06.04.15 – 11.04.15 endlich unterwegs

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06.04.15 – Finkenwerder – Geselau Schleuse NOK – Ostermontag. Um 5.00 war wecken, 6.15 sind wir pünktlich los. Auf der anderen Elbseite wartete die erste Überraschung. Meine Schwester Vivica joggte dort ganz fröhlich rufend mit einem roten Tuch in der Hand. Am nächsten Fähranleger dann die nächste Überraschung. Dort warteten meine Eltern und meine Schwester Nina mit Lebensgefährte Costa mit einem großes Transparent und Luftballons auf uns. Das war so schön und unverhofft, dass ich in Tränen ausbrach. Nun ist es tatsächlich so weit. Wir haben unsere Jobs an den Nagel gehängt, sind frühzeitig in Rente und erfüllen uns den Traum vom Segeln nach Haparanda.
Die Fahrt auf der Elbe verlief ohne Probleme. Zeitweise konnten wir das Vorsegel setzen, so dass wir 8 Knoten über Grund erreichten. In Brunsbüttel, über Funk an der Schleuse angemeldet, konnten wir sofort und ohne eine einzige Minute Wartezeit in die Schleuse einlaufen. Normalerweise wartet man hier bis zu zwei Stunden…
In Brunsbüttel Hafen kurz fest, um Gassi zu gehen und zu tanken. Nur war die Tankstelle leider 2,5 km zu Fuß…der Tank war noch nicht ganz leer und wir zu faul, die Fahrräder auszuladen. Also schleppten wir. Auf dem Rückweg hielt spontan ein Auto neben uns und man forderte Hajo auf, mit dem Tank ins Auto einzusteigen. Er wurde dann prompt zu unserem Schiff gefahren. Unglaublich und besten Dank an den Unbekannten!! Dann fuhren wir noch insgesamt 40 Km auf dem NOK bis zur Giselau Schleuse. Feierabend um 18.00!! Nach ausgiebig Gassi und klar Schiff ( aufräumen!) bereitete ich das Essen. Rouladen mit Knödeln!! Geschenk von Podi`s!! Danke, suuuuper lecker!!!!!!!!

P1020423   Gretchen in der Schleuse Brunsbüttel!!

07.04.15 –  NOK – Laboe – Um 6.00 klingelte der Wecker…das nennt man „Entschleunigen“…und weiter auf dem Kanal. Am Abend hatten wir festgestellt, seufz, dass der Kühlschrank nicht mehr funktionierte. Das Aggregat lief ohne Probleme, doch kalt war nix. Also was tun…? Hajo´s Idee: Kälte Techniker muss her. Gesagt und angerufen. In Rendsburg nach noch nicht mal einer halben Stunde „Wartezeit“ kam der Techniker an Bord. Und Fachmänner sind gut ausgebildet, also hieß es bald: Kühlflüssigkeit hat sich verabschiedet über eine undichte Verschraubung. Zwei Stunden später konnten wir Rendsburg mit einem funktionierenden Kühlschrank wieder verlassen und unsere eher langweilige, da nix zu sehen, Kanalfahrt fortsetzen. Der Wind hatte zugenommen, so dass wir im Kanal das Vorsegel setzen konnten. Segeln ist im Kanal verboten! Man muss den Motor laufen lassen. An der Kiel Schleuse angekommen, meldeten wir uns über Funk und konnten nach zehn Minuten Wartezeit mit zwei Ozeanriesen, einer Zwei-Mast-Bark und noch zwei Sportbooten in die Schleuse einfahren. Als sich das Tor öffnete…Hallo Ostsee 🙂  Das war so schön, dass wir noch bis nach Laboe weiterfuhren. Mit Motor und dem Vorsegel. Morgen wollen wir wieder früh raus, um dann Richtung Fehmarn zu segeln. Leider ist in dieser Richtung ein sehr großes Sperrgebiet der Bundeswehr. Schießübungen. Wenn wir nicht versenkt werden wollen, sollten wir dem ausweichen. Das bedeutet jedoch einen großen Umweg. Wir warten also auf morgen, schauen in den Himmel nach dem aktuellen Wetter und treffen eine Entscheidung…
Ein dickes Danke an Segel Raap!!! Das Sprayhood ist SUPER. Wir verkriechen uns dahinter, wenn es weht, schützen uns, wenn es regnet und können unsere ´Podlogar Hütte´ daran befestigen und haben damit viel Platz im Cockpit und Queeny ein großes Hundehaus 🙂  http://www.segel-raap.de

