mal wieder toll, ein Bad in der Menge zu nehmen. Abends kochen wir wieder gemeinsam und sitzen lange zusammen.

16.07.15 – Ratan – Patholmsviken – heute heißt es schon wieder Abschied nehmen. Franzi und Toni müssen wieder Richtung Heimat und wir fahren unserem nächsten Besuch entgegen. 34 Seemeilen mit, wie soll es anders sein, Gegenwind 😦 Die See ist ruhig und wir kommen gut voran. Patholmsviken liegt bei Umea und ist auch wieder mit allem ausgestattet. Nur das WLan funktioniert hier leider auch nicht, so muß das nächste Video noch warten.

29.06. – 03.07.15 Haparanda

29.06.15 – Ankunft Haparanda – nach 1564 Seemeilen und 84 Tagen erreichen wir unser Ziel 🙂   Da auch hier alles flach ist ( wir müssen Wasserstrassen folgen… 😦 ,  haben wir zuerst West Kurs bei Westwind, dann Nordkurs. Da wir die letzten Tage überwiegend motort sind, setzen wir kurz vor dem Ziel das Vorsegel bei wenig Wind um wenigstens die letzten Seemeilen nach Haparanda zu segeln…

Wir laufen ein, machen fest und fallen uns in die Arme. Ein tolles Gefühl und wir wollen es allen mitteilen…morgen…denn das heute ist unser Tag!! Wir schauen in das Vereinshaus, wo viele Vereinsstander hängen und lesen das Gästebuch.

Es ist üblich, hier den Vereinsstander zu hinterlassen

Es ist üblich, hier den Vereinsstander zu hinterlassen

Viele Schiffe waren in diesem Jahr noch nicht hier…wir sind das zweite deutsche Schiff.

Dann machen wir unsere eigene kleine Haparanda Party…Hajo macht ein Feuer und wir grillen Spareribs und Spieße. Zum Nachtisch gibt es Marshmallos. Dazu italienischen Merlot von unserem Lieblingswinzer Lorenzon aus Monfalcone             ( Italien 🙂 ).

30.06.15 – Haparanda – wir schlafen aus…und…frühstücken gemütlich. Dann gehen wir in das Vereinshaus und hängen unseren SKCN Stander beschriftet mit unseren Namen im Haus auf.

SKCN - Segler Kameradschaft Cranz Neuenfelde...hier sind Katja die Seebeine gewachsen.

SKCN – Segler Kameradschaft Cranz Neuenfelde…hier sind Katja die Seebeine gewachsen.

Da wir hier freies WLan haben, verschicken wir nun die Ankunfts Nachrichten an Familie und Freunde. Die Resonanz ist der Hammer!! DANKE, dass ihr uns alle begleitet habt. So ward ihr auf der Reise dabei.

01.07.15 – Haparanda – 16 km bis Haparanda Stadt. Für unsere kleinen Fahrräder kein Problem. Ein Bus fährt zwar auch, aber da hätten wir nur drei Stunden Aufenhalt und das ist uns zu wenig. So verbringen wir fast den ganzen Tag in der Stadt. Wir suchen verzweifelt einen Kern, können aber nur einen Stadtplatz ohne Geschäfte finden.

Stadtplatz mit Hotel bilden den Mittelpunkt von Haparanda.

Stadtplatz mit Hotel bilden den Mittelpunkt von Haparanda.

Katja´s Wunsch: in die Kirche. Danke sagen für eine reibungslose wunderschöne Reise bisher. Wir sehen die Kirche ( ich hatte das Bild von einer schneeweißen wunderhübschen Holzkirche, die ich in Norwegen gesehen hatte,  mit Türmchen im Kopf)

Kirche in Haparanda

Kirche in Haparanda

stattdessen sehen wir dies 😦      Ein Bau aus Stahl und Beton. Trotzdem möchte ich hinein. In meiner Enttäuschung gehe ich zur Tür und…sie ist verschlossen!! Dann macht Hajo mich darauf aufmerksam, dass ich an der Tür zur Leichenhalle rüttle… uups. Die richtige Tür ist offen und wir finden im Inneren einen weiß gestrichenen Raum. Welch Kontrast! Bei einer Audio Führung erfahren wir, dass der Architekt mit der Bauweise ausdrücken will, dass es nicht auf das Äußere, sondern auf die inneren Werte ankommt.

