17.07. – 13.08.15 – Wunderschöne Högaküste

17.07.15 – PatholmsvikenInsel Malmön – wir verlassen nicht so früh wie wir eigentlich vor hatten ( schnarch ) den Hafen und segeln 🙂 bei gutem Wind Richtung Süden. Wir wollen heute so weit es geht, möglichst bis Anfang der Högaküste, kommen. Das Wetter sagt für morgen nichts Gutes und die folgenden Tage soll es auch nicht so besonders werden. Wir segeln ca die Hälfte der insgesamt 60 Seemeilen, dann schläft der Wind ein und wir haben Bilderbuchwetter. Sitzen im T-Shirt 🙂 🙂 in der Plicht!! Um 20.30 machen wir an der Insel Malmön fest. Dort befindet sich nur ein kleiner Steg, der direkt vom Strand ins Wasser geht. Es liegen schon einige Schiffe dort, doch wir finden noch einen Platz, da wir ja nicht so viel Tiefgang haben. Unser Bug liegt fast auf dem Strand. Die Menschen hier gehen baden…18 Grad Wassertemperatur…naja. Mal sehen, wann wir uns überwinden können.

18.07.15 – Malmön – Örnköldsvik – Um halb neun sind wir bereits unterwegs. Es sind nur noch 6 Seemeilen bis Örnköldsvik und das Wetter soll sich heute kräftig verschlechtern.

Örnköldsvik - die dunklen Wolken ziehen schon heran

Örnköldsvik – die dunklen Wolken ziehen schon heran

Als wir im Hafen ankommen, finden wir gerade noch einen Platz. Alles voll. Am Pier große Überraschung! Franzi und Toni sind da. Sie waren in der Nähe zum Wandern und wollten uns nochmals sehen. Wir freuen uns riesig. Es dauert nicht lange, fängt es an zu wehen und stark zu regnen. Das Schiff schaukelt kräftig, wir ziehen es vor, lieber bei Toni im Womo zu sitzen. Später kochen wir wieder zusammen und genießen den nun wirklich letzten Abend.

Blick aus unserem Fenster. Die Nacht wird wieder dunkler...

Blick aus unserem Fenster. Die Nacht wird wieder dunkler…

19.07.15 – Örnköldsvik – Für elf Uhr habe ich die Waschmaschine gebucht. Es ist wieder T-Shirt Wetter und wir stürzen uns in die Arbeit. Wir werden hier unseren Gast für die nächsten drei Wochen aufnehmen. Also müssen wir Platz schaffen, für die Gästekoje.

Wir schaffen Platz für unseren Gast. Erstmal Chaos...

Wir schaffen Platz für unseren Gast. Erstmal Chaos…

Wir waschen das Schiff innen und außen. Mittags sind wir bereits fertig und freuen uns nun auf den Aufenthalt an der Högaküste. Die Högaküste ist die einzige bergige Region an der schwedischen Ostseeküste und besticht mit einer atemberaubenden Natur. Sie zieht sich über 50 Seemeilen an der Küste entlang und wir werden uns hier mindestens drei Wochen „Urlaub“ nehmen 🙂

20.07.15 – Örnsköldsvik – Malmön – unser Gast, meine Neffe Moritz, ist an Bord 🙂

Mo zieht mit Sack und Pack bei uns ein.

Mo zieht mit Sack und Pack bei uns ein.

Wir gehen gemeinsam einkaufen, verabschieden seine Eltern und legen ab. Wir entscheiden uns nochmals für die Insel Malmön, da es dort sehr schön ist. Mo und ich machen einen weiten Spaziergang einmal über die Insel und entdecken eine traumhafte Bucht. Leider haben wir kein Fotoapparat dabei… 😦 Auf dem Rückweg sammeln wir Holz für unser Lagerfeuer. Wir grillen und sitzen lange am Feuer.

Lagerfeuerromantik und gegrilltes Fleisch...Kann es besser sein??

Lagerfeuerromantik und gegrilltes Fleisch…Kann es besser sein??

21.07.15 – Malmön – Insel Trysunda – Jugendliche schlafen gerne sehr lang…wir auch. Also spätes Frühstück und dann Leinen los. Wir segeln mit 4 Bft zur 7 Seemeilen entfernten Insel Trysunda.

Gästehafen auf der Insel Trysunda. Mit voll eingerichteter Küche, sauberer Dusche und WC.

Gästehafen auf der Insel Trysunda. Mit voll eingerichteter Küche, sauberer Dusche und WC.

Sie ist eine der schönsten Inseln an der Högaküste. Deshalb bleiben wir auch zwei Tage. Das Wetter ist damit einverstanden und als wir am schönen Sandstrand unsere Decke ausbreiten, dauert es nicht lange und die Sonne lacht vom Himmel.

Der Sommer ist da :)

Der Sommer ist da 🙂

„Wenn nicht jetzt…wann dann?“ also rein in den Bikini und ab in die Ostseefluten. Naja…nass gemacht, drei Schwimmzüge und schnell wieder an Land. 18 Grad sind uns denn doch zu kalt 😦 Mo bleibt länger drin und tobt mit Queeny durchs Wasser. Er hat einen Neoprenanzug an…klarer Vorteil 🙂

Mo der Taucher

Mo der Taucher

Eine weitere Bucht nur mit Kieselsteinen...

Eine weitere Bucht nur mit Kieselsteinen…

Blick auf die Hafenbucht von Trysunda. Sehr geschützt.

Blick auf die Hafenbucht von Trysunda. Sehr geschützt.

23.07.15 – Trysunda – Köpmanholmen – der Himmel sieht grausam aus 😦   Dunkle Wolken, es regnet immer wieder mal. Wir legen ab und segeln auch wieder nur eine kurze Strecke in den Ort Köpmanholmen am Festland. Hier wollen wir einkaufen und morgen zu einer dreitägigen Wanderung in den Skuleskogen Nationalpark aufbrechen. Köpmanholmen ist nur ein sehr kleines Dorf. Nach einigem Suchen finden wir doch noch einen ansprechenden Supermarkt, indem wir alles bekommen, was wir brauchen. Zurück am Schiff, packen wir unsere Rucksäcke für morgen und kochen in der Hafenküche Spaghetti Bolognese. Dann kann ich endlich wieder einmal einen Blogeintrag machen, da auf den Inseln der Empfang sehr schlecht ist. WLan gibt es hier allerdings auch nicht, sodaß das Video noch warten muß.

Hier das versprochene Video…eeeendlich

24.-26.07.15 – Wanderung im Nationalpark Skuleskogen – obwohl das Wetter nicht einladend aussieht, schultern wir unsere Rucksäcke und marschieren los. Es sind erstmal sieben Kilometer auf der Strasse bis zum Eingang des Parks. Öde. Im Ort kaufen wir noch die fehlenden Lebensmittel. Die Rucksäcke sind entsprechend schwer. Auch die obligatorischen hart gekochten Eier 🙂 sind dabei…Dann fängt es an zu regnen…nein, es gießt in Strömen. Zum Glück ist in der Nähe eine kleine Grillhütte und wir können uns unterstellen. Der Wanderweg durch den Park ist landschaftlich sehr abwechslungsreich. Nach 12 Kilometern entscheiden wir uns, an einem Übernachtungsplatz mit Grill und Schutzhütte zu bleiben, da das Wetter keine gute Fernsicht zuläßt und es unsinnig wäre, heute auf den Gipfel zu steigen.

An diesem schönen See schliefen wir eine Nacht im Zelt

An diesem schönen See schliefen wir eine Nacht im Zelt

Wir stellen die Zelte an einem See auf und machen Feuer für unser Grillfleisch.

Unsere Unterkunft.

Unsere Unterkunft.

Es sind noch andere Wanderer da. Ihnen läuft beim Anblick unserer guten Verpflegung das Wasser im Mund zusammen. Sie ernähren sich von Fertiggerichten in der Tüte…Ihh 😦 Am nächsten Morgen, unser Kaffeewasser wird auf dem offenen Feuer zubereitet,

Echte Wild-West Romantik. Fehlt nur noch mein Pferd...

Echte Wild-West Romantik. Fehlt nur noch mein Pferd…

lacht die Sonne vom Himmel. Perfekt 🙂 Eine dicke Wolke finden wir noch am Horizont, doch die löst sich irgendwann auf und unserem Weg auf den Gipfel steht nichts mehr im Wege.

Sehenswerte Wolke...finde ich

Sehenswerte Wolke…finde ich

Auf dem Weg dahin müssen wir durch einen dicken Felsspalt hindurch. Hier geht es sehr steil hoch und da es gestern noch geregnet hat, sind die Felsen recht rutschig.

Big Split - am Ende geht eine Treppe hoch, auf der stehe ich für das Foto.

Big Split – am Ende geht eine Treppe hoch, auf der stehe ich für das Foto.

Jetzt weiß ich, wie schwer meine Pferde immer zu tragen haben... :)

Jetzt weiß ich, wie schwer meine Pferde immer zu tragen haben… 🙂

Der direkte Weg zum Gipfel ist uns zu steil und zu gefährlich. So nehmen wir einen Umweg in Kauf und gehen einmal um den Gipfel herum, um auf der anderen Seite leichter hinauf zu kommen.

Wir sind alle heil und glücklich oben angekommen.

Wir sind alle heil und glücklich oben angekommen.

Ein fantastischer Rundumblick ist die Belohnung für die Kraxelei

Hier sind einige Inseln der Högaküste zu sehen.

Hier sind einige Inseln der Högaküste zu sehen.

Wir steigen vom Gipfel wieder herunter und gehen Richtung Süden weiter. Wir haben vor, bis zu dem Campingplatz, auf dem meine Schwester und ihr Mann stehen, zu laufen und sie zu überraschen. Aaaber, der Weg ist laaang… 😦   Wir rufen sie an und sie müssen uns abholen. Das Laufen auf der Teerstrasse macht auch keinen Spass. Am Campingplatz angekommen, stellen wir unsere Zelte direkt neben den Wohnwagen meiner Schwester und bereiten zusammen unser Abendessen.

27.07.15 – Köpmanholmen – Als wir aufwachen, regnet es in Strömen…wir frühstücken im Wohnwagen und brechen dann unsere Zelte ab und fahren gemeinsam mit Vi und Piet nach Köpmanholmen. Dort heißt es Klamotten und Zelt trocknen. Wir verbringen den Tag mit Bilder gucken und nix tun. Es regnet den ganzen Tag und die Nacht… 😦

28.07.15 – Köpmanholmen – Ulvön – Mittags läßt der Regen nach und wir segeln los zur nächsten Insel. Vi und Piet fahren mit Wohnwagen ins Landesinnere. In Ulvön machen wir mit dem Bug an Land und mit Heckanker fest. Einsamkeit. Wir sind alle drei sehr müde, da Familientage, bzw Abende immer lang sind…also gehen wir früh in die Kojen und ich vergesse glatt von Ulvön Fotos zu machen… 😦

29.07.15 Ulvön – Norrfällsviken – Nach einem gemütlichen Frühstück draußen in der Plicht lösen wir die Leinen und fahren aus der Bucht wieder auf das offene Wasser. Dort ist alles glatt und es weht nur ein mäßiger Wind. So erlauben wir Moritz, mit dem Tender neben uns her zu fahren.

