12.04.15 – 19.04.15 schönes Dänemark

12.04.15 – Rudköbing – Wir sind das erste Mal eingeweht…Sturm ist tatsächlich gekommen. Stärke 9 Bft, in Böen 10. Haben noch zusätzlich eine Bugleine ausgebracht, damit der Druck nicht nur auf einer Klampe liegt. Neben uns liegt ein Motorboot, der bietet etwas Schutz. Mittags haben wir noch eine schöne Radtour quer über Langeland auf die andere Seite zum großen Belt unternommen. Am Abend haben wir das erste Gericht in unserem Omnia Backofen zubereitet. Eine Hackfleisch Quiche. Oberlecker 🙂 !!    Und dann kam der Wind…

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13.04.15 – Rudköbing – Die Nacht war unruhig. Das Schiff schaukelte hin und her und manchmal bebte der ganze Mast unter lautem Getöse. Bin um acht schon raus zum Gassi gehen. Danach machte ich es mir mit einem Buch in meinem Bett gemütlich. Wer hält sich schon gerne draußen auf, wenn er jeden Augenblick damit rechnen muß, umgeweht zu werden…

P1020461 da müssen wir durch, wenn der Wind es zuläßt.

14.04.15 – Rudköbing – So langsam wird es hier langweilig, da wir nun fast jeden Meter in Rudköbing kennen…morgen wollen wir endlich weiter. Haben uns dennoch sinnvoll die Zeit vertrieben:

P1020462 unser erster selbstgebackener Kuchen an Bord. Apfelkuchen. Wir haben natürlich gleich probiert. Lecker !!! 🙂

Brotbacken und ! Unser erstes selbstgebackenes Brot an Bord. Ebenfalls sehr gut gelungen und super lecker 🙂 Über neue Rezepte freuen wir uns!!!

15.04.15 – Rudköbing – Lohals – Wir sind w e i t e r…aaaber, wenn das so weitergeht, erreichen wir Haparanda N I E !!! Sind um sechs raus aus den Federn…hat geblasen wie blöd ( der Wind ). Dann um acht wurde es weniger. Leinen los und weg. Wind 4 Bft genau von hinten und eine Strömung mit 2 Knoten von vorne 😦 also nix segeln, nur Motor und Vorsegel. Grobe Richtung: an Langeland vorbei, rechts abbiegen und über den großen Belt. Nix da !! Auf der Hälfte nimmt der Wind stetig zu, sodaß wir damit rechnen, daß uns Wellen in die Plicht steigen…Alle Schotten dicht, Lifebelts ( Sicherheitsleinen, die den Menschen mit dem Schiff verbindet, um ein hinausfallen zu verhindern ) an und den nächsten Hafen angesteuert. Die Einfahrt ist schwer, denn davor sind viele Untiefen und die genaue Hafeneinfahrt ist nicht gut gekennzeichnet. So fahren wir geradeaus auf eine Steinmole zu und hoffen, bald etwas klar erkennen zu können…mulmig…Doch wir schaffen es. Kaum fest, beginnt es mehr und mehr zu blasen. In Spitzen 53 Knoten, das sind 10 Bft = schwerer Sturm…wir sind sicher in Lohals. Bestimmt auch morgen noch, da das Barometer stark gefallen ist. Schnief… 😦  Anscheinend funktioniert das AIS nicht richtig, da wir laut diesem noch auf dem Meer sind. Wir suchen den Fehler…

16.04.15 – Lohals – Moin ! Haben das ganze Schiff auseinander genommen, jedes Kabel überprüft und dabei festgestellt, das unser AIS Gerät in Ordnung ist. Trotzdem zeigt uns marinetraffic nicht auf der aktuellen Position! Wir vermuten, dass die uns einfach abgeschaltet haben, da ich das Abo, welches ich zur Probe abgeschlossen habe, um ein Foto hochzuladen, nicht verlängert habe. So sind wir nun mit vesselfinder verlinkt, diese Seite gefällt uns gut, da auf deutsch und schnell. Heute geht nichts weiter…der Wind heult ums Schiff und da mag Gretchen nicht weg…