eine sehr helle freundliche Kirche...innen

eine sehr helle freundliche Kirche…innen

02.07.15 – Haparanda – Töre – heute heißt es schon wieder Abschied nehmen von Haparanda. Wir wollen noch weiter nördlich…es ist bewölkt, aber nicht kalt. Als es zu regnen beginnt, ziehen wir die Sommer-Regenhosen an. Das erste Mal auf der Reise. Auch die Seestiefel haben wir in die Tiefen der Backskisten verräumt 🙂  !! Nach 54 Seemeilen, davon mal wieder nur 13 gesegelt – Wind von vorn – kommen wir in Törehamn an. Vor dem Hafen schwimmt eine große gelbe Tonne. Sie markiert den nördlichsten Punkt in der Ostsee.

wenn man hier ankommt, muß man die Tonne einmal umrunden!

wenn man hier ankommt, muß man die Tonne einmal umrunden!

Davon hatte ich die ganze Zeit geträumt. Einmal auf dieser Tonne stehen :)

Davon hatte ich die ganze Zeit geträumt. Einmal auf dieser Tonne stehen 🙂

03.07.15 – Töre – wir stehen um acht auf, wollen hier wieder weg, da Töre nicht schön ist. Ein großer, hässlicher Silo steht direkt am Hafen und man hört die nahe Europastrasse E4. Wir brauchen jedoch noch Benzin. Mit den Fahrräder und den Benzinkanistern fahren wir in das Dorf Töre. An der Tankstelle fotografiert uns und unsere kleinen Fahrräder ein Motorradfahrer und wünscht uns viel Glück… Dann entdecken wir die Busstation und den Fahrplan. Der Bus fährt von hier direkt in 2,5 Std nach Jokkmokk in Lappland. Wir wollen noch einmal wandern in Lappland!! Von unserer Idee ganz angetan, radeln wir zurück zum Schiff und schauen im Internet nach dem dortigen Nationalpark. Wunderschön, einmalig. Wir müssen da hin!! Doch leider sind dort keine Hunde erlaubt, so lassen wir den Plan wieder fallen. Inzwischen regnet es in Strömen und wir haben keine Lust mehr heute noch weiterzufahren. Also dann morgen…:)

22.06. – 28.06.15 – Abenteuer Nordkap

22.06.15 – Kemi – unser Abenteuer zum Nordkap beginnt mit den Vorbereitungen. Den Leihwagen haben wir bereits gestern im Internet gebucht. Wir können den Wagen, einen Polo, morgen um zehn am Flughafen Kemi abholen. Wir klaren das Schiff auf, waschen unsere Wäsche, kaufen den Proviant für die Reise, packen Zelt, Isomatten, Schlafsäcke und unsere Kleidung zusammen.

23.06.15 – Kemi nach Karigasniemi – wir wachen früh auf, es regnet in Strömen…wir fahren mit dem Fahrrad sieben Kilometer bis zum Flughafen. Dort angekommen, stellen wir mit Erstaunen fest, dass das hier kein Hafen, sondern ein Häfchen ist…niemand da. Den Schalter von Eurocar finden wir gleich, doch auch hier niemand da. Wir sind auch eine halbe Stunde zu früh, also geben wir die Hoffnung noch nicht auf. Um Punkt 10.00 Uhr kommt ein freundlicher Mann, der uns statt des gebuchten Polo einen nagelneuen Ford Focus Turnier übergibt,

Unser roter Flitzer

Unser roter Flitzer

zu den selben Konditionen…wir freuen uns, laden unsere Fahrräder in den Kofferraum und fahren zurück zum Schiff. Dort verladen wir unser Gepäck und Queeny ( sie freut sich über einen großen Kofferraum!). Dann geht die Reise los. Wir fahren nur ein kleines Stück Autobahn, dann gibt es nur noch Landstrasse.

Wir müssen gut aufpassen, da hier die Rentiere frei durch die Gegend laufen...

Wir müssen gut aufpassen, da hier die Rentiere frei durch die Gegend laufen…

Der Weg zum Nordkap ist weit. Insgesamt 850 km. Da der Regen langsam aufhört, beschließen wir noch an diesem Tage einen Großteil der Strecke zu fahren. Die Gegend wird immer einsamer und die Vegetation spärlicher. Wir fahren durch endlose Kiefernwälder. An der Grenze zu Norwegen, in Karigasniemi, stellen wir das erste Mal unser Zelt auf. Wir gehen auf einen Campingplatz, da wir schon ewig nicht mehr gezeltet haben und erstmal sehen müssen, wie wir zurecht kommen.