Mo hat richtig Spaß mit dem kleinen Boot

Mo hat richtig Spaß mit dem kleinen Boot

Wir laufen in eine kleine Bucht ein und gehen dort Gassi und essen Mittag. Inzwischen hat der Wind zugenommen, sodaß wir nun gut segeln können. Es dauert nicht lange und am Horizont taucht eine dicke schwarze Wolke auf. Gewitter!! Wir nehmen die Segel wieder runter und fahren den Rest der Strecke mit Motor. Beim Festmachen im Hafen beginnt es heftig an zu regnen. Das ist der schwedische Sommer…Im Hafen haben wir WLan 🙂 endlich…

30.07.15 – Norrfällsviken – Hummelvik – Gestern haben wir noch lange in dem gemütlichen Aufenthaltsraum gesessen und den Blog bearbeitet. Deshalb fiel das Aufstehen heute Morgen besonders schwer. Das muß jetzt mal gesagt werden: Hier in Schweden sind die Häfen sehr klein, d.h. es gibt meist nicht sehr viele Liegeplätze. Doch die Einrichtungen sind alle top in Ordnung. Nirgens haben wir bisher unsaubere Sanitäre Einrichtungen erlebt und in fast jedem noch so kleinen Hafen gibt es eine Küche und Aufenthaltsraum meist auch mit Fernseher ( den wir aber nicht nutzen ). In der Hochsaison ( haben wir jetzt 🙂 ) ist es wegen der wenigen Liegeplätze ratsam, schon am Vormittag irgendwo anzukommen, damit man noch einen Platz bekommt. Nur…dieser Sommer ist anders. Wir treffen wenig andere Segler, durchweg aus Schweden, wenige Finnen und bisher einen Deutschen. Wir wollen heute an einer Boje festmachen, die dem schwedischen Kryssaklubben gehört, in dem wir Mitglied sind. Wir segeln die 7 sm und finden die Boje in der schönen Bucht tatsächlich leer vor. Wir freuen uns 🙂

Kryssaklubben Boje in Hummelvik

Kryssaklubben Boje in Hummelvik

Kaum festgemacht, beginnt es wieder zu regnen. Ich mache Fischauflauf und danach backe ich ein Brot. Was tut man bei Regen??? Viedeoabend 🙂

31.07.15 – Hummelvik – Bönhamn – Wir sitzen noch beim Frühstück, als es vom Strand her pfeift. Wir schauen raus und sehen dort einen Mann stehen. Er ruft uns auf englisch zu, dass wir bei ihm privat zu Hause duschen können 🙂 Nice!! Hajo hatte ihn in der Früh beim Gassi gehen getroffen und gesagt, dass wir heute wieder weg „müssten“ , da seine Frau ( ich ) duschen müsste…DAS ist schwedische Gastfreundschaft 🙂 Wir legen ab und segeln nur mit Vorsegel da sehr böiger Wind weht und…es regnet 😦

Eine Gewitterwand rollt auf uns zu...

Eine Gewitterwand rollt auf uns zu…

Nach nur 2 sm erreichen wir das populäre Bönhamn. Hier machen wir mit Heckanker an einer Gästebrücke fest. Ein schwedischer Segler ist schon da.

Dieser Hafen zählt mit zu den schönsten an der Högaküste und ist meistens voll belegt...

Dieser Hafen zählt mit zu den schönsten an der Högaküste und ist meistens voll belegt…

Es regnet immer noch und so verziehen wir uns mit Laptop und Kartoffelpufferteig in die Küche. Hier bearbeiten wir Bilder und ich brate unendlich viele Kartoffelpuffer, bis meine Männer satt sind. Danach braucht Hajo einen Verdauungsschlaf und Mo und ich gehen auf dem `Naturstig` spazieren.

Populäres Bönham

Populäres Bönhamn

Kleine enge Gassen und Holzäuser im Kern von Bönham. Hier gibt es nur ein Cafe, sonst nichts.

Kleine enge Gassen und Holzäuser im Kern von Bönhamn. Hier gibt es nur ein Cafe, sonst nichts.

Auch hier wieder eine tolle Aussicht :)

Auch hier wieder eine tolle Aussicht 🙂

Der Wind nimmt am Abend kräftig zu und wir müssen seitlich zusätzlich Leinen ausbringen, damit wir nicht so hin und her schwoien.

01.08.-06.08.15 – Barsta – Als wir in Barsta ankommen, sind meine Schwester und ihr Mann bereits da. Wir verbringen ein paar letzte Tage gemeinsam, bevor sie wieder zurück nach Deutschland müssen. Am Sonntag nehmen wir die Fähre zur Insel Högbonden, um die Insel zu bewandern.

Wir fahren mit einer Fähre nach Högbonden.

Wir fahren mit einer Fähre nach Högbonden.

Ganz bewußt entscheiden wir uns für die Fähre und nicht unser Schiff, da der Liegeplatz nicht geschützt sein soll. Und tatsächlich behalten wir recht. Ein Segelschiff, dass dort festgemacht hat, wird von den Wellen derart hin und her geworfen, dass die Heckreling bricht. Wir sind sehr froh, nicht an deren Stelle zu sein.

Aussicht von der Insel Högbonden

Aussicht von der Insel Högbonden

Wir gehen auf der kleinen Insel spazieren und legen uns anschließend in die Sonne.

Vi macht Pause...

Vi macht Pause…

Am Montag ist der Wind günstig und das Wetter super. So unternehmen wir einen Segeltörn nach Hummelvik und machen an der SXK Boje Pause. Mo fährt im Beiboot und geht schwimmen. Ein sehr schöner Tag.

Der Hafen Barsta liegt direkt an einem Stellplatz für Wohnwagen. Für uns sehr günstig!!

Der Hafen Barsta liegt direkt an einem Stellplatz für Wohnwagen. Für uns sehr günstig!!

Am Dienstag teilen wir uns. Vi und ich gehen spazieren und Mo und Piet fahren Fahrrad. Hajo? 🙂 schläft !

Am nächsten Tag machen wir gemeinsam eine Wanderung auf dem Högaküsten Wanderweg. Unterwegs fängt es an zu regnen 😦 …wir sind froh, als wir nach vier Stunden endlich Schiff und Wohnwagen erreichen 🙂

Am Donnerstag heißt es Abschied nehmen. Wir legen ab in Richtung Süden und Vi, Piet und Mo fahren zurück. Urlaub beendet 😦   Wir motoren, da der Wind direkt von vorne kommt, nach Lövvik. Der Anleger liegt sehr geschützt weit ab von der offenen See.

Tolle Abendstimmung in Lövvik

Tolle Abendstimmung in Lövvik

07.08.15 – Lövvik – Wir werden durch helle Strahlen geweckt. Die Sonne scheint, der Himmel ist blau. Heute ist Sommer!! Wir entscheiden uns, hierzubleiben und den Sommertag zu genießen.

Auf dem Bauch liegen in der Sonne und lesen...herrlich

Auf dem Bauch liegen in der Sonne und lesen…herrlich

Da es hier eine Waschmaschine gibt, nutze ich die Gelegenheit und wasche. Da kein Trockner vorhanden ist, muß ich alles auf dem Schiff aufhängen. Nach nur drei Stunden ist alles trocken 🙂 Und !! 🙂 🙂 in dem Haus, welches zur Hafenanlage gehört, befinden sich zwei Zimmer mit je drei Betten (für Wanderer)  und eine Küche UND WLan 🙂 So kann ich endlich wieder am Blog arbeiten und auch wieder einen Film einfügen…Viel Spaß 🙂

08.08.15 – Lövvik – Lustholmen – wir verlassen das schöne Lövvik, nachdem wir noch ausgiebig auf der Terasse gefrühstückt und uns ein wenig mit den Schweden ausgetauscht haben. Gleich nach dem Ablegen setzen wir die Segel.

Ansicht von dem gemütlichen Hafen Lövvik

Ansicht von dem gemütlichen Hafen Lövvik

Wir sind schon um die nächste Ecke gesegelt, da fällt mir ein, dass wir vor lauter Freude über das warme Wetter das Bezahlen der Hafengebühr vergessen haben. So kehren wir schnell wieder um und holen das nach. Hier muss man auch, wie fast überall, seinen Schiffsnamen auf einen Umschlag schreiben, Datum und die 200,- SK für zwei Nächte dazu und ab in den Briefkasten. So einfach ist das. Dann verlassen wir endgültig den Hafen. Zum ersten Mal segeln wir im T-Shirt und kurzen Hosen 🙂

warmes Segelwetter...endlich :)

warmes Segelwetter…endlich 🙂

Wir haben als Ziel die sehr kleine Insel Valön ausgesucht. Hier gibt es nur einen Steg, der an den Strand führt. Zur Westseite hin ist freies Wasser und alles ungeschützt. Nach einem kleinen Spaziergang schaffen wir grad noch die Plane drauf, dann fängt es ordentlich an zu regnen und zu wehen…natürlich aus West!! 😦 Die Wellen werden immer höher und schlagen uns schließlich in die Plicht…wir müssen hier weg! Inzwischen ist es jedoch schon fast neun und es wird dunkel.

Auf unserer Flucht: ein wunderschöner geschlossener Regenbogen

Auf unserer Flucht: ein wunderschöner geschlossener Regenbogen

Wir fahren 5 Seemeilen bis in das sichere Lustholmen. Hier liegen sehr viele Schiffe, doch wir bekommen noch ein Plätzchen. Der ansässige Verein feiert Saisonende.

Lustholmen liegt sehr geschützt hinter einer kleinen Insel, die jedoch durch einen Strand mit dem Festland verbunden ist.

Lustholmen liegt sehr geschützt hinter einer kleinen Insel, die jedoch durch einen Strand mit dem Festland verbunden ist.

09.08.15 – Lustholmen – Wir schlafen nicht besonders lang, da es draußen schon warm ist 🙂 und es uns in die Sonne zieht. Wir gehen spazieren und verbringen den restlichen Tag mit lesen und Sonne genießen.