17.04.15 – Lohals – Omö – Zu Lohals Hafen: Sicher liegt man im Fischerhafen. Der eigentliche Sportboothafen ist nur durch eine relativ kleine Steinmole gegen die offene See geschützt und während wir hier waren hat sich eine 31 Fuß Hanse dort auf einem Stein festgefahren und mußte mittels Fischerboot wieder freigeschleppt werden. Die Duschen sind gut und sauber, allerdings waren wir zu früh hier, sodaß uns nur die öffentliche Dusche zur Verfügung stand. Bezahlen muß man im Automaten mit Kronen, Euro oder Karte. Auf der Quittung steht dann auch der Code für die Waschräume und Zugang zum Internet. Wir hatten am zweiten Abend abends um 19.00 noch nicht gezahlt…weil…naja, man kanns ja mal probieren. Prompt kam um 19.30 die Hafenmeisterin und“erinnerte“ uns an die Hafengebühren🙈  Queeny ist hier voll auf ihre Kosten gekommen. Wir sind viel Fahrrad gefahren in einem super schönen Naturpark.

Der Blick heute Morgen aufs Meer…naja…aber wir wollten weiter. Ich sag mal nur so viel. Gretchen ist als Segelboot gebaut, hat heute aber mal U-Boot gespielt. Sie fand’s nicht übel, wir waren mal wieder sehr froh und dankbar um unser Sprayhood, Queeny haben wir von Anfang an in die Kajüte gelegt, alle Schotten dicht, Lifebelts. Manche Wellen waren richtig hoch. Aber es hat Spaß gemacht. Die Jeanneau hält mehr aus, als wir dachten. Nein, wir sind nicht lebensmüde!  Heil und dankbar in Omö angekommen, haben wir sofort ! unsere Hafengebühr 125,- DK bezahlt und sind dann einmal um die Insel gewandert. Omö ist 2×4 km „groß“, hat 170 Einwohner. Hafen beschaulich, gemütlich und alles vorhanden. Morgen soll es mit uns weitergehen, da das Wetter „segelbaren“ Wind voraussagt.

18.04.15 – Omö – Stege – Wir verlassen die kleine Insel Omö, noch bevor die Fähre dort das erste Mal heute ausläuft. Kein Wind, das Meer spiegelglatt. Also bitten wir unseren Außenborder uns zum Ziel zu bringen. Wir müssen genau navigieren, da auf der gesamten Strecke sehr viele Untiefen lauern. So stellen wir uns vor, wie unsere lieben Freunde am PC sitzen, uns übers Internet verfolgen und annehmen, zum Frühstück gab`s bei uns Ramazzotti, da wir Schlangenlinien fahren…

Im Zick-Zack durch die Inseln...

Im Zick-Zack durch die Inseln…

Wir müssen durch eine Klappbrücke zwischen den Inseln Mön , Sjelland und Falster. Inzwischen hat der Westwind kräftig zugenommen, schnell baut sich eine Welle auf und schiebt uns kräftig von hinten. Da wir vor der Brücke warten müssen, muss der Motor ordentlich arbeiten, um zu verhindern, dass wir gegen die Brücke treiben. Hinter der Brücke machen wir in einem kleinen Hafen fest und gehen Gassi. Wir wollen dort nicht bleiben, weil es nicht besonders schön ist. Also weiter zwischen den Inseln, teilweise recht eng und flach. Wir schaffen es teils segelnd bis nach Stege auf der Insel Mön. Ein kleiner, sehr gepflegter und gut geschützter Hafen. 100,- DK Liegegeld inkl. heiße Duschen und Strom. Im Ort bekommt man alles, was man braucht.

19.04.15 – Stege – Rödvig -Nach dem gestrigen zwölf Stunden Törn lassen wir uns heute etwas Zeit.