Hajo stellt zum ersten Mal unser Zelt auf

Hajo stellt zum ersten Mal unser Zelt auf

Der Campingplatz Tenorinne bietet alles, was wir brauchen. In geselliger Lagerfeuerrunde braten wir unser Abendessen, Lachsfilet.

24.06.15 – Karigasniemi – Knivskjelodden ( das echteNordkap) Pünktlich zum Aufstehen fängt es natürlich…zu regnen an. 😦 Wir frühstücken in der Campingplatzküche. Leider regnet es immer noch, so packen wir unser nasses Zelt ins Auto. Weiter geht die Fahrt zum Nordkap.

es liegt noch Schnee auf den Bergen

es liegt noch Schnee auf den Bergen

Unterwegs läßt sich die Sonne wieder blicken und wir können bei einer Pause das Zelt trocknen.

bei einer Pause trocknen wir das Zelt in der Sonne

bei einer Pause trocknen wir das Zelt in der Sonne

Die Fahrt führt durch ein hügeliges Gebiet mit schneebedeckten Bergen. Die Kiefernwälder werden abgelöst durch niedrig wachsene Birken, das Blaubeerkraut von Moosen. Im strahlenden Sonnenschein und 20 Grad erreichen wir den Parkplatz, von dem wir die 10 Kilometer lange Wanderung zum Nordkap starten.

Wir packen unsere Sachen für die Wanderung zum Nordkap

Wir packen unsere Sachen für die Wanderung zum Nordkap

Wir packen unsere Sachen in nicht gerade geeignete Rucksäcke, aber etwas anderes haben wir nicht.

Es geht los...Hajo vollgepackt

Es geht los…Hajo vollgepackt

Der Weg führt über steiniges und zum Teil sehr schwieriges Terrain.

auch Katja muss schleppen und genießt die Aussicht

auch Katja muss schleppen und genießt die Aussicht

Nach drei Stunden erreichen wir den nördlichsten Punkt Europa´s – Knivskjelodden – und sind beeindruckt.

Angekommen...nördlichster Punkt Europa´s

Angekommen…nördlichster Punkt Europa´s

Hier gibt es nur einen schlichten Stein und einen Kasten mit einem Gästebuch, der Eintrag ist Pflicht! Nach langem Suchen finden wir doch noch einen kleinen geeigneten Platz zum Zelten.

Zelten am Nordkap...macht kaum einer...

Zelten am Nordkap…macht kaum einer…

Hinter einem Stein, windgeschützt in einer kleinen Senke schlagen wir unser Nachtlager auf. Aufgrund des schwierigen Weges

Queeny ist erschöpft von der langen Wanderung

Queeny ist erschöpft von der langen Wanderung

ist es hier recht einsam…wir sind die einzigen. Wir genießen den Blick auf die Barentssee und den imposanten Felsen auf dem sich das touristische Nordkap befindet.

unser Zelt mit Blick auf das touristische Nordkap

unser Zelt mit Blick auf das touristische Nordkap

Von hier aus können wir perfekt den beeindruckenden Sonnenuntergang und gleich wieder den Sonnenaufgang beobachten. Leider verschlechtert sich rapide das Wetter. Nebel zieht auf und es wird kalt und windig.

das Wetter verschlechtert sich schnell, Nebel am touristischen Nordkap

das Wetter verschlechtert sich schnell, Nebel am touristischen Nordkap

Die Sonne sehen wir leider nicht, dafür spielen gleich unterhalb unseres Zeltes Delfine. Ein kleiner Trost für das entgangene Sonnenspektakel.

25.06.15 – Knivskjelodden – Karigasniemi – morgens um fünf werden wir geweckt durch den heftigen Wind, der an der Zeltwand rüttelt und natürlich…Regen.

Wir schauen aus dem Zelt und sehen...sch...Wetter

Wir schauen aus dem Zelt und sehen…sch…Wetter

3 Grad Außentemperatur hat auch deutlich die Comfortzone unserer Schlafsäcke unterschritten. Selbst Queeny friert…! Nach einem schnellen Frühstück ohne warmen Kaffee, dafür aber hartgekochte Eier ( insgesamt hatten wir zehn dabei!! Wollte Hajo so…!! und Marmelade! Wollte Katja so…!!) treten wir im dichten Nebel und Regen bei eiskaltem Wind den Rückweg an. Nach vier Stunden erreichen wir halb erfroren und durchnäßt das Auto. Hier lassen wir erstmal die Heizung laufen und warten, bis wir wieder einigermaßen warm sind. Dann entschließen wir uns, doch noch zum touristischen Nordkap zu fahren. Dort angekommen, sollen wir 67,- € Eintritt für Parken und keine Sicht, da Nebel, bezahlen…Das empfinden wir als Abzocke und kehren wieder um. Unsere Fahrt führt uns vorbei am wunderschönen Olderfjord durch die Finnmark und Lappland. Wir entschließen uns, in Karigasniemi auf „unserem“ Campingplatz eine Hütte zu mieten, um uns und unsere Sachen wieder zu trocknen.

in dieser gemütlichen Hütte konnten wir uns wieder aufwärmen und trocknen

in dieser gemütlichen Hütte konnten wir uns wieder aufwärmen und trocknen

26.06.15 – Karigasniemi – Kevo Naturpark – da uns das Zelten ausserordentlich gefallen hat und unsere Ausrüstung wieder trocken ist, entschließen wir uns, da es mal nicht regnet, die schöne Natur in Finnland nochmals zu Fuß zu erkunden.

das Wandern ist des Schneiders Lust...

das Wandern ist des Schneiders Lust…

Wir unternehmen eine Wanderung durch den Naturpark Kevon Luonnon.

...und von Katja auch :)

…und von Katja auch 🙂

Nach 15 km durch herrliche Natur, schlagen wir unser Zelt an einer Feuerstelle auf. Hier finden wir Holz, das Hajo aber erstmal hacken muß,  für ein Feuer.

Hajo´s neuer Sport...Holzhacken :)

Hajo´s neuer Sport…Holzhacken 🙂

das freut Katja, denn sie kann sich wärmen am Feuer :)

das freut Katja, denn sie kann sich wärmen am Feuer 🙂

Wir stellen das Zelt auf den kleinen Strand direkt am See.

Ein Idyll am See

Ein Idyll am See

Natürlich ist hier kein Mensch…außer uns. Wir genießen die Einsamkeit und Stille und das romantische Feuer.

pure Einsamkeit

pure Einsamkeit

27.06.15 – Karigasniemi – Kemi – juchuh, kein Regen beim Erwachen! Nach einem kleinen Frühstück, wieder ohne Kaffee und auch ohne Eier…hatten keine Lust, diese wieder zu schleppen, wandern wir leider wieder zurück zum Auto, da wir es nur bis morgen gemietet haben.

wunderschöne Natur

wunderschöne Natur

Der Wanderweg führt noch weitere 55 km durch den Naturpark. Die Strecke führt zu einem Wasserfall und Fluß in einem Canyon. Dieses gehört zu den heiligen Stätten der Sami. Wir müssen wiederkommen :). Wir haben Gefallen am Wandern und Zelten gefunden und wollen dies auf unserer weiteren Reise wiederholen. Deshalb kaufen wir in Rovaniemi in einem Sportgeschäft vernünftige Wanderrucksäcke. Spät am Abend kommen wir in Kemi an und packen das Auto aus. Dann befreien wir das Auto mühsam von den vielen Hundehaaren und gehen duschen.

28.06.15 – Kemi – um zehn Uhr geben wir das Auto an einem Hotel ab. Völlig unkompliziert…Schlüssel an die Rezeption und fertig. Keiner guckt sich das Auto an. Dann waschen wir unsere Wanderkleidung, die nach den verschlammten Wegen natürlich entsprechend aussieht. Das Zelt und die Schlafsäcke müssen trocknen und lüften.

alles muss trocknen und lüften...

alles muss trocknen und lüften…

Hier in Kemi ist die Temperatur wieder ertragbar. 20 Grad und die Sonne lacht auch ab und zu. Die Hafenverwaltung hat inzwischen die deutsche Fahne aufgehängt.

Eine nette Geste !

Eine nette Geste !

Natürlich für uns, denn sonst ist hier kein Deutscher. Den restlichen Tag verbringen wir träumend von unserem Abenteuer, deutlich entschleunigt 🙂 dem Blogeintrag und mit der Vorbereitung unserer weiteren Reise. Haparanda !!