Ein sehr schöner Hafen - Lustholmen. Da bekommt man Lust, noch zu bleiben :)

Ein sehr schöner Hafen – Lustholmen. Da bekommt man Lust, noch zu bleiben 🙂

So nebenbei beschäftigen wir uns auch schon mal mit dem Ende unserer Reise…Wir haben beschlossen, unser Schiff im Winter hier in Schweden zu lassen und die Reise im nächsten Jahr fortzusetzen. Der Göta-Kanal ist landschaftlich zu schön, um einfach nur durchzufahren. Wir würden das in diesem Jahr nicht mehr schaffen, da ab 15.08. die Saison auch im Göta-Kanal beendet ist. Da unser Sohn gerade Urlaub hat, kam uns die Idee, ihn mit der Überführung unseres Autos zu beauftragen.

10.08.15 – Lustholmen – Härnösand – Die drei Seemeilen bis Härnösand schaffen wir gemütlich nur mit Vorsegel, da wir keine Lust haben, für die kurze Strecke das Groß zu setzen. Wir werden faul 😉 Der Gasthafen befindet sich direkt in der Stadt an einer gut befahrenen Brücke in der unmittelbaren Nähe zu drei großen Einkaufsmärkten. Wir sind die einzigen Gäste in diesem Hafen, können uns also einen Platz aussuchen. Wir zahlen 180,- SK für eine Nacht und bekommen dafür den Code für die heißen Duschen. Eine gemütliche Küche mit Aufenthaltsraum suchen wir vergebens. Dafür haben wir Stadtflair, was nach drei Wochen Outback ja auch nicht schlecht ist. Wir gehen einkaufen und genießen danach noch die Sonne.

11.08.15 – Härnösand – Wie geht es Eltern, die vier lange Monate ihre Kinder nicht gesehen haben ?? Richtig, wir sind ganz aufgeregt vor Freude. Wir putzen das ganze Schiff, innen wie außen und zählen die Stunden…Von Passau nach Rostock, die Fähre nach Trelleborg und über Stockholm zu uns…2100 km…das dauert. Inzwischen ist die Sonne leider wieder weg. Es regnet 😦

12.08.15 – Härnösand – Lustholmen – Phil ist da!! Nach ausgiebigem Frühstück und einkaufen, legen wir ab und segeln Richtung Norden. Nein, keine Angst, wir fahren nicht noch einmal nach Haparanda!! Die schönen Plätze Richtung Norden kennen wir schon und deshalb segeln wir dort hin, wo es schön ist und wir uns auskennen. Wir haben ja nur ein paar Tage mit Phil. Wir machen wieder in Lustholmen fest. Phil angelt und hat Spaß mit dem kleinen Boot.

Phil gibt sich große mühe, für unser Abendessen zu sorgen...

Phil gibt sich große mühe, für unser Abendessen zu sorgen…

Nicht nur Mo hatte Spaß mit dem kleinen Boot :)

Nicht nur Mo hatte Spaß mit dem kleinen Boot 🙂

Man sieht ihm die Gaudi an...

Man sieht ihm die Gaudi an…

Am Abend grillen wir am offenen Feuer einen leckeren Lachs…nein, nicht selber gefangen, aber selber gekauft 🙂

Phil macht Papa die Haare schön :)

Phil macht Papa die Haare schön 🙂

Wir sitzen bis spät abends am Strand und genießen uns drei.

Da tanzt das Mutterherz Polka :)

Da tanzt das Mutterherz Polka 🙂

13.08.15 – Lustholmen – Lövvik – Wir haben super Wind zum Segeln und das nutzen wir für einen schönen Törn nach Lövvik. Unterwegs springt unsere Logge auf 2000 Seemeilen!! Das muß gefeiert werden!

2000 Seemeilen - ein weiter Weg :)

2000 Seemeilen – ein weiter Weg 🙂

In Lövvik belagere ich gleich wieder die Waschmaschine und Phil versucht sein Glück mit der Angel. Und, diesmal beißt einer an, doch leider zu klein und wir schenken ihm die Freiheit wieder 🙂

Phil hat einen kleinen Fisch gefangen. Fischprofi Hajo befreit den Fisch vom Haken.

Phil hat einen kleinen Fisch gefangen. Fischprofi Hajo befreit den Fisch vom Haken.

Am Abend kochen wir Spaghetti in der Hafenküche und treffen dort deutsche Wanderer.

04.07. – 16.07.15 Töre – Patholmsviken

04.07.15 – Töre nach Junkön – wir starten um kurz vor acht…obwohl es in Strömen regnet…das kostet uns eine riesen Überwindung…doch in Töre wollen wir nicht länger bleiben. Wind weht nur mäßig, wir lassen den Motor laufen. Die Gegend ist wunderschön, dann kommen wir auf die offene See. Auch hier kein Wind zum Segeln. Kurz vor Junkön lassen wir uns treiben und angeln. Wie immer ohne Erfolg. Als eine schwarze Regenwand, es hatte inzwischen aufgehört zu regnen, immer näher kommt, fahren wir in den kleinen Hafen.

Insel Junkön.

Insel Junkön.

Fast alle Plätze sind belegt, wir machen als vorletztes Schiff seitwärts am Steg fest.

voller Hafen auf der Insel Junkön

voller Hafen auf der Insel Junkön

Als wir gemütlich in der Plicht sitzen, kommen noch einige Schiffe hinzu. Es wird turbulent und wir helfen einem Segler beim Anlegen, da der Wind inzwischen kräftig weht und er droht ins Flachwasser zu treiben. Endlich mal Aktion! Wir heizen im Schiff, da es wieder kalt geworden ist. In der Nacht nimmt der Wind weiter zu und ich stehe um eins auf und befestige die Plane über unserem Fenster. Sie flattert laut auf Deck. Danach freue ich mich, in ein warmes Bett kriechen zu können. Es ist sehr kalt…

05.07.15 – Junkön – Sandholmen – wir wollen um sieben aufstehen, doch der Wecker klingelt nicht! Habe ihn verkehrt eingestellt… Um zehn stehen wir auf. Der Wind hat sich etwas beruhigt und weht nun in einer perfekten Stärke für uns aus Nord. Wir frühstücken gemütlich wie es sich für einen Sonntag gehört mit Brötchen ( aufgebacken ). Dann große Gassirunde mit Queeny. Danach, wir machen das Schiff bereits seeklar, entwickelt sich ein nettes Gespräch mit den im Hafen liegenden schwedischen Seglern. Eine Menge guter Tipps geben sie uns mit auf die Reise. Es ist erfrischend mal wieder unter Menschen zu sein. Wir genießen es, denn die Gespräche mit anderen fehlen uns. Die Schweden zollen uns Hochachtung und Respekt, dass wir mit einem so kleinen Boot über so eine lange Zeit durch für uns völlig unbekannte Gewässer segeln.
Um 12.45 legen wir endlich ab. Die Sonne ist warm, ich liege auf dem Vorschiff und genieße. Wir segeln mit Amwindkurs. So langsam dreht der Wind über Ost nach Süd, die Welle nimmt zu. Nach 42 Seemeilen und acht Stunden auf See laufen wir um 20.30 in die Bucht von Sandholmen ein und machen an einem Schwimmsteg fest. Nach ausgiebig Gassi und Abendessen schreiben wir am Blog. Dann hören wir Motorengeräusche und gehen nach draußen. Nein…ein deutscher Segler macht gegenüber von uns fest. Wir helfen und unterhalten uns kurz. Dann verschwinden wir wieder unter Deck. Die Heizung läuft…  es sind jetzt, um 24.00 Uhr nur noch 8 Grad…morgen wollen wir weiter, denn hier in Sandholmen ist es landschaftlich sehr schön, doch die E4 ist in unmittelbarer Nähe und man hört den Verkehr…nichts für uns…

07.07.15 – Sandholmen – ja, immer noch hier…das Wetter hat sich extrem verschlechtert. Kalt, Regen, starker Wind aus Süd…Inzwischen, der deutsche Segler ist gestern wieder weiter, sind noch zwei Schweden und ein Norweger hinzu gekommen. Alle sind in ihren Schiffen verschwunden. Wir gehen auch nur raus, weil wir mit Queeny gehen müssen…Von Sommer ist hier nichts zu spüren. Wir heizen und trinken heißen Tee. Im Schiff ist wieder alles feucht. Haben Teebeutel wegschmeißen müssen, da sie an der Außenwand lagen und verschimmelt sind…Jetzt, am Nachmittag, ist das Thermometer auf 12 Grad gestiegen. Das Barometer ist im Keller. Für die nächsten Tage kein gutes Wetter in Sicht.

08.07.15 – Sandholmen – wollen heute weiter. Wecker klingelt um fünf…ein kurzer Blick nach draußen genügt. wir bleiben! Regen, kalt, Nebel und zwei Meter Welle aus Süd. Da wollen wir hin. Also müssen wir gegenan. Nein danke!!

Wir schlafen weiter 😆. Als wir gerade beim Frühstück sitzen, hören wir Stimmen auf dem Steg. Dort versuchen der Norweger und der Schwede den zweiten Schweden, ein älterer Mann mit einem ca fünf Meter langen Segler, davon zu überzeugen, heute lieber nicht auszulaufen. Auch sie würden bleiben, beide haben ca 12 Meter Segler, das Wetter würde heute noch schlechter werden. Aber er will weg. Ohne Ais und Radar im Nebel lebensgefährlich. Auch wir können ihn nicht überzeugen zu bleiben. Wir haben ihn nicht mehr gesehen…        Dann  machen wir einen langen Spaziergang, leider immer an der E 4 entlang zu einem kleinen Markt. Wir kaufen Lebensmittel, bekommen sogar gutes Grillfleisch. Wieder zurück, wärmen wir uns in der kleinen Sauna auf und duschen. Das ist ein Abenteuer, denn Hajo muss erst das Holz hacken, den Ofen einheizen. Die Dusche funktioniert folgendermaßen: man mixt das heiße Wasser, welches von dem Ofen angeheizt wurde mit kaltem Wasser in einem Eimer und übergießt sich dann. Fertig 🙂  Abends sitzen wir gemütlich, warm eingepackt bei zehn Grad Außentemperatur am Feuer und Grillen unser Fleisch. Juchhu, es hat aufgehört zu regnen.  Für morgen sagt der Wetterbericht schweren Sturm. Wir sind gespannt.

09.07.15 – Sandholmen – es gießt in Strömen. Nicht mit uns. Es reicht!! Wir ziehen unsere Regenhosen und Jacken und die Wanderstiefel an und wandern auf einen nahegelegenen Berg. Ein Schwede hat uns diesen Weg empfohlen. Die Natur ist einmalig und wir werden mit einem tollen Rundumblick belohnt.

Trotz starkem Regen machen wir eine Wanderung auf einen Berg

Trotz starkem Regen machen wir eine Wanderung auf einen Berg

Nach zehn Kilometern erreichen wir wieder unser Schiff. Nun freuen wir uns auf eine heiße Sauna mit Dusche! Doch die anderen waren vor uns da 😦 Wir müssen warten. So nutze ich die Zeit und backe ein Brot und bereite das Abendessen vor. Bulgurbratlinge mit Kapernsauce und Reis. Unsere Laune ist gut, denn wir haben beschlossen, den Regen nicht zu beachten. Nach der Sauna sitzen wir im warmen Schiff und schauen das erste Mal auf unserer Reise ein Video im Laptop.

Das kleine Saunahäußchen in Sandholmen

Das kleine Saunahäußchen in Sandholmen

10.07.15 – Sandholmen – Bjüroklubb – es regnet nicht! 🙂 Juchuh, auch der Wind hat sich beruhigt. Wir legen ab. Draußen steht noch eine ordentliche Welle. Wir setzen Segel. Der Wind kommt genau von achtern und wird bald so wenig, das die Segel in der hohen Welle zu flappen beginnen…wir bergen die Segel und fahren mal wieder mit Motor die 44 Seemeilen bis Bjüroklubb. Hier finden wir einen sehr kleinen Hafen, wieder mit Sauna und alles in einem Naturschutzpark gelegen.

Kleiner, sehr ruhiger Hafen in Bjüroklubb

Kleiner, sehr ruhiger Hafen in Bjüroklubb

11.07.15 – Bjüroklubb – es steht immer noch eine große Welle und wir haben einfach keine Lust ohne Wind gegenan zu schaukeln. So bleiben wir und empfangen am Nachmittag unseren lieben Besuch 🙂 Franzi und Toni aus der Heimat haben mit ihrem Wohnmobil den unendlich langen Weg zu uns in den Norden auf sich genommen. Die Freude ist riesengroß. Es dauert nicht lange, da packen die beiden Männer die Rollerski aus dem Womo ( Toni hat die von Hajo dabei ) und rollern eine gemeinsame Runde.  Wir haben uns natürlich viel zu erzählen und so sitzen wir laaange am Lagerfeuer zusammen.

Franzi und Toni aus der Heimat bei uns zu Besuch

Franzi und Toni aus der Heimat bei uns zu Besuch

12.07.15 – Gumbodahamn – der Wind weht günstig aus Nordost, so verlassen wir das nette kleine Bjüroklubb und segeln weiter Richtung Süden 30 Seemeilen nach Gumbodahamn. Nach kurzer Zeit bergen wir wieder die Segel, da die Windstärke nicht ausreicht, um das Schiff durch die hohe Dünung voran zu bringen. Nach ca 15 Seemeilen nimmt der Wind wieder zu und wir können endlich den Motor abstellen.  Am Ziel werden wir schon von Franzi und Toni erwartet, die mit ihrem Womo natürlich schneller waren. Der Hafen ist sehr klein und außer uns liegen hier noch ein paar kleine Motorboote.

einziges Segelschiff in Gumbodahamn

einziges Segelschiff in Gumbodahamn

Es gibt ein Haus mit kompletter Küche und Dusche. Es fehlt hier an nichts und es ist sehr ruhig. Wir fahren gemeinsam Einkaufen. Unterwegs steigen die Männer aus und rollern wieder.

Toni und Hajo machen sich fertig für ihre Rollertour

Toni und Hajo machen sich fertig für ihre Rollertour

Sie genießen es beide sehr, dass sie endlich wieder zusammen ihrem Sport nachgehen können. Am Abend kochen wir gemeinsam in der tollen Küche und sitzen wieder lange zusammen.

13.07.15 – Gumbodahamn – Kaum zu glauben… 🙂 🙂 die Sonne strahlt vom Himmel. Endlich t-shirt Wetter. Diesen Tag wollen wir nicht auf dem kalten Meer verbringen, sondern lieber hier am warmen Land. Wir frühstücken ausgiebig draußen und lassen es uns gut gehen. Dann segeln wir zu viert gemütlich in der geschützten Bucht und bestaunen die wunderbare Natur. Danach fahren wir mit dem Womo nochmals Einkaufen. Den Rest des Tages verbringen wir im Liegestuhl die Sonne anbetend, nicht wieder zu verschwinden.

Dream Team

Dream Team

14.07.15 – Gumbodahamn – Ratan– unser Gebet wurde erhört. Nach einem gemütlichen ausgiebigen Frühstück legen wir ab und fahren nach Ratan.

Liegeplatz in Ratan

Liegeplatz in Ratan

Unterwegs, es ist kaum Wind, lassen wir uns treiben und angeln…nix 😦   In Ratan angekommen, gehen wir mit Queeny spazieren und warten auf Franzi und Toni. Es dauert nicht lange, sind sie da. Wir teilen uns wieder. Die Männer rollern und wir Frauen paddeln zur nahegelegenen Insel und gehen auf Abenteuer Tour. Wir sammeln Pilze fürs Abendessen und bleiben wie angewurzelt stehen, als ein Ren auftaucht.

Neugieriges Rentier

Neugieriges Rentier

Dieses ist nicht schüchtern, kommt auf uns zu und wir suchen den nächsten Baum. Zwischen uns liegt Queeny und rührt sich nicht. Ein tolles Erlebnis. Später treffen wir ihn wieder. Er ist offensichtlich sehr neugierig. Wir paddeln zurück und kochen gemeinsam in der Hafenküche.

Die Frauen kochen...

Die Frauen kochen…

...und die Männer erledigen den Abwasch :)

…und die Männer erledigen den Abwasch 🙂

Alles ist liebevoll eingerichtet und wir fühlen uns sehr wohl.

Womo Stellplatz in Ratan

Womo Stellplatz in Ratan

schöner Liegeplatz in Ratan, gegenüber einer Insel.

schöner Liegeplatz in Ratan, gegenüber einer Insel.

15.07.15 – Ratan – es regnet…wir frühstücken in der gemütlichen Hafenküche und fahren dann alle, einschließlich Hunde, nach Umea zum Bummeln. Für Hajo und mich ist es nach der langen Zeit in der Einöde mal wieder toll, ein Bad in der Menge zu nehmen. Abends kochen wir wieder gemeinsam und sitzen lange zusammen.

16.07.15 – Ratan – Patholmsviken – heute heißt es schon wieder Abschied nehmen. Franzi und Toni müssen wieder Richtung Heimat und wir fahren unserem nächsten Besuch entgegen. 34 Seemeilen mit, wie soll es anders sein, Gegenwind 😦 Die See ist ruhig und wir kommen gut voran. Patholmsviken liegt bei Umea und ist auch wieder mit allem ausgestattet. Nur das WLan funktioniert hier leider auch nicht, so muß das nächste Video noch warten.

29.06. – 03.07.15 Haparanda

29.06.15 – Ankunft Haparanda – nach 1564 Seemeilen und 84 Tagen erreichen wir unser Ziel 🙂   Da auch hier alles flach ist ( wir müssen Wasserstrassen folgen… 😦 ,  haben wir zuerst West Kurs bei Westwind, dann Nordkurs. Da wir die letzten Tage überwiegend motort sind, setzen wir kurz vor dem Ziel das Vorsegel bei wenig Wind um wenigstens die letzten Seemeilen nach Haparanda zu segeln…

Wir laufen ein, machen fest und fallen uns in die Arme. Ein tolles Gefühl und wir wollen es allen mitteilen…morgen…denn das heute ist unser Tag!! Wir schauen in das Vereinshaus, wo viele Vereinsstander hängen und lesen das Gästebuch.

Es ist üblich, hier den Vereinsstander zu hinterlassen

Es ist üblich, hier den Vereinsstander zu hinterlassen

Viele Schiffe waren in diesem Jahr noch nicht hier…wir sind das zweite deutsche Schiff.

Dann machen wir unsere eigene kleine Haparanda Party…Hajo macht ein Feuer und wir grillen Spareribs und Spieße. Zum Nachtisch gibt es Marshmallos. Dazu italienischen Merlot von unserem Lieblingswinzer Lorenzon aus Monfalcone             ( Italien 🙂 ).

30.06.15 – Haparanda – wir schlafen aus…und…frühstücken gemütlich. Dann gehen wir in das Vereinshaus und hängen unseren SKCN Stander beschriftet mit unseren Namen im Haus auf.

SKCN - Segler Kameradschaft Cranz Neuenfelde...hier sind Katja die Seebeine gewachsen.

SKCN – Segler Kameradschaft Cranz Neuenfelde…hier sind Katja die Seebeine gewachsen.

Da wir hier freies WLan haben, verschicken wir nun die Ankunfts Nachrichten an Familie und Freunde. Die Resonanz ist der Hammer!! DANKE, dass ihr uns alle begleitet habt. So ward ihr auf der Reise dabei.

01.07.15 – Haparanda – 16 km bis Haparanda Stadt. Für unsere kleinen Fahrräder kein Problem. Ein Bus fährt zwar auch, aber da hätten wir nur drei Stunden Aufenhalt und das ist uns zu wenig. So verbringen wir fast den ganzen Tag in der Stadt. Wir suchen verzweifelt einen Kern, können aber nur einen Stadtplatz ohne Geschäfte finden.

Stadtplatz mit Hotel bilden den Mittelpunkt von Haparanda.

Stadtplatz mit Hotel bilden den Mittelpunkt von Haparanda.

Katja´s Wunsch: in die Kirche. Danke sagen für eine reibungslose wunderschöne Reise bisher. Wir sehen die Kirche ( ich hatte das Bild von einer schneeweißen wunderhübschen Holzkirche, die ich in Norwegen gesehen hatte,  mit Türmchen im Kopf)

Kirche in Haparanda

Kirche in Haparanda

stattdessen sehen wir dies 😦      Ein Bau aus Stahl und Beton. Trotzdem möchte ich hinein. In meiner Enttäuschung gehe ich zur Tür und…sie ist verschlossen!! Dann macht Hajo mich darauf aufmerksam, dass ich an der Tür zur Leichenhalle rüttle… uups. Die richtige Tür ist offen und wir finden im Inneren einen weiß gestrichenen Raum. Welch Kontrast! Bei einer Audio Führung erfahren wir, dass der Architekt mit der Bauweise ausdrücken will, dass es nicht auf das Äußere, sondern auf die inneren Werte ankommt.

eine sehr helle freundliche Kirche...innen

eine sehr helle freundliche Kirche…innen

02.07.15 – Haparanda – Töre – heute heißt es schon wieder Abschied nehmen von Haparanda. Wir wollen noch weiter nördlich…es ist bewölkt, aber nicht kalt. Als es zu regnen beginnt, ziehen wir die Sommer-Regenhosen an. Das erste Mal auf der Reise. Auch die Seestiefel haben wir in die Tiefen der Backskisten verräumt 🙂  !! Nach 54 Seemeilen, davon mal wieder nur 13 gesegelt – Wind von vorn – kommen wir in Törehamn an. Vor dem Hafen schwimmt eine große gelbe Tonne. Sie markiert den nördlichsten Punkt in der Ostsee.

wenn man hier ankommt, muß man die Tonne einmal umrunden!

wenn man hier ankommt, muß man die Tonne einmal umrunden!

Davon hatte ich die ganze Zeit geträumt. Einmal auf dieser Tonne stehen :)

Davon hatte ich die ganze Zeit geträumt. Einmal auf dieser Tonne stehen 🙂

03.07.15 – Töre – wir stehen um acht auf, wollen hier wieder weg, da Töre nicht schön ist. Ein großer, hässlicher Silo steht direkt am Hafen und man hört die nahe Europastrasse E4. Wir brauchen jedoch noch Benzin. Mit den Fahrräder und den Benzinkanistern fahren wir in das Dorf Töre. An der Tankstelle fotografiert uns und unsere kleinen Fahrräder ein Motorradfahrer und wünscht uns viel Glück… Dann entdecken wir die Busstation und den Fahrplan. Der Bus fährt von hier direkt in 2,5 Std nach Jokkmokk in Lappland. Wir wollen noch einmal wandern in Lappland!! Von unserer Idee ganz angetan, radeln wir zurück zum Schiff und schauen im Internet nach dem dortigen Nationalpark. Wunderschön, einmalig. Wir müssen da hin!! Doch leider sind dort keine Hunde erlaubt, so lassen wir den Plan wieder fallen. Inzwischen regnet es in Strömen und wir haben keine Lust mehr heute noch weiterzufahren. Also dann morgen…:)

22.06. – 28.06.15 – Abenteuer Nordkap

22.06.15 – Kemi – unser Abenteuer zum Nordkap beginnt mit den Vorbereitungen. Den Leihwagen haben wir bereits gestern im Internet gebucht. Wir können den Wagen, einen Polo, morgen um zehn am Flughafen Kemi abholen. Wir klaren das Schiff auf, waschen unsere Wäsche, kaufen den Proviant für die Reise, packen Zelt, Isomatten, Schlafsäcke und unsere Kleidung zusammen.

23.06.15 – Kemi nach Karigasniemi – wir wachen früh auf, es regnet in Strömen…wir fahren mit dem Fahrrad sieben Kilometer bis zum Flughafen. Dort angekommen, stellen wir mit Erstaunen fest, dass das hier kein Hafen, sondern ein Häfchen ist…niemand da. Den Schalter von Eurocar finden wir gleich, doch auch hier niemand da. Wir sind auch eine halbe Stunde zu früh, also geben wir die Hoffnung noch nicht auf. Um Punkt 10.00 Uhr kommt ein freundlicher Mann, der uns statt des gebuchten Polo einen nagelneuen Ford Focus Turnier übergibt,

Unser roter Flitzer

Unser roter Flitzer

zu den selben Konditionen…wir freuen uns, laden unsere Fahrräder in den Kofferraum und fahren zurück zum Schiff. Dort verladen wir unser Gepäck und Queeny ( sie freut sich über einen großen Kofferraum!). Dann geht die Reise los. Wir fahren nur ein kleines Stück Autobahn, dann gibt es nur noch Landstrasse.

Wir müssen gut aufpassen, da hier die Rentiere frei durch die Gegend laufen...

Wir müssen gut aufpassen, da hier die Rentiere frei durch die Gegend laufen…

Der Weg zum Nordkap ist weit. Insgesamt 850 km. Da der Regen langsam aufhört, beschließen wir noch an diesem Tage einen Großteil der Strecke zu fahren. Die Gegend wird immer einsamer und die Vegetation spärlicher. Wir fahren durch endlose Kiefernwälder. An der Grenze zu Norwegen, in Karigasniemi, stellen wir das erste Mal unser Zelt auf. Wir gehen auf einen Campingplatz, da wir schon ewig nicht mehr gezeltet haben und erstmal sehen müssen, wie wir zurecht kommen.

Hajo stellt zum ersten Mal unser Zelt auf

Hajo stellt zum ersten Mal unser Zelt auf

Der Campingplatz Tenorinne bietet alles, was wir brauchen. In geselliger Lagerfeuerrunde braten wir unser Abendessen, Lachsfilet.

24.06.15 – Karigasniemi – Knivskjelodden ( das echteNordkap) Pünktlich zum Aufstehen fängt es natürlich…zu regnen an. 😦 Wir frühstücken in der Campingplatzküche. Leider regnet es immer noch, so packen wir unser nasses Zelt ins Auto. Weiter geht die Fahrt zum Nordkap.

es liegt noch Schnee auf den Bergen

es liegt noch Schnee auf den Bergen

Unterwegs läßt sich die Sonne wieder blicken und wir können bei einer Pause das Zelt trocknen.

bei einer Pause trocknen wir das Zelt in der Sonne

bei einer Pause trocknen wir das Zelt in der Sonne

Die Fahrt führt durch ein hügeliges Gebiet mit schneebedeckten Bergen. Die Kiefernwälder werden abgelöst durch niedrig wachsene Birken, das Blaubeerkraut von Moosen. Im strahlenden Sonnenschein und 20 Grad erreichen wir den Parkplatz, von dem wir die 10 Kilometer lange Wanderung zum Nordkap starten.

Wir packen unsere Sachen für die Wanderung zum Nordkap

Wir packen unsere Sachen für die Wanderung zum Nordkap

Wir packen unsere Sachen in nicht gerade geeignete Rucksäcke, aber etwas anderes haben wir nicht.

Es geht los...Hajo vollgepackt

Es geht los…Hajo vollgepackt

Der Weg führt über steiniges und zum Teil sehr schwieriges Terrain.

auch Katja muss schleppen und genießt die Aussicht

auch Katja muss schleppen und genießt die Aussicht

Nach drei Stunden erreichen wir den nördlichsten Punkt Europa´s – Knivskjelodden – und sind beeindruckt.

Angekommen...nördlichster Punkt Europa´s

Angekommen…nördlichster Punkt Europa´s

Hier gibt es nur einen schlichten Stein und einen Kasten mit einem Gästebuch, der Eintrag ist Pflicht! Nach langem Suchen finden wir doch noch einen kleinen geeigneten Platz zum Zelten.

Zelten am Nordkap...macht kaum einer...

Zelten am Nordkap…macht kaum einer…

Hinter einem Stein, windgeschützt in einer kleinen Senke schlagen wir unser Nachtlager auf. Aufgrund des schwierigen Weges

Queeny ist erschöpft von der langen Wanderung

Queeny ist erschöpft von der langen Wanderung

ist es hier recht einsam…wir sind die einzigen. Wir genießen den Blick auf die Barentssee und den imposanten Felsen auf dem sich das touristische Nordkap befindet.

unser Zelt mit Blick auf das touristische Nordkap

unser Zelt mit Blick auf das touristische Nordkap

Von hier aus können wir perfekt den beeindruckenden Sonnenuntergang und gleich wieder den Sonnenaufgang beobachten. Leider verschlechtert sich rapide das Wetter. Nebel zieht auf und es wird kalt und windig.

das Wetter verschlechtert sich schnell, Nebel am touristischen Nordkap

das Wetter verschlechtert sich schnell, Nebel am touristischen Nordkap

Die Sonne sehen wir leider nicht, dafür spielen gleich unterhalb unseres Zeltes Delfine. Ein kleiner Trost für das entgangene Sonnenspektakel.

25.06.15 – Knivskjelodden – Karigasniemi – morgens um fünf werden wir geweckt durch den heftigen Wind, der an der Zeltwand rüttelt und natürlich…Regen.

Wir schauen aus dem Zelt und sehen...sch...Wetter

Wir schauen aus dem Zelt und sehen…sch…Wetter

3 Grad Außentemperatur hat auch deutlich die Comfortzone unserer Schlafsäcke unterschritten. Selbst Queeny friert…! Nach einem schnellen Frühstück ohne warmen Kaffee, dafür aber hartgekochte Eier ( insgesamt hatten wir zehn dabei!! Wollte Hajo so…!! und Marmelade! Wollte Katja so…!!) treten wir im dichten Nebel und Regen bei eiskaltem Wind den Rückweg an. Nach vier Stunden erreichen wir halb erfroren und durchnäßt das Auto. Hier lassen wir erstmal die Heizung laufen und warten, bis wir wieder einigermaßen warm sind. Dann entschließen wir uns, doch noch zum touristischen Nordkap zu fahren. Dort angekommen, sollen wir 67,- € Eintritt für Parken und keine Sicht, da Nebel, bezahlen…Das empfinden wir als Abzocke und kehren wieder um. Unsere Fahrt führt uns vorbei am wunderschönen Olderfjord durch die Finnmark und Lappland. Wir entschließen uns, in Karigasniemi auf „unserem“ Campingplatz eine Hütte zu mieten, um uns und unsere Sachen wieder zu trocknen.

in dieser gemütlichen Hütte konnten wir uns wieder aufwärmen und trocknen

in dieser gemütlichen Hütte konnten wir uns wieder aufwärmen und trocknen

26.06.15 – Karigasniemi – Kevo Naturpark – da uns das Zelten ausserordentlich gefallen hat und unsere Ausrüstung wieder trocken ist, entschließen wir uns, da es mal nicht regnet, die schöne Natur in Finnland nochmals zu Fuß zu erkunden.

das Wandern ist des Schneiders Lust...

das Wandern ist des Schneiders Lust…

Wir unternehmen eine Wanderung durch den Naturpark Kevon Luonnon.

...und von Katja auch :)

…und von Katja auch 🙂

Nach 15 km durch herrliche Natur, schlagen wir unser Zelt an einer Feuerstelle auf. Hier finden wir Holz, das Hajo aber erstmal hacken muß,  für ein Feuer.

Hajo´s neuer Sport...Holzhacken :)

Hajo´s neuer Sport…Holzhacken 🙂

das freut Katja, denn sie kann sich wärmen am Feuer :)

das freut Katja, denn sie kann sich wärmen am Feuer 🙂

Wir stellen das Zelt auf den kleinen Strand direkt am See.

Ein Idyll am See

Ein Idyll am See

Natürlich ist hier kein Mensch…außer uns. Wir genießen die Einsamkeit und Stille und das romantische Feuer.

pure Einsamkeit

pure Einsamkeit

27.06.15 – Karigasniemi – Kemi – juchuh, kein Regen beim Erwachen! Nach einem kleinen Frühstück, wieder ohne Kaffee und auch ohne Eier…hatten keine Lust, diese wieder zu schleppen, wandern wir leider wieder zurück zum Auto, da wir es nur bis morgen gemietet haben.

wunderschöne Natur

wunderschöne Natur

Der Wanderweg führt noch weitere 55 km durch den Naturpark. Die Strecke führt zu einem Wasserfall und Fluß in einem Canyon. Dieses gehört zu den heiligen Stätten der Sami. Wir müssen wiederkommen :). Wir haben Gefallen am Wandern und Zelten gefunden und wollen dies auf unserer weiteren Reise wiederholen. Deshalb kaufen wir in Rovaniemi in einem Sportgeschäft vernünftige Wanderrucksäcke. Spät am Abend kommen wir in Kemi an und packen das Auto aus. Dann befreien wir das Auto mühsam von den vielen Hundehaaren und gehen duschen.

28.06.15 – Kemi – um zehn Uhr geben wir das Auto an einem Hotel ab. Völlig unkompliziert…Schlüssel an die Rezeption und fertig. Keiner guckt sich das Auto an. Dann waschen wir unsere Wanderkleidung, die nach den verschlammten Wegen natürlich entsprechend aussieht. Das Zelt und die Schlafsäcke müssen trocknen und lüften.

alles muss trocknen und lüften...

alles muss trocknen und lüften…

Hier in Kemi ist die Temperatur wieder ertragbar. 20 Grad und die Sonne lacht auch ab und zu. Die Hafenverwaltung hat inzwischen die deutsche Fahne aufgehängt.

Eine nette Geste !

Eine nette Geste !

Natürlich für uns, denn sonst ist hier kein Deutscher. Den restlichen Tag verbringen wir träumend von unserem Abenteuer, deutlich entschleunigt 🙂 dem Blogeintrag und mit der Vorbereitung unserer weiteren Reise. Haparanda !!

 

05.06. – 21.06.15 – Finnische Westküste

05.06.15 –  Rauma in Finnland – Das schöne Fiskö verlassen wir bereits um 4.30 am Morgen. Deshalb, weil für den Vormittag noch guter Segelwind angesagt ist und er am Nachmittag einschlafen soll…es ist auch jetzt taghell. Wir segeln durch die wunderschönen östlichen Aland Inseln. Wir sehen kaum noch Häuser geschweige denn Menschen oder Schiffe. Die Fahrwasser sind hier teilweise wieder sehr eng und flach.

Wir erreichen das finnische Festland. Und hissen unsere letzte Gastlandflagge.

Wir erreichen das finnische Festland. Und hissen unsere letzte Gastlandflagge.

Unterwegs sichten wir eine Kegelrobbe, schaffen es aber nicht, ein Foto zu schießen.

Wir segeln bei super Wetter

Wir segeln bei super Wetter

Wir genießen...

Wir genießen…

einfach nur schön

einfach nur schön

Wir machen einen kurzen Gassi Stop an einem kleinen Anleger auf der Insel Ristikari. Und, siehe da, liegt hier doch die kleine Schwester von unserem Gretchen. Eine Jeanneau Sun 2000.

Nach 62 Seemeilen machen wir um 17.30 in Rauma ( eine größere Stadt) fest. Sind uns nicht ganz sicher, ob wir in dem richtigen Hafen sind. ( Es gibt hier mehrere Möglichkeiten) Machen einen Erkundungsgang. Keine Duschen, kein Hafenmeister. Wir erfahren, dass der Gästehafen um die Ecke liegt. Also nochmals Leinen los. Blöd, wir sind leicht genervt nach dem langen Tag und haben Hunger, wollen Duschen. Im „Gästehafen“ angekommen, sehen wir keinen Hafen, sondern nur eine Brücke, an der man festmachen kann. Kein Strom, kein Wasser…die Brücke gehört zu einem Campingplatz. Die Rezeption ist zu, die Duschen dafür geöffnet. Also rein 🙂 Es kommt niemand, um zu kassieren…und wir drängen uns nicht auf. Wofür auch…null Service…

Am nächsten Tag fahren wir mit unseren Fahrrädern (ganz zur Freude von Queeny) los und suchen einen Supermarkt. Wir werden fündig und können unsere Vorräte auffüllen. Bekommen auch eine Pre Paid Karte 🙂 für den Laptop! Wir haben endlich mal wieder Fleisch eingekauft, wollen abends grillen. Doch das Wetter macht uns einen Strich durch die Rechnung. Es regnet und stürmt…

07.06.15 – Rauma – Hafentag – Die Nacht war einfach nur furchtbar…Habe bis 1.00 am Laptop gesessen, dann noch eine Runde Gassi ( Queeny freu 🙂 ), kaum lag ich in der Koje, heulte der Wind erst richtig los. Wir haben ein kleines Fenster über den Kojen, das wir gerne einen Spalt offen lassen. Damit wir bei Regen nicht nass werden, haben wir eine kleine Plane darüber gespannt. Diese flatterte dermaßen nervtötend im Wind, da mußte Hajo ( !  kaum zu erwecken ! ) aufstehen und die Plane entfernen. Nun…es wird hier aber nicht mehr wirklich dunkel, also schien mir nun fast die Sonne auf die Nase…grrr. Zudem fing das Schiff ganz fürchterlich an zu schaukeln…

Nach dem Frühstück radeln wir wieder mit Queeny zum Supermarkt um nochmals einzukaufen. Jetzt sind wieder alle Winkel im Schiff mit Lebensmitteln gefüllt. Die Häfen werden ab hier nun spärlicher und wir müssen gut planen. Auch eine riesen Hundefuttertüte haben wir gebunkert. Hier auf dem Festland ist alles erheblich günstiger als in Schweden und teilweise auch in Deutschland. Hier gibt es z.B. auch Lidl, die fast das gleiche Sortiment, ich finde sogar noch besser, wie in Deutschland haben. Nur der Alkohol, auch hier wieder nur in Spezialgeschäften wie in Schweden, ist ungeheuer teuer!! Am Kiosk eine Dose Bier für 6,- €. Ja und nach dem Einkauf kam das mühevolle Wasser auffüllen. Unser Tank ist leer…doch wir haben hier kein Wasser am Steg, sondern müssen das Gießkannenweise aus dem Waschhaus vom Campingplatz holen…Hajo läuft vier Mal.

Das Wetter heute: Windig, erst Sonne, dann bewölkt. Im Wind kalt. 11 Grad. Und trotzdem grillen wir heute!! Wir hoffen, dass es morgen weiter gehen kann.

Der Blick vom Schiff in den Gästehafen. Dahinter liegt der Campingplatz

Der Blick vom Schiff in den Gästehafen. Dahinter liegt der Campingplatz

Unterwegs bin ich natürlich ständig mit der Kamera dabei. Hier wieder ein Video ab den Aland Inseln…

11.06.15 – Zwangspause in Syndeskeri – am 09.06. fahren wir weiter Richtung Norden. Der Wind kommt direkt von vorne und wir fahren teilweise wieder durch verwinkeltes und sehr enges Fahrwasser.

Sehr enges, aber gut gekennzeichnetes Fahrwasser

Sehr enges, aber gut gekennzeichnetes Fahrwasser

Auf der Mini Insel Vähä Huilkrunni machen wir einen Gassi Stop. Der Anleger sieht uns nicht geheuer aus, so machen wir an einer Boje fest und paddeln Queeny mit Kleingretchen an Land.

Wunderschöne, fast kreisrunde Insel. 15 Minuten Fußweg zum Umrunden.

Wunderschöne, fast kreisrunde Insel. 15 Minuten Fußweg zum Umrunden.

Entscheiden uns auf Grund des guten Windes für eine Nachtfahrt. Legen noch einen kurzen Tankstop in Pori ein und weiter gehts. Doch gegen Mitternacht sind wir beide dermaßen durchgefroren von dem eisigen Nordwind, dass wir uns fragen, warum wir uns das antun…Wir brechen ab und laufen einen kleinen Steg an einem Campingplatz an. Am nächsten Morgen haben wir wieder den aktuellen Wetterbericht und der sagt für Donnerstag, also 11.06. Starkwind voraus. Wir wollen nicht weiter, also melden wir uns an der Rezeption, die auch diesmal besetzt ist. Hier zahlen wir 25,-€… Unverschämt! Wir bleiben auf Grund dessen nicht und legen sofort ab. Wegen den vielen Flachs am Ufer müssen wir weit aufs Meer. Der Wind kommt von vorne, also immer noch Nordwind, kalt, und es läuft bereits eine beachtliche Welle…Das wollen wir uns auch nicht antun und laufen nach nur 9 Seemeilen in einen kleinen Fischerhafen. Hier liegen wir geschützt, als einziges Sportboot und zahlen nichts. Den Sturmtag genießen wir mit Lesen, Spazierengehen und Aufräumen, Lüften ect…Ach …und dann geht in einer starken Windböe Queeny´s volle! Wasserschüssel fliegen und wir finden sie am anderen Ufer wieder…

In einer Windböe fliegt Queeny´s Wasserschüssel vom Steg ins Wasser und treibt ans andere Ufer.

In einer Windböe fliegt Queeny´s Wasserschüssel vom Steg ins Wasser und treibt ans andere Ufer.

Hinter dem Hafen gibt es nichts außer Wildnis und ab und zu ein Ferienhaus.

Hinter dem Hafen gibt es nichts außer Wildnis und ab und zu ein Ferienhaus. Hier eine Grillhütte.

Wünderschöne Wildnis...oder wunderschöner Mann...

Wünderschöne Wildnis…oder wunderschöner Mann…

Bei dem schönen Wetter kommt alles raus zum Lüften.

Bei dem schönen Wetter kommt alles raus zum Lüften.

Hier noch ein Video, mal anders:

12.06.15 – Bredskäret – Wir freuen uns über 81 Seemeilen heute und erreichen des 62 gisten Breitengrades. Tolles Segeln heute, spät angekommen, da erster Hafen zu gefährlich zum Anlaufen wegen tief stehender Sonne und unzähligen Steinen im Wasser. Fast Kollision mit Fischernetz. Konnte grad noch das Ruder rum reissen…Fisch muss weg, also noch gekocht 23.Uhr. Hier laufen die Uhren sowieso anders…morgen wollen wir unseren 28. Hochzeitstag in Vaasa feiern…nochmals 25 Seemeilen…

14.06.15 – Pietarsaari, Jakobstad – 28 Jahre verheiratet und 1300 Seemeilen auf engstem Raum und immer noch glücklich …wenn das keine Leistung ist… 🙂 !! Wir sind jedenfalls stolz auf uns. Nachdem wir gestern nett Essen waren, sind wir heute morgen natürlich früh aufgestanden ( Wecker rasselte um fünf 😦 es zieht uns nun zum Ziel…

Keine Fotos heute, denn ich habe auf den Superkick – eine uns entgegen treibende Eisscholle gewartet – wäre passend gewesen zu dieser Saukälte – aber sie kam dann doch nicht. Hatte meine Wintermütze schon in die Tiefen der Backskisten verräumt, doch heute war sie wieder zwingend notwendig. 10 Grad und eisiger Wind genau aus unserer Fahrtrichtung – Nord – also nix segeln 😦

Haben 60 Seemeilen mit unserem braven Außenborder geschafft, da die nächsten zwei Tage schon wieder 6 – 7 Bft vorausgesagt sind. Macht nix. Müssen in die Stadt und die fehlende Seekarte noch besorgen. Hier in Jakobstad wurden wir ganz nett willkommen geheißen. Die Finnen entschuldigten sich für den schlechten Sommer…es kommen sehr selten Deutsche vorbei…wir treffen auf dem Meer noch nicht mal Finnen oder Schweden mit ihren Schiffen. Ist wohl allen zu kalt…

Aktuell: 23.00 Uhr, 9 Grad draußen, Regen, Barometer 996, im Schiff 20 Grad, Stimmungsbarometer: gut 🙂 …naja, bei Hajo nicht so, da sein Bett naß geworden ist…hab zu lang das Fenster aufgelassen, da hat´s reingeregnet…ups 😉

15.06.15 – Jakobstad – Hafentag – der Himmel bewölkt, es pfeift und jault ums Schiff, wir nehmen unsere Fahrräder und fahren mit Queeny in die Stadt. Da entdecken wir, daß der Verein hier im Hafen zu unseren Ehren die deutsche Fahne gehißt hat. Wir freuen uns tierisch!!

Extra für uns, denn andere Deutsche sind nicht hier und bei der Ankunft wehte dort noch keine Fahne!

Extra für uns, denn andere Deutsche sind nicht hier und bei der Ankunft wehte dort noch keine Fahne!

Wir bekommen die fehlende Seekarte. Nun steht unserem Weg nach Haparanda nichts mehr im Wege 🙂

Hajo schwer bepackt. Und endlich haben wir uns auch einen Schrubber geleistet, um unser Boot noch besser zu pflegen...

Hajo schwer bepackt. Und endlich haben wir uns auch einen Schrubber geleistet, um unser Boot noch besser zu pflegen…

Die meisten Nebenstrassen sind nicht geteert, die Häuser aus Holz.

Die meisten Nebenstrassen sind nicht geteert, die Häuser aus Holz.

Es ist nicht üblich, dass hier Deutsche vorbei kommen. Man ist sehr bemüht um uns und viele sprechen uns an und freuen sich, wenn ein Gespräch zustande kommt.

Unterwegs flicke ich das Tauwerk.

Unterwegs flicke ich das Tauwerk.

21.06.15 – Kemi – endlich mal wieder ein Lebenszeichen von uns. Ein Tiefdruckgebiet, diesmal nicht am Himmel, sondern im Schiff, verhinderte die Einträge hier. Hajo und ich hatten ein Tief. Beständiger Nordwind mit ruppiger Welle reduzierten die Segelmeilen erheblich. Wir mußten ständig gegenan motoren. Der eisige Nordwind und die ständige Nässe von unten und oben drückten erheblich auf unser Gemüt. Die eintönigen Küstenabschnitte mit Birken und Kiefernbewuchs luden wegen der sehr hohen Mückendichte nicht unbedingt zum Erkunden ein. Zu allem Überfluß entschloss sich Hajo den im Süden gemeldeten starken nordöstlichen Winden durch eine Nachtfahrt mit 96 Seemeilen zu entfliehen. So konnten wir uns die einzig schöne Insel auf diesem Abschnitt nicht anschauen…nachts um zwei, taghell, liefen wir in Raahe in einen Fischerhafen ein. Die restlichen 90 Seemeilen fuhren wir bis Kemi in drei Tagen ab. Von hier gibt es nichts Interessantes zu berichten. Probleme bereitet uns auch die ewige Helligkeit. Es ist nachts um 23.00, aber es schaut aus wie bei uns mittags um 2.00. Die Tageszeiten verschieben sich, man selber hat keinen Anhaltspunkt mehr, ob es morgens oder abends ist. Das führt dazu, das man abends zu spät ins Bett geht und morgens natürlich dann zu spät aufsteht. Um schlafen zu können, müssen wir im Schiff die Fenster dunkel verhängen.

Gassipause auf der Insel Tankar

Gassipause auf der Insel Tankar

Schöne Aussicht von der Insel Tankar Richtung Westen

Schöne Aussicht von der Insel Tankar Richtung Westen

Midsommarfeuer in Kiviniemi

Midsommarfeuer in Kiviniemi

Queeny und Katja

Queeny und Katja

Inzwischen ist das Tief überwunden, welches auch an den endlich gestiegenen Temperaturen liegt. Wir liegen in Kemi in einem schön gelegenen Yachthafen mit vernünftigen Duschen und Waschmaschine. Nun freuen wir uns auf unser kommendes  Projekt. Die Tour mit dem Auto zum Nordkap.

28.05. – 04.06.15 – Aland Inseln

28.05.15 – Aland Inseln – Mariehamn – wir sind gut gelandet auf der Insel Aland. Leider war zu wenig Wind, sodaß wir fast die gesamte Strecke von 34 Seemeilen mit Motor gefahren sind.

Aland ist eine autonome Landschaft in der Republik Finnland mit eigener Flagge und Euro. Zeitverschiebung: eine Stunde später als in Deutschland.

Wir liegen im Osthafen in Mariehamn, der eigentlich erst Mitte Juni öffnet. Doch der Hafenmeister war so nett, uns, die ersten Gäste in diesem Jahr, die Duschen und den Zugang zum Internet zu öffnen. Somit geht es uns richtig gut hier und wir haben den ersten Tag genutzt, um unser Schiff mal wieder richtig zu reinigen, aufzuräumen und Wäsche zu waschen. Morgen gehen wir auf Erkundungstour. Hier erstmal ein Film:

29.05.15 – Mariehamn – Hafentag. Heute morgen beim Aufwachen hat es geregnet was runter ging…und gestürmt…da haben wir uns umgedreht und weitergeschlafen…was sonst…        ( gemütlich ! ) dann sind wir viiiiel zu spät aus der Koje gekrochen…11.oo Uhr 😦 inzwischen Sonnenschein und immer noch viel zu viel Wind. Dann sind wir durch die Stadt gewandert und haben günstig den fehlenden Hafenführer für Finnland ergattert. Danach Radtour, bei der wir uns verfahren haben…schließlich ungewollt 30 km…dann Bummel durch ein Einkaufcenter, um Preise zu vergleichen ( der Rucksack war dann doch voll ) …zurück zum Schiff bei Gegenwind, ähhhh. Kommen hier ganz durcheinander mit der Zeit. Eine Stunde später als daheim, und abends hell bis Mitternacht. Müssen uns erst daran gewöhnen. Wetterbericht sagt zu viel Wind für die kommenden Tage. Wir wollen hier aber nicht ewig bleiben…suchen Wetterfenster, um weiterzukommen.

01.06.15 – Nachtschicht…es ist jetzt 1.00 Uhr und ich habe bis eben am Blog gebastelt…oh, hätte ich bloß Programmierer oder so etwas in der Art gelernt, dann müßte ich mir jetzt nicht die Nächte um die Ohren schlagen…aber zumindest ist eine Bildergalerie dabei heraus gekommen. Steht oben über dem Impressum…und nachher, ich geh jetzt erstmal schlafen, gibt es auch wieder aktuelle Bilder von unserer Radtour heute, äh gestern 😉

So, weiter gehts. das muß ich ja ausnutzen, dass wir mal super tolles freies Internet haben…Also: Wetter – unmöglich! Regen, Sturm das ganze Programm. Unmöglich weiterzufahren… Nachdem wir gestern 32 km geradelt sind, bei strahlendem Sonnenschein, aber viel Wind, machen wir heute alles, nur nicht raus gehen…außer schnell Gassi 😦  Hier ein paar nette Bilder:

Für morgen ist besseres Wetter gemeldet. Da versuchen wir mal weiter zu kommen. Wann ich hier wieder schreiben kann, weiss ich nicht. Eine Pre Paid Karte für die Aland Inseln lohnt nicht und in Finnland müssen wir erst eine besorgen, bzw. hoffen, dass der nächste Hafen auch wieder Wlan anbietet. Also erstmal tschüß…

02.06.15 – Seglinge auf den Alands Heute geht es endlich mal wieder weiter. Passieren um acht Uhr morgens eine Drehbrücke mit noch zwei anderen Schiffen , um in den Limparn See zu gelangen.

Brücke zum LimparnNach 30 Seemeilen machen wir fest auf Seglinge. Kein `richtiger`Hafen, sondern nur eine Brücke zum Festmachen. Kein Wasser und kein Strom am Steg. Sehr idyllisch und ruhig. Wir machen einen herrlichen Spaziergang über die Insel und verkriechen uns ins Schiff, als es auch hier wieder anfängt kräftig zu blasen.

Seglinge

Aufenthaltsraum mit Gästebuch

Wasserversorgung

Die Wasserversorgung auf Seglinge 🙂

Tankstelle

Die Tankstelle auf der Insel

Zwei warten auf den Sommer...

Zwei warten auf den Sommer…

kleine rote Bootshäuser am Wasser

kleine rote Bootshäuser am Wasser

Katja genießt die Sonne und schreibt mit Lena SMS :)

Katja genießt die Sonne und schreibt mit Lena SMS 🙂

Ausblick auf die schöne Umgebung

Ausblick auf die schöne Umgebung

Unser Liegeplatz im Idyll

Unser Liegeplatz im Idyll

Nach einem Sturmtag Pause in Seglinge fahren wir am 04.06. weiter. 23 Seemeilen bis Fiskö. Unterwegs machen wir Pause in Kumlinge.

Auf Kummlinge gibt es eine Anhöhe (fast Berg)  von der man einen tollen Rundumblick genießen kann.

Auf Kummlinge gibt es eine Anhöhe (fast Berg) von der man einen tollen Rundumblick genießen kann.

Da kann man sich gar nicht satt sehen...

Da kann man sich gar nicht satt sehen…

Zwischendurch erreichen wir 1000 Seemeilen !!!

Wir haben 1000 Seemeilen geschafft.

Wir haben 1000 Seemeilen geschafft.

Kommen in Fiskö erst um 22.00 Uhr an ( es ist noch taghell). Hier übernachten wir ein letztes Mal auf den Alandinseln.  Fiskö bietet auch nur eine etwas schiefe alte Brücke zum Festmachen. Auch hier kein weiterer Service. Brauchen wir ja auch gar nicht. Haben Strom zum Verkaufen, will sagen, der Windgenerator und die Solarplatte arbeiten so gut, dass wir mit unserem Strom nicht sparen müssen.

Fiskö ist einfach nur schön.

Fiskö ist einfach nur schön.

18.05. – 24.05.15 – Stockholm

18.05.15 – Wir starten unsere Stockholm Tour und werden mehr mit Bildern, als mit Worten euch die Hauptstadt von Schweden zeigen.
Mariefred – Schloss Gripsholm – heute Morgen natürlich wieder nur 6 Grad und Regen. Was macht man an so einem Tag? Richtig. Schloss anschauen. Das Schloss Gripsholm wurde um 1540 von Gustav Vasa erbaut, zu dem Hajo ja eine` persönliche` Beziehung hat durch seine Starts beim Vasalauf :).  Das Schloss wurde unter verschiedenen Königen, wie fast alle Schlösser, diverse Male umgebaut. Zuletzt Ende des 19. Jahrhunderts unter Oskar II. Seit 1822 befindet sich die Porträtsammlung des schwedischen Staates im Schloss Gripsholm. Wir haben uns noch nie so lange in einem Schloss aufgehalten wie hier. Sehr beeindruckend!!
Weiter geht’s 15.00 Uhr, 13 Seemeilen zur Insel Björkö. Die „Wikinger“ Insel und letzte Station vor der Stadt Stockholm. Zum Segeln zu wenig Wind, der Himmel grau aber mal kein Regen 🙂 . Nutze die `langweilige` Fahrt mit Motor für den Blogeintrag.

Wir fahren um die Ecke und erblicken das Schloss...

Wir fahren um die Ecke und erblicken das Schloss…

Zugang vom schönen Schlosspark

Zugang vom schönen Schlosspark

Original Zimmerdecke aus der Zeit von Gustav Vasa

Original Zimmerdecke aus der Zeit von Gustav Vasa

Aus Holz angebauter Erker im Innenhof

Aus Holz angebauter Erker im Innenhof

Ansicht auf Mariefred aus dem Schloss

Ansicht auf Mariefred aus dem Schloss

Angekommen, nutzen wir sofort das gute Wetter für einen ausgiebigen Spaziergang um die Insel. Insel Björkö Hier wohnten früher die Wikinger, somit ist hier das erste Stockholm. Hier macht sich auch wieder die frühe Jahreszeit, in der wir unterwegs sind, bemerkbar. Es gibt ein Restaurant, ein Museum und ein nachgebautes Wikingerdorf. Alles geschlossen…Den langen Gästesteg für die Schiffe haben wir ganz für uns alleine Du und Ich…am Abend nutzen wir die tolle Stimmung, totale Ruhe, glattes Wasser, Sonnenuntergang zum Angeln…und…fangen nix…P1020650
19.05.15 – Stockholm – Wir fahren früh los, um nicht zu spät in Stockholm zu sein. Blauer Himmel aber nur 6 Grad. Wir frühstücken unterwegs. Der Mälaren See liegt ganz ruhig da und während Hajo an der Pinne steht, mache ich den Haushalt. Dann, kurz vor Stockholm machen wir einen Abstecher zum Schloss der Königsfamilie.

Das Schloss der Schwedischen Königsfamilie

Das Schloss der Schwedischen Königsfamilie

Ich bin totaler Fan von Silvia und ganz aufgeregt, als wir das Schloss zu Gesicht bekommen. Davor liegen gelbe Warnbojen, man darf nicht näher ran, bzw. anlegen. Ich fotografiere und filme und gucke durchs Fernglas. Leider zeigt sich kein Mitglied der Königsfamilie…komisch, wo wir doch jetzt da sind…
Dann weiter Richtung Stockholm und hier wird’s nun spannend. Wir müssen wieder eine Schleuse passieren und wieder haben wir sofort grünes Licht, als wir ankommen. Unser persönliches Schleusenglück… 🙂

Die dritte Brücke war fast zu niedrig...

Die dritte Brücke war fast zu niedrig…

Doch dahinter, also bei der Ausfahrt befindet sich eine Brücke. 11,70 Höhe, unser Mast ist 11,78 Meter hoch. Der Schleusenwärter meint, es passt und wir fahren durch. Kein Problem. Bei der nächsten Brücke, 11,30,meinte der Schleusenwärter, wir passen auch da hindurch…wir fahren langsam, ein Arbeiter unter der Brücke schaut mit offenem Mund auf unsere Mastspitze, der Brückenwärter pfeift und gibt uns zu verstehen, dass es passt und wir fahren…die Antenne oben auf dem Mast streift die Brücke…wir sind durch…puh…
Angekommen am Vasahamn,

Gamla Stan - Altstadt Stockholm

Gamla Stan – Altstadt Stockholm

inzwischen ist es bewölkt, gehen wir in die Stadt zu einer Touristeninformation und holen uns das Programm für die kommenden Tage. Wir buchen die Stockholmcard, um damit umsonst U-Bahn, Tram und Schiff zu fahren und in sämtliche Museen zu gelangen.

Hier das Vasamuseum

Hier das Vasamuseum

Nun regnet es in Strömen und wir gehen zurück zu unserem Schiff. Duschen 🙂  sind prima und das Essen, Pfannkuchen mit Salat und Blaubeeren schmecken gut. Aktuell 8 Grad draussen, kein Regen mehr und im Schiff 20 Grad 🙂

22.03.15 – Stockholm – bevor wir gestartet sind auf unsere Schweden Reise, waren wir kleine Schweden Fans…nun, nachdem wir auch noch die Hauptstadt von Schweden, Stockholm, besichtigt haben, sind wir große Fan´s von Schweden.

Blick auf die Altstadt

Blick auf die Altstadt

Hier geht es absolut geordnet zu. In keiner Großstadt haben wir das bisher erlebt. Die Fußgänger haben absolut Vorrang, d.h. jeder, aber auch jeder Autofahrer hält rechtzeitig! vor einem Zebrastreifen…und es gibt viele davon. Überall gibt es gekennzeichnete Fahrradwege, die auch Autofahrer respektieren! Es gibt einen Vergnügungspark, der das ganze Jahr geöffnet hat.

Der Vergnügungspark - Gröna Lund rechts im Bild

Der Vergnügungspark – Gröna Lund rechts im Bild

Außerdem kann man mitten in der Stadt auf extra angelegten und gekennzeichneten Wegen reiten…!!! Überall gibt es ausreichend, wirklich ausreichend , Grünflächen…riesig…in denen man spazieren, grillen, spielen, alles darf.

Gamla Stan, Insel Skeppsholmen und Kastellholmen

Gamla Stan, Insel Skeppsholmen und Kastellholmen

Die Menschen hier sind nett, sehr hilfsbereit. Merken sie, dass du nicht ihre Sprache sprichst, obwohl ich mich wirklich sehr bemühe…sprechen sie sofort ein perfektes Englisch…Und…es ist überall sehr sauber. Hier liegt kein Abfall am Strassenrand!!

Hier haben ihre Majestäten ihre Büros - Stadtschloss Stockholm

Hier haben ihre Majestäten ihre Büros – Stadtschloss Stockholm

2. Tag: Vasamuseum ( die Vasa ist ein altes Kriegsschiff, welches bei ihrer Jungfernfahrt am 10.08.1628 noch im Hafen von Stockholm sank und erst 333 Jahre später fast unversehrt gehoben wurde…),

Das Kriegsschiff Vasa sank 1628 und wurde 333 Jahre später fast unversehrt gehoben...

Das Kriegsschiff Vasa sank 1628 und wurde 333 Jahre später fast unversehrt gehoben…

Aquamuseum ( Fauna und Fische ) , Skansen ( alte Häuser, Lebensweisen, Geschichte und Tiere von Skandinavien) .

alte Haus, vorwiegend in Lappland

alte Haus, vorwiegend in Lappland

3. Tag: erkunden der Stadt mit dem Fahrrad…

Blick vom Fernsehturm:

Von oben fotografiert Stockholm mit Schären

Von oben fotografiert Stockholm mit Schären

Wir haben zwei Tage dran gehängt, weil es uns so gut hier gefällt. Am Wochenende ist Oldtimertreffen der Schiffe hier im Hafen…und wir liegen mittendrin. Das wollen wir uns nicht entgehen lassen…

23.05.15 – den letzten Tag in Stockholm haben wir mit Ausschlafen genossen, da es in der Früh regnet und stürmt…dann stellen wir fest, dass unsere Internetkarte keinen Kredit mehr hat. Also ab in den nächsten Pressbyron und aufladen…das machen wir mit dem Fahrrad und kommen nochmal so richtig in die total überfüllte Innenstadt, da heute Samstag…alles was Beine hat ist unterwegs. Inzwischen scheint auch wieder die Sonne. Wir werden mit schauen nicht fertig…kommen ja schließlich aus´m Wald…und setzen uns erstmal gemütlich mit Bierchen ins „Freidays“ (Musikkneipe) mitten in der Stadt und haben Zeit…

Dann essen wir Stekt Strömming, in der Oldtimerausstellung für Boote bei uns im Hafen. Das ist Hering, paniert und gebraten. Mit Salat und Kartoffelmus. Total lecker. Satt und zufrieden gehen wir an Bord und bereiten die Tour für morgen vor. Ich mühe mich ab mit dem Film, der hier schon lange erscheinen sollte, doch You Tube wollte ihn nicht haben, da ich…Superprofi Internet…verkehrtes Format gespeichert hatte und das erst jetzt, heute, 23.05.15 – 23.55 Uhr bemerkt habe…nun aber jetzt…viel Spass 🙂

und nun geht es weiter Richtung Norden… 🙂

24.05.15 – Stockholm – Wir haben verlängert. Bei traumhaftem Wetter mit Temperaturen über 20 Grad ( T-shirt, kurze Hosen und Biergartenwetter) wollten wir, obwohl keine Großstadtfans, das Flair dieser Hauptstadt nochmals genießen. Am Morgen starteten wir eine große Radltour durch die Stadt, vervollständigten unsere Vorräte einschließlich Benzin. Mittags probierten wir nochmals landestypische Kost – Tunnbrödsrölle – nachmittags machten wir mit Queeny eine große Radltour durch die parkartigen Anlagen. Morgen aber ist es so weit Abschied zu nehmen Richtung Aland Inseln und Finnland und dem 60 sten Breitengrad entgegen zu fahren, wo wieder die Einsamkeit und Freiheit beginnt. Wir hoffen auf gutes Wetter beim Überqueren der gefürchteten Alandsee und verfolgen deswegen schon gespannt allen Wetterprognosen. Nordwärts…immer nordwärts…