24.08. – 01.09.15 – 132 Seemeilen bis zum Winterquartier

24.08.15 – Härnösand – Juniskär – Erstmal ausschlafen 🙂 Draußen ist eine dicke Nebelsuppe und wir sehen nichts!! Frühstück, Auto ausräumen, Schiff putzen, einkaufen und Leinen los. Der Nebel hat sich zum Glück komplett verzogen, die Sonne scheint!! Wir haben immer noch keine Nachricht aus Hudigsvall, ob es dort klappt mit dem Winterquartier. Wir könnten jedoch noch in Sundsvall fragen und so machen wir uns auf den Weg in die Richtung. Das Wetter soll schlechter werden und für Ende der Woche ist der erste Herbststurm angesagt. So müssen wir uns einen sicheren Hafen suchen. Die 35 Seemeilen sind ein Traum. Wir sitzen im T-Shirt und genießen noch einmal intensiv die warme Sonne.

Hafen von Juniskär

Hafen von Juniskär

In Juniskär angekommen, machen wir an einer SXK-Boje fest. Am Horizont haben wir einen dunklen Streifen entdeckt…ich rudere mit Queeny im kleinen Boot an Land zum Gassi gehen. Als ich mich umdrehe, sehe ich eine dicke Nebelwand auf uns zu kommen.

Nebelwand kommt

Nebelwand kommt

Ich rufe Hajo zu, daß er mit dem Schiff doch besser in den kleinen Hafen kommt, da ich ansonsten nicht mehr zurück finde…Wir machen an dem kleinen Steg fest und es dauert nicht lange, da verzieht sich der Nebel wieder. Der Herbst kommt mit großen Schritten… 😦

25.08.15 – Juniskär – Vindhem – Den ganzen Vormittag verbringe ich mit Blog schreiben und Bilder hochladen…und draußen ist bestes Wetter!!! Nein, ich kann das nicht in der Plicht erledigen, da die Sonne so blendet und ich dann auf dem Bildschirm gar nichts erkenne… 😦   aber ich mache das ja gerne 🙂 !! Heute ist Dienstag und es müßte die Nachricht aus Hudiksvall kommen. Doch es passiert nichts. Um 14.00 legen wir ab. Die kommenden Tage soll sich das Wetter sehr verschlechtern, morgen Regen und wir müssen dringend Wäsche waschen. Also wählen wir einen Hafen, noch näher an Sundsvall, mit Waschmaschine.  An den schon teilweise mächtigen Wellen erkennen wir den Wetterumschwung. Es muß schon irgendwo stärker der Wind wehen. Wir segeln die kurze Strecke von 5 Seemeilen und genießen die warme Sonne. Langsam bilden sich Wolken und kündigen den Regen an. Wir sind ungeduldig wegen dem Winterquartier, schauen ständig aufs Handy und die eMails. Um 18.30 dann endlich die Nachricht. Wir bekommen den Platz!! Also darf Gretchen im Winter in Schweden bleiben. Wir freuen uns sehr 🙂

26.08.15 – Vindhem – Skatan – Also auf Richtung Hudiksvall!! Das wird in den nächsten Tagen nicht einfach, da viel Wind angesagt ist…zu viel für uns. Nachdem drei Waschmaschinen gelaufen sind, legen wir ab. Es regnet, der Himmel sieht ungemütlich aus.  Wir setzen alle Segel, doch der Wind reicht nicht aus, um in einem vernünftigen Tempo voran zu kommen. Die Wellen sind teilweise sehr hoch und so lassen wir den Motor mitlaufen. Ca vier Seemeilen vor dem Ziel müssen wir die Segel bergen, da der Wind stark zugenommen hat und die Gischt schon überkommt. Nach insgesamt 30 Seemeilen erreichen wir das sehr gut geschützte Skatan.

Durch sehr enge Fahrwasser erreichen wir Skatan

Durch sehr enge Fahrwasser erreichen wir Skatan

Hier liegen wir an einem kleinen Steg, andem mal gerade zwei Schiffe Platz haben. Es gibt Küche, Dusche und Sauna und WLan 🙂

27.08.15 – Skatan eingeweht – wir stehen spät auf…Wind, Regen und ungemütlich, aber noch angenehme Temperaturen. Wir schauen unzählige Male verschiedene Wetterberichte durch, alle sagen das gleiche. Heute und morgen kein Weiterkommen!! Hier in Skatan gibt es außer geräucherten Fisch, der sehr lecker ist, nichts zu kaufen. So erkundigen wir uns nach dem Weg in die nächst größere „Stadt“. 16 Kilometer…Das nehmen wir uns für morgen vor.

Kleine Gästebrücke von Skatan

Kleine Gästebrücke von Skatan

Hamnstuga :)

Hamnstuga 🙂

Hamnstuga von innen.

Hamnstuga von innen.


29.08.15 – Skatan – Mellanfjärden
– Und weiter geht’s Richtung Winterplatz. Wetterbericht sagt guten Westwind, später drehend auf Süd und abnehmend. Wir segeln wunderbar, mit 14 Knoten Wind machen wir gute 5,5 Knoten Fahrt 😀 Wir haben als Ziel Höllik, den ersten Hafen in der Bucht von Hudiksvall. Doch es kommt anders…der Wind schläft aus Westen ganz ein, um nach einer Weile mit der gleichen Stärke aus Süd wieder zu wehen. Wir kreuzen…der Wind wird wieder weniger…das würde ewig dauern! Es sind immerhin 35 Seemeilen bis Höllik… Wir geben auf, drehen ab und fahren nach Mellanfjärden. Ein nettes Dörfchen. Am Abend werden überall Kerzen aufgestellt und wir wissen den Anlass nicht. Zudem haben wir einen wunderbaren Vollmond. Wir gehen früh schlafen, da morgen um vier Uhr wecken sein soll. Den Westwind, der in der Früh wehen soll, wollen wir ausnutzen, um um “ die Ecke“ zu kommen.

22.00 Uhr – Nachtrag! Jetzt wissen wir den Grund für die vielen Kerzen überall. Die Schweden verabschieden den Sommer und heißen den Herbst mit einer Lichternacht willkommen. Unbeschreiblich schön hier grad. Spiegelglattes Wasser in der Bucht, Vollmond und dazu die vielen Kerzen. Wir sitzen noch draußen, allerdings schon warm eingepackt und genießen den Anblick 😄

31.08.15 – Mellanfjärden – Insel Tunaholmen – wir stehen um 5.00 Uhr auf und legen eine halbe Stunde später ab. Frühstück gibts unterwegs. Wir wollen den angesagten Westwind von 3-4 Bft für uns nutzen. Später soll der Wind auf Süd drehen. Also los. Als wir auf die offene See kommen, finden wir spiegelglattes Wasser vor…kein Lüftchen weht. Und so bleibt es leider die gesamten 32 Seemeilen. Kein, aber auch gar kein Wind 😦 Ich sitze auf dem Vorschiff und genieße eine alte Dünung aus Süd, die den Bug von Gretchen teilweise ordentlich anhebt. Es ist warm, der Himmel strahlend blau. So entscheiden wir uns gegen den Hafen und machen an einer Boje an der Insel Tunaolmen fest. Hajo schläft und ich lese in der warmen Sonne. Gegen Abend fahren wir um die Ecke in eine kleine Bucht. Hier können wir an einem Schwimmsteg festmachen. Wir sind hier ganz allein! 🙂

Schöner Sandstrand und nette einsame Bucht

Schöner Sandstrand und nette einsame Bucht

31.08.15 – Tunaolmen – Hudiksvall – Wir nutzen das schöne Wetter für einen Spaziergang über die Insel zu einem kleinen Fischerdorf.

Fischerdorf auf der Insel Tunaolmen

Fischerdorf auf der Insel Tunaolmen

Und zu unserer Überraschung entdecken wir folgendes:

Hier wächst sogar Wein :)

Hier wächst sogar Wein 🙂

Am Horizont können wir schon die Wolkenbildung für das kommende schlechte Wetter sehen.

Wolkenwand

Wolkenwand

Wir segeln die 10 Seemeilen bis Hudiksvall, können sogar unseren Blister setzen! Das erste Mal auf unserer Reise!!

Abschiedsvorstellung mit Blister :)

Abschiedsvorstellung mit Blister 🙂

01.09.15 – Hudiksvall – Unsere erste Tat heute: Den Vertrag für das Winterquartier festmachen. Und damit erfahren wir auch unseren Krantermin…am 19.09. wird Gretchen aus der Ostsee gehoben. Danach gehen wir ins Tourismusbüro und erkundigen uns nach der Zugfahrt nach Härnösand, um unser Auto abzuholen. Es sollte nur eine Anfrage werden, da das Zugfahren mit Hunden hier nicht so einfach geht wie bei uns, und zwei Stunden später sitzen wir bereits im Zug nach Härnösand 🙂 Ups, das ging aber schnell. So haben wir jetzt unser Auto hier in Hudiksvall und planen die nächsten Tage.

4 Kommentare zu „24.08. – 01.09.15 – 132 Seemeilen bis zum Winterquartier

  1. Hallo Katja,
    wenn man in deinem Blog liest möchte man das es nicht aufhört,- einfach super!!
    Und das wichtigste: Alles alles Gute zum Geburtstag. Laß es Dir weiterhin so gut gehen und genieße es. Freue mich für Dich.
    Viele liebe Grüße aus Bayern senden Euch Karola, Christoph und Daniel

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  2. Mohoin! Aus Eurer langen Abwesenheit schliesse ich, dass Ihr Eurem neuen Outdoor-Equipment, dem Ausdauerwandermaterialbelastungstest unterzieht. Viel Spass dabei! Gruss Lieblingsschwägerschwester………..

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