22.06. – 28.06.15 – Abenteuer Nordkap

22.06.15 – Kemi – unser Abenteuer zum Nordkap beginnt mit den Vorbereitungen. Den Leihwagen haben wir bereits gestern im Internet gebucht. Wir können den Wagen, einen Polo, morgen um zehn am Flughafen Kemi abholen. Wir klaren das Schiff auf, waschen unsere Wäsche, kaufen den Proviant für die Reise, packen Zelt, Isomatten, Schlafsäcke und unsere Kleidung zusammen.

23.06.15 – Kemi nach Karigasniemi – wir wachen früh auf, es regnet in Strömen…wir fahren mit dem Fahrrad sieben Kilometer bis zum Flughafen. Dort angekommen, stellen wir mit Erstaunen fest, dass das hier kein Hafen, sondern ein Häfchen ist…niemand da. Den Schalter von Eurocar finden wir gleich, doch auch hier niemand da. Wir sind auch eine halbe Stunde zu früh, also geben wir die Hoffnung noch nicht auf. Um Punkt 10.00 Uhr kommt ein freundlicher Mann, der uns statt des gebuchten Polo einen nagelneuen Ford Focus Turnier übergibt,

Unser roter Flitzer

Unser roter Flitzer

zu den selben Konditionen…wir freuen uns, laden unsere Fahrräder in den Kofferraum und fahren zurück zum Schiff. Dort verladen wir unser Gepäck und Queeny ( sie freut sich über einen großen Kofferraum!). Dann geht die Reise los. Wir fahren nur ein kleines Stück Autobahn, dann gibt es nur noch Landstrasse.

Wir müssen gut aufpassen, da hier die Rentiere frei durch die Gegend laufen...

Wir müssen gut aufpassen, da hier die Rentiere frei durch die Gegend laufen…

Der Weg zum Nordkap ist weit. Insgesamt 850 km. Da der Regen langsam aufhört, beschließen wir noch an diesem Tage einen Großteil der Strecke zu fahren. Die Gegend wird immer einsamer und die Vegetation spärlicher. Wir fahren durch endlose Kiefernwälder. An der Grenze zu Norwegen, in Karigasniemi, stellen wir das erste Mal unser Zelt auf. Wir gehen auf einen Campingplatz, da wir schon ewig nicht mehr gezeltet haben und erstmal sehen müssen, wie wir zurecht kommen.

Hajo stellt zum ersten Mal unser Zelt auf

Hajo stellt zum ersten Mal unser Zelt auf

Der Campingplatz Tenorinne bietet alles, was wir brauchen. In geselliger Lagerfeuerrunde braten wir unser Abendessen, Lachsfilet.

24.06.15 – Karigasniemi – Knivskjelodden ( das echteNordkap) Pünktlich zum Aufstehen fängt es natürlich…zu regnen an. 😦 Wir frühstücken in der Campingplatzküche. Leider regnet es immer noch, so packen wir unser nasses Zelt ins Auto. Weiter geht die Fahrt zum Nordkap.

es liegt noch Schnee auf den Bergen

es liegt noch Schnee auf den Bergen

Unterwegs läßt sich die Sonne wieder blicken und wir können bei einer Pause das Zelt trocknen.

bei einer Pause trocknen wir das Zelt in der Sonne

bei einer Pause trocknen wir das Zelt in der Sonne

Die Fahrt führt durch ein hügeliges Gebiet mit schneebedeckten Bergen. Die Kiefernwälder werden abgelöst durch niedrig wachsene Birken, das Blaubeerkraut von Moosen. Im strahlenden Sonnenschein und 20 Grad erreichen wir den Parkplatz, von dem wir die 10 Kilometer lange Wanderung zum Nordkap starten.

Wir packen unsere Sachen für die Wanderung zum Nordkap

Wir packen unsere Sachen für die Wanderung zum Nordkap

Wir packen unsere Sachen in nicht gerade geeignete Rucksäcke, aber etwas anderes haben wir nicht.

Es geht los...Hajo vollgepackt

Es geht los…Hajo vollgepackt

Der Weg führt über steiniges und zum Teil sehr schwieriges Terrain.

auch Katja muss schleppen und genießt die Aussicht

auch Katja muss schleppen und genießt die Aussicht

Nach drei Stunden erreichen wir den nördlichsten Punkt Europa´s – Knivskjelodden – und sind beeindruckt.

Angekommen...nördlichster Punkt Europa´s

Angekommen…nördlichster Punkt Europa´s

Hier gibt es nur einen schlichten Stein und einen Kasten mit einem Gästebuch, der Eintrag ist Pflicht! Nach langem Suchen finden wir doch noch einen kleinen geeigneten Platz zum Zelten.

Zelten am Nordkap...macht kaum einer...

Zelten am Nordkap…macht kaum einer…

Hinter einem Stein, windgeschützt in einer kleinen Senke schlagen wir unser Nachtlager auf. Aufgrund des schwierigen Weges

Queeny ist erschöpft von der langen Wanderung

Queeny ist erschöpft von der langen Wanderung

ist es hier recht einsam…wir sind die einzigen. Wir genießen den Blick auf die Barentssee und den imposanten Felsen auf dem sich das touristische Nordkap befindet.

unser Zelt mit Blick auf das touristische Nordkap

unser Zelt mit Blick auf das touristische Nordkap

Von hier aus können wir perfekt den beeindruckenden Sonnenuntergang und gleich wieder den Sonnenaufgang beobachten. Leider verschlechtert sich rapide das Wetter. Nebel zieht auf und es wird kalt und windig.

das Wetter verschlechtert sich schnell, Nebel am touristischen Nordkap

das Wetter verschlechtert sich schnell, Nebel am touristischen Nordkap

Die Sonne sehen wir leider nicht, dafür spielen gleich unterhalb unseres Zeltes Delfine. Ein kleiner Trost für das entgangene Sonnenspektakel.

25.06.15 – Knivskjelodden – Karigasniemi – morgens um fünf werden wir geweckt durch den heftigen Wind, der an der Zeltwand rüttelt und natürlich…Regen.

Wir schauen aus dem Zelt und sehen...sch...Wetter

Wir schauen aus dem Zelt und sehen…sch…Wetter

3 Grad Außentemperatur hat auch deutlich die Comfortzone unserer Schlafsäcke unterschritten. Selbst Queeny friert…! Nach einem schnellen Frühstück ohne warmen Kaffee, dafür aber hartgekochte Eier ( insgesamt hatten wir zehn dabei!! Wollte Hajo so…!! und Marmelade! Wollte Katja so…!!) treten wir im dichten Nebel und Regen bei eiskaltem Wind den Rückweg an. Nach vier Stunden erreichen wir halb erfroren und durchnäßt das Auto. Hier lassen wir erstmal die Heizung laufen und warten, bis wir wieder einigermaßen warm sind. Dann entschließen wir uns, doch noch zum touristischen Nordkap zu fahren. Dort angekommen, sollen wir 67,- € Eintritt für Parken und keine Sicht, da Nebel, bezahlen…Das empfinden wir als Abzocke und kehren wieder um. Unsere Fahrt führt uns vorbei am wunderschönen Olderfjord durch die Finnmark und Lappland. Wir entschließen uns, in Karigasniemi auf „unserem“ Campingplatz eine Hütte zu mieten, um uns und unsere Sachen wieder zu trocknen.

in dieser gemütlichen Hütte konnten wir uns wieder aufwärmen und trocknen

in dieser gemütlichen Hütte konnten wir uns wieder aufwärmen und trocknen

26.06.15 – Karigasniemi – Kevo Naturpark – da uns das Zelten ausserordentlich gefallen hat und unsere Ausrüstung wieder trocken ist, entschließen wir uns, da es mal nicht regnet, die schöne Natur in Finnland nochmals zu Fuß zu erkunden.

das Wandern ist des Schneiders Lust...

das Wandern ist des Schneiders Lust…

Wir unternehmen eine Wanderung durch den Naturpark Kevon Luonnon.

...und von Katja auch :)

…und von Katja auch 🙂

Nach 15 km durch herrliche Natur, schlagen wir unser Zelt an einer Feuerstelle auf. Hier finden wir Holz, das Hajo aber erstmal hacken muß,  für ein Feuer.

Hajo´s neuer Sport...Holzhacken :)

Hajo´s neuer Sport…Holzhacken 🙂

das freut Katja, denn sie kann sich wärmen am Feuer :)

das freut Katja, denn sie kann sich wärmen am Feuer 🙂

Wir stellen das Zelt auf den kleinen Strand direkt am See.

Ein Idyll am See

Ein Idyll am See

Natürlich ist hier kein Mensch…außer uns. Wir genießen die Einsamkeit und Stille und das romantische Feuer.

pure Einsamkeit

pure Einsamkeit

27.06.15 – Karigasniemi – Kemi – juchuh, kein Regen beim Erwachen! Nach einem kleinen Frühstück, wieder ohne Kaffee und auch ohne Eier…hatten keine Lust, diese wieder zu schleppen, wandern wir leider wieder zurück zum Auto, da wir es nur bis morgen gemietet haben.

wunderschöne Natur

wunderschöne Natur

Der Wanderweg führt noch weitere 55 km durch den Naturpark. Die Strecke führt zu einem Wasserfall und Fluß in einem Canyon. Dieses gehört zu den heiligen Stätten der Sami. Wir müssen wiederkommen :). Wir haben Gefallen am Wandern und Zelten gefunden und wollen dies auf unserer weiteren Reise wiederholen. Deshalb kaufen wir in Rovaniemi in einem Sportgeschäft vernünftige Wanderrucksäcke. Spät am Abend kommen wir in Kemi an und packen das Auto aus. Dann befreien wir das Auto mühsam von den vielen Hundehaaren und gehen duschen.

28.06.15 – Kemi – um zehn Uhr geben wir das Auto an einem Hotel ab. Völlig unkompliziert…Schlüssel an die Rezeption und fertig. Keiner guckt sich das Auto an. Dann waschen wir unsere Wanderkleidung, die nach den verschlammten Wegen natürlich entsprechend aussieht. Das Zelt und die Schlafsäcke müssen trocknen und lüften.

alles muss trocknen und lüften...

alles muss trocknen und lüften…

Hier in Kemi ist die Temperatur wieder ertragbar. 20 Grad und die Sonne lacht auch ab und zu. Die Hafenverwaltung hat inzwischen die deutsche Fahne aufgehängt.

Eine nette Geste !

Eine nette Geste !

Natürlich für uns, denn sonst ist hier kein Deutscher. Den restlichen Tag verbringen wir träumend von unserem Abenteuer, deutlich entschleunigt 🙂 dem Blogeintrag und mit der Vorbereitung unserer weiteren Reise. Haparanda !!

 

05.06. – 21.06.15 – Finnische Westküste

05.06.15 –  Rauma in Finnland – Das schöne Fiskö verlassen wir bereits um 4.30 am Morgen. Deshalb, weil für den Vormittag noch guter Segelwind angesagt ist und er am Nachmittag einschlafen soll…es ist auch jetzt taghell. Wir segeln durch die wunderschönen östlichen Aland Inseln. Wir sehen kaum noch Häuser geschweige denn Menschen oder Schiffe. Die Fahrwasser sind hier teilweise wieder sehr eng und flach.

Wir erreichen das finnische Festland. Und hissen unsere letzte Gastlandflagge.

Wir erreichen das finnische Festland. Und hissen unsere letzte Gastlandflagge.

Unterwegs sichten wir eine Kegelrobbe, schaffen es aber nicht, ein Foto zu schießen.

Wir segeln bei super Wetter

Wir segeln bei super Wetter

Wir genießen...

Wir genießen…

einfach nur schön

einfach nur schön

Wir machen einen kurzen Gassi Stop an einem kleinen Anleger auf der Insel Ristikari. Und, siehe da, liegt hier doch die kleine Schwester von unserem Gretchen. Eine Jeanneau Sun 2000.

Nach 62 Seemeilen machen wir um 17.30 in Rauma ( eine größere Stadt) fest. Sind uns nicht ganz sicher, ob wir in dem richtigen Hafen sind. ( Es gibt hier mehrere Möglichkeiten) Machen einen Erkundungsgang. Keine Duschen, kein Hafenmeister. Wir erfahren, dass der Gästehafen um die Ecke liegt. Also nochmals Leinen los. Blöd, wir sind leicht genervt nach dem langen Tag und haben Hunger, wollen Duschen. Im „Gästehafen“ angekommen, sehen wir keinen Hafen, sondern nur eine Brücke, an der man festmachen kann. Kein Strom, kein Wasser…die Brücke gehört zu einem Campingplatz. Die Rezeption ist zu, die Duschen dafür geöffnet. Also rein 🙂 Es kommt niemand, um zu kassieren…und wir drängen uns nicht auf. Wofür auch…null Service…

Am nächsten Tag fahren wir mit unseren Fahrrädern (ganz zur Freude von Queeny) los und suchen einen Supermarkt. Wir werden fündig und können unsere Vorräte auffüllen. Bekommen auch eine Pre Paid Karte 🙂 für den Laptop! Wir haben endlich mal wieder Fleisch eingekauft, wollen abends grillen. Doch das Wetter macht uns einen Strich durch die Rechnung. Es regnet und stürmt…

07.06.15 – Rauma – Hafentag – Die Nacht war einfach nur furchtbar…Habe bis 1.00 am Laptop gesessen, dann noch eine Runde Gassi ( Queeny freu 🙂 ), kaum lag ich in der Koje, heulte der Wind erst richtig los. Wir haben ein kleines Fenster über den Kojen, das wir gerne einen Spalt offen lassen. Damit wir bei Regen nicht nass werden, haben wir eine kleine Plane darüber gespannt. Diese flatterte dermaßen nervtötend im Wind, da mußte Hajo ( !  kaum zu erwecken ! ) aufstehen und die Plane entfernen. Nun…es wird hier aber nicht mehr wirklich dunkel, also schien mir nun fast die Sonne auf die Nase…grrr. Zudem fing das Schiff ganz fürchterlich an zu schaukeln…

Nach dem Frühstück radeln wir wieder mit Queeny zum Supermarkt um nochmals einzukaufen. Jetzt sind wieder alle Winkel im Schiff mit Lebensmitteln gefüllt. Die Häfen werden ab hier nun spärlicher und wir müssen gut planen. Auch eine riesen Hundefuttertüte haben wir gebunkert. Hier auf dem Festland ist alles erheblich günstiger als in Schweden und teilweise auch in Deutschland. Hier gibt es z.B. auch Lidl, die fast das gleiche Sortiment, ich finde sogar noch besser, wie in Deutschland haben. Nur der Alkohol, auch hier wieder nur in Spezialgeschäften wie in Schweden, ist ungeheuer teuer!! Am Kiosk eine Dose Bier für 6,- €. Ja und nach dem Einkauf kam das mühevolle Wasser auffüllen. Unser Tank ist leer…doch wir haben hier kein Wasser am Steg, sondern müssen das Gießkannenweise aus dem Waschhaus vom Campingplatz holen…Hajo läuft vier Mal.

Das Wetter heute: Windig, erst Sonne, dann bewölkt. Im Wind kalt. 11 Grad. Und trotzdem grillen wir heute!! Wir hoffen, dass es morgen weiter gehen kann.

Der Blick vom Schiff in den Gästehafen. Dahinter liegt der Campingplatz

Der Blick vom Schiff in den Gästehafen. Dahinter liegt der Campingplatz

Unterwegs bin ich natürlich ständig mit der Kamera dabei. Hier wieder ein Video ab den Aland Inseln…

11.06.15 – Zwangspause in Syndeskeri – am 09.06. fahren wir weiter Richtung Norden. Der Wind kommt direkt von vorne und wir fahren teilweise wieder durch verwinkeltes und sehr enges Fahrwasser.

Sehr enges, aber gut gekennzeichnetes Fahrwasser

Sehr enges, aber gut gekennzeichnetes Fahrwasser

Auf der Mini Insel Vähä Huilkrunni machen wir einen Gassi Stop. Der Anleger sieht uns nicht geheuer aus, so machen wir an einer Boje fest und paddeln Queeny mit Kleingretchen an Land.

Wunderschöne, fast kreisrunde Insel. 15 Minuten Fußweg zum Umrunden.

Wunderschöne, fast kreisrunde Insel. 15 Minuten Fußweg zum Umrunden.

Entscheiden uns auf Grund des guten Windes für eine Nachtfahrt. Legen noch einen kurzen Tankstop in Pori ein und weiter gehts. Doch gegen Mitternacht sind wir beide dermaßen durchgefroren von dem eisigen Nordwind, dass wir uns fragen, warum wir uns das antun…Wir brechen ab und laufen einen kleinen Steg an einem Campingplatz an. Am nächsten Morgen haben wir wieder den aktuellen Wetterbericht und der sagt für Donnerstag, also 11.06. Starkwind voraus. Wir wollen nicht weiter, also melden wir uns an der Rezeption, die auch diesmal besetzt ist. Hier zahlen wir 25,-€… Unverschämt! Wir bleiben auf Grund dessen nicht und legen sofort ab. Wegen den vielen Flachs am Ufer müssen wir weit aufs Meer. Der Wind kommt von vorne, also immer noch Nordwind, kalt, und es läuft bereits eine beachtliche Welle…Das wollen wir uns auch nicht antun und laufen nach nur 9 Seemeilen in einen kleinen Fischerhafen. Hier liegen wir geschützt, als einziges Sportboot und zahlen nichts. Den Sturmtag genießen wir mit Lesen, Spazierengehen und Aufräumen, Lüften ect…Ach …und dann geht in einer starken Windböe Queeny´s volle! Wasserschüssel fliegen und wir finden sie am anderen Ufer wieder…

In einer Windböe fliegt Queeny´s Wasserschüssel vom Steg ins Wasser und treibt ans andere Ufer.

In einer Windböe fliegt Queeny´s Wasserschüssel vom Steg ins Wasser und treibt ans andere Ufer.

Hinter dem Hafen gibt es nichts außer Wildnis und ab und zu ein Ferienhaus.

Hinter dem Hafen gibt es nichts außer Wildnis und ab und zu ein Ferienhaus. Hier eine Grillhütte.

Wünderschöne Wildnis...oder wunderschöner Mann...

Wünderschöne Wildnis…oder wunderschöner Mann…

Bei dem schönen Wetter kommt alles raus zum Lüften.

Bei dem schönen Wetter kommt alles raus zum Lüften.

Hier noch ein Video, mal anders:

12.06.15 – Bredskäret – Wir freuen uns über 81 Seemeilen heute und erreichen des 62 gisten Breitengrades. Tolles Segeln heute, spät angekommen, da erster Hafen zu gefährlich zum Anlaufen wegen tief stehender Sonne und unzähligen Steinen im Wasser. Fast Kollision mit Fischernetz. Konnte grad noch das Ruder rum reissen…Fisch muss weg, also noch gekocht 23.Uhr. Hier laufen die Uhren sowieso anders…morgen wollen wir unseren 28. Hochzeitstag in Vaasa feiern…nochmals 25 Seemeilen…

14.06.15 – Pietarsaari, Jakobstad – 28 Jahre verheiratet und 1300 Seemeilen auf engstem Raum und immer noch glücklich …wenn das keine Leistung ist… 🙂 !! Wir sind jedenfalls stolz auf uns. Nachdem wir gestern nett Essen waren, sind wir heute morgen natürlich früh aufgestanden ( Wecker rasselte um fünf 😦 es zieht uns nun zum Ziel…

Keine Fotos heute, denn ich habe auf den Superkick – eine uns entgegen treibende Eisscholle gewartet – wäre passend gewesen zu dieser Saukälte – aber sie kam dann doch nicht. Hatte meine Wintermütze schon in die Tiefen der Backskisten verräumt, doch heute war sie wieder zwingend notwendig. 10 Grad und eisiger Wind genau aus unserer Fahrtrichtung – Nord – also nix segeln 😦

Haben 60 Seemeilen mit unserem braven Außenborder geschafft, da die nächsten zwei Tage schon wieder 6 – 7 Bft vorausgesagt sind. Macht nix. Müssen in die Stadt und die fehlende Seekarte noch besorgen. Hier in Jakobstad wurden wir ganz nett willkommen geheißen. Die Finnen entschuldigten sich für den schlechten Sommer…es kommen sehr selten Deutsche vorbei…wir treffen auf dem Meer noch nicht mal Finnen oder Schweden mit ihren Schiffen. Ist wohl allen zu kalt…

Aktuell: 23.00 Uhr, 9 Grad draußen, Regen, Barometer 996, im Schiff 20 Grad, Stimmungsbarometer: gut 🙂 …naja, bei Hajo nicht so, da sein Bett naß geworden ist…hab zu lang das Fenster aufgelassen, da hat´s reingeregnet…ups 😉

15.06.15 – Jakobstad – Hafentag – der Himmel bewölkt, es pfeift und jault ums Schiff, wir nehmen unsere Fahrräder und fahren mit Queeny in die Stadt. Da entdecken wir, daß der Verein hier im Hafen zu unseren Ehren die deutsche Fahne gehißt hat. Wir freuen uns tierisch!!

Extra für uns, denn andere Deutsche sind nicht hier und bei der Ankunft wehte dort noch keine Fahne!

Extra für uns, denn andere Deutsche sind nicht hier und bei der Ankunft wehte dort noch keine Fahne!

Wir bekommen die fehlende Seekarte. Nun steht unserem Weg nach Haparanda nichts mehr im Wege 🙂

Hajo schwer bepackt. Und endlich haben wir uns auch einen Schrubber geleistet, um unser Boot noch besser zu pflegen...

Hajo schwer bepackt. Und endlich haben wir uns auch einen Schrubber geleistet, um unser Boot noch besser zu pflegen…

Die meisten Nebenstrassen sind nicht geteert, die Häuser aus Holz.

Die meisten Nebenstrassen sind nicht geteert, die Häuser aus Holz.

Es ist nicht üblich, dass hier Deutsche vorbei kommen. Man ist sehr bemüht um uns und viele sprechen uns an und freuen sich, wenn ein Gespräch zustande kommt.

Unterwegs flicke ich das Tauwerk.

Unterwegs flicke ich das Tauwerk.

21.06.15 – Kemi – endlich mal wieder ein Lebenszeichen von uns. Ein Tiefdruckgebiet, diesmal nicht am Himmel, sondern im Schiff, verhinderte die Einträge hier. Hajo und ich hatten ein Tief. Beständiger Nordwind mit ruppiger Welle reduzierten die Segelmeilen erheblich. Wir mußten ständig gegenan motoren. Der eisige Nordwind und die ständige Nässe von unten und oben drückten erheblich auf unser Gemüt. Die eintönigen Küstenabschnitte mit Birken und Kiefernbewuchs luden wegen der sehr hohen Mückendichte nicht unbedingt zum Erkunden ein. Zu allem Überfluß entschloss sich Hajo den im Süden gemeldeten starken nordöstlichen Winden durch eine Nachtfahrt mit 96 Seemeilen zu entfliehen. So konnten wir uns die einzig schöne Insel auf diesem Abschnitt nicht anschauen…nachts um zwei, taghell, liefen wir in Raahe in einen Fischerhafen ein. Die restlichen 90 Seemeilen fuhren wir bis Kemi in drei Tagen ab. Von hier gibt es nichts Interessantes zu berichten. Probleme bereitet uns auch die ewige Helligkeit. Es ist nachts um 23.00, aber es schaut aus wie bei uns mittags um 2.00. Die Tageszeiten verschieben sich, man selber hat keinen Anhaltspunkt mehr, ob es morgens oder abends ist. Das führt dazu, das man abends zu spät ins Bett geht und morgens natürlich dann zu spät aufsteht. Um schlafen zu können, müssen wir im Schiff die Fenster dunkel verhängen.

Gassipause auf der Insel Tankar

Gassipause auf der Insel Tankar

Schöne Aussicht von der Insel Tankar Richtung Westen

Schöne Aussicht von der Insel Tankar Richtung Westen

Midsommarfeuer in Kiviniemi

Midsommarfeuer in Kiviniemi

Queeny und Katja

Queeny und Katja

Inzwischen ist das Tief überwunden, welches auch an den endlich gestiegenen Temperaturen liegt. Wir liegen in Kemi in einem schön gelegenen Yachthafen mit vernünftigen Duschen und Waschmaschine. Nun freuen wir uns auf unser kommendes  Projekt. Die Tour mit dem Auto zum Nordkap.

28.05. – 04.06.15 – Aland Inseln

28.05.15 – Aland Inseln – Mariehamn – wir sind gut gelandet auf der Insel Aland. Leider war zu wenig Wind, sodaß wir fast die gesamte Strecke von 34 Seemeilen mit Motor gefahren sind.

Aland ist eine autonome Landschaft in der Republik Finnland mit eigener Flagge und Euro. Zeitverschiebung: eine Stunde später als in Deutschland.

Wir liegen im Osthafen in Mariehamn, der eigentlich erst Mitte Juni öffnet. Doch der Hafenmeister war so nett, uns, die ersten Gäste in diesem Jahr, die Duschen und den Zugang zum Internet zu öffnen. Somit geht es uns richtig gut hier und wir haben den ersten Tag genutzt, um unser Schiff mal wieder richtig zu reinigen, aufzuräumen und Wäsche zu waschen. Morgen gehen wir auf Erkundungstour. Hier erstmal ein Film:

29.05.15 – Mariehamn – Hafentag. Heute morgen beim Aufwachen hat es geregnet was runter ging…und gestürmt…da