Frühstück im Hafen Stege auf der Insel Mön.

Frühstück im Hafen Stege auf der Insel Mön.

Um elf Leinen los und wieder durch ein Stangen Labyrint raus aus der flachen Bucht und über die Faxe Bucht nach Rödvig. Juchuh, die andere Seite der Ostsee und nach dem Insel schlupfen hat die freie See uns wieder. Nachdem wir die letzte Fahrwassertonne passiert haben, setzen wir Segel. Der Himmel strahlt in einem Bilderbuchblau und der Wind füllt gerademal die Segel. Also: Hajo angelt 🙂  Die eine Angel ziehen wir hinterher und mit der anderen übt er weitwerfen, ich an der Pinne und lach mich tot…abends gibt´s Kartoffelmus, Rührei und Gurkensalat. Rödvig ist ein netter Fischerhafen. Da der Automat für das Hafengeld kaputt ist, bekommen wir auch nicht den Code für die Duschen. 😦

10 Kommentare zu „12.04.15 – 19.04.15 schönes Dänemark

  1. Falls es noch von Bedeutung ist: Ich finde einen chronischen Verlauf am besten, also entweder nach Datum oder einfach alles unter „unsere Reise“. 🙂

    Ich wünsche euch eine tolle Zeit, freue mich schon auf die Berichte und wer weiß, vielleicht sehen wir uns ja in Schweden zum Landurlaub..! 😉

    Liebe Grüße, Gekay

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  2. Allmählich wird es Zeit,dass ihr losfahrt,denn ich bin schon ganz nervös.Spannung,Aufregung,Freude,Bedenken,und zunehmende Ungeduld.Irgendwann ist genug. Am Montag fahren meine Kinder los und erfüllen sich einen lange ersehntenTraum.Die Reise nach Haparanda …..Ich gebe alle guten Wünsche mit, werde in Gedanken immer mit dabei sein und kräftig die Daumen drücken.(Ein Glück,dass ich an Land bleiben kann.Mit ganz viel Liebe laß ich euch gehn. Herzlichst Mami😅😅

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  3. Hallo ihr 2, wenns draussen peifft, dann lasst es euch drinnen mit euren Leckereien gutgehen. Den gleichen Backofen haben wir auch. Habt ihr noch Rotwein? LG Franzi und Toni

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    1. Hallo Franzi und Toni,
      Der Norden von Langeland ist wunderschön. Ausgedehnte Buchenwälder, durch die wir Radltouren machen mit endlosen Sandstränden und schnuckeligen kleinen Dörfern laden zum Entdecken ein. Wir genießen es in vollen Zügen. Der Backofen ist super! Wir haben ihn jeden Tag in Gebrauch. Wein ist auch noch genügend da. Wir freuen uns schon sehr auf euren Besuch! GLG HKQ

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  4. Hallo Mama und Papa 🙂 lese immer wieder gerne euren fantastischen block so weiß ich das es euch gut geht und sehe was ihr so schönes erlebt 🙂 Wünsche euch noch weiterhin alles gute, viel Spaß und viel Wind auf eurem Törn 🙂
    P.s wie ich sehe funktioniert euer Backofen sehr gut so muss Papa nicht stundenlang angeln 😁 hab euch lieb

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  5. Hi Katja,
    ist ja ganz schön abenteuerlich euer Trip. Zumindest hört es sich für mich als Landratte so an.
    soviel Wind…den kann ich nicht mal an Land leiden. Ich wäre vermutlich immer am Fische füttern 😉
    Gute Reise und viel Spaß
    lg
    Sarah

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  6. Hallo Ihr beiden. Dank Vesselfinder seid ihr nun ja wieder aufgetaucht 🙂 und man kann den Track verfolgen. Super! Freue mich über jeden neuen Bericht. Schön geschrieben :). Lasst es euch gut gehen. LG, Jutta und Rolf

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