08.04.15 – Laboe – Wendtorf – Um 6.00 Weckerklingeln, Ohren meldeten zu viel Wind, umgedreht, weitergeschlafen 🙂 . Zu Laboe Hafen: Für unsere Kategorie bis acht Meter werden 13,- € Liegegeld kassiert. Im Hafen wird gebaut, außerdem sind die Toiletten und die Duschen wegen Umbau gesperrt und man muss in die örtliche Schwimmhalle ausweichen. Diese ist ca. 15 Minuten zu Fuß zu erreichen. Trotz dieser Umstände wird das volle Liegegeld kassiert 😦
Um 13.00 sind wir ausgelaufen. Nicht nach Fehmarn, wegen Schießgebiet für uns nicht zu erreichen, sondern nur mal Probesegeln nach Wendtorf. Erstes Segeln auf der Ostsee bei 3 Bft ( Beaufort ). Haben wir sehr genossen…
Ab nun sagen wir „Tschüss“ Deutschland, denn morgen um 5.00 segeln wir nach Dänemark. Wo genau, wird uns der Wind zeigen…
Ab jetzt kann auch der regelmäßige Eintrag hier leiden, da wir nicht wissen, ob, wann und wieviel wir im Internet sein können…wir tun unser Bestes!! Trotz Ausland sind wir weiterhin sichtbar über AIS 🙂

10.04.15 – Wendtorf – Marstal – Gestern wollten wir um fünf Uhr morgens starten. Leider war nichts zu sehen. Nebel!! So schliefen wir noch mal. Um acht war die Sicht besser, sodaß wir den „Sprung“ über die Ostsee wagten. Den Wind hatten wir von hinten, aber leider zu wenig, sodaß wir zwar das Vorsegel setzten, aber unter Motor weiterliefen. Ziel war Marstal auf der Insel Aerö. Ein sehr netter kleiner, gemütlicher Hafen. Nach einem Rundgang durch die schöne kleine Stadt, entschieden wir uns für einen längeren Aufenthalt.  Hallo Dänemark !

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Und hier mal ein paar Bilder, wie es nun bei uns im Schiff aussieht, nachdem wir alles eingerichtet haben.

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Heute, am Freitag 10.04. war fantastisches Wetter und null Wind. So konnten wir das erste Mal auf dieser Reise draußen frühstücken

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Dann erkundeten wir per Fahrrad die schöne Gegend. Queeny konnte endlich mal wieder rennen.P1020443

Morgen segeln wir wieder ein Stück weiter Richtung Haparanda. Am Sonntag soll laut Vorhersage der Wind verrückt spielen…9 Bft 😦 und da sollten wir nicht unterwegs sein…

Zu Marstal: Liegegeld 16,- €, Sanitäre Anlagen perfekt und sauber. Duschen mit Automat für 10 Kronen ausreichend. Sehr ruhiger Hafen, ganz wenig Autoverkehr, interessantes Maritimes Museum, super Strand, toller Kinderspielplatz. Hunde kein Problem.

11.04.15 – Marstal – Rudköbing – mal wieder alles richtig gemacht!! Grins !! Heute war um sieben wecken. Duschen 🙂 , Gassi, mit Fahrrad und Kanister zur Tankstelle…Und, juchuh mein Schwedisch kann ich auch hier in Dänemark anwenden. Dank meiner Kenntnisse bekamen wir schnell heraus, wie dieser Tankautomat funktioniert. Denn wie auch bei uns in Deutschland werden die Menschen einfach wegrationiert…Mit vollem Tank zurück zum Schiff, rein in die Schwerwetterkleidung, da warm und Schwimmweste ( Katja´s Anordnung ) und Leinen los. Der Wetterbericht sagt für heute Nachmittag Wind bis 7 Bft in Böen 9 Bft…zu viel für uns. Und das Barometer ist von gestern 1025 bis heute 1007 gefallen. Also ab hinter Langeland Richtung Rudköbing. Wir segeln bei anfangs 3 Bft dann abnehmend 2. Die Schwerwetterkleidung wird zu warm. Das Thermometer zeigt 20 Grad!!! Die Ruhe vor dem Sturm…Hajo probiert das Angeln:

.P1020455 und was gibt es heute zu essen ? :)…Suppe mit Brot ohne Fisch 🙂   🙂   🙂  Macht nix, gestern gab es Fleisch vom Grill, frischen Bio Kohlrabi von Vivi und Dänische Kartoffeln.( Und das alles unter freiem Himmel, da Wetter super!!) Kaum angelegt, nahm der Wind heftig zu. Gassi und zu Fuß Gegend erkundet und dann kam die schwarze Wand am Himmel. Wir schafften gerade noch die Plane drüber, dann brach der Regen los. Freu… Sicher im Hafen und dann Regen und Sturm. Das hat was !
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gemütlich unter unserer Plane = Podlogar Hütte.                       Ich hätte nicht gedacht, dass ich so oft und regelmäßig schreiben kann. Doch in jedem Hafen scheint es WLan zu geben. Hoffentlich geht das so weiter.                                       Zu Rudköbing: Liegegeld 20,- € am Automaten entweder mit Karte Maesto oder Kredit, Dänischer Krone oder Euro aber nur 5 oder 20 € Scheine. Keine Münzen. Duschen nicht die Neuesten, aber sauber und ok. Hier muß man für Warmwasser 5 Kronen einwerfen, bekommt diese aber sofort zurück. Strom inklusiv. Waschmaschinen und Trockner vorhanden. Aldi auch da. Zehn Min zu Fuß. Gibt alles wie bei uns zu vernünftigen Preisen. Hier liegt man ruhig ( kein Stadtlärm ) und sicher.

 

8 Kommentare zu „06.04.15 – 11.04.15 endlich unterwegs

  1. Hallo Katja hallo Hajo, haben heute von Sascha über Euren Törn erfahren. Wir finden es toll was Ihr vor habt. Und sind natürlich auch etwas neidisch über die kommenden Eindrücke der Reise. Wir wünschen Euch viel Spaß und immer eine Handvoll Wasser unterm Kiel. Wir werden auch versuchen Eure Reise zu verfolgen. Grüße Lydia und Roland aus den alten Grado Zeiten

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  2. Guten Morgen ihr Weltenbummler. Das wird mir langsam zur lieben Angewohnheit. Morgenkaffee und dann erst mal gucken was Katja macht!
    Ich soll schön von Emma grüßen.
    Ahoi aus Sonnen

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  3. Das war ein toller Abschied.Nun seid ihr unterwegs und wir sind gar nicht neidisch grrrrr.😁😁Danke für den ersten Bericht.Gute Weiterfahrt.⛵️⛵️

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  4. Zum ersten Kaffee in der Früh und vorm Bett gehen schauen wir nach, wie es Gretchen und ihren Bewohnern geht. Wir freuen uns für Euch und vor allem über jedes Lebenszeichen.

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  5. Hallo Mama und Papa 🙂 lese mir oft euren fantastischen block durch so weiß ich das es euch gut geht 🙂 finde es weiterhin super das ihr euch euren Traum erfüllt habt und wünsche euch für eure Weiterfahrt alles gute, viel Spaß und immer genug Wind 🙂 hab euch lieb

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  6. Freude,ihr seid wieder aufgetaucht.Es macht riesig viel Spaß, euren Berichten zu folgen.Interessante Erfahrungen und Erlebnisse.Und dank dem Smutje für seine Ideeenvielfalt.Sprich:Das Essen schmeckt.Aber Hajo enttäuscht mich doch sehr.Die Ostsee ist voller Fische, wieso erwischt er keinen?🐡🐡Gute Weiterfahrt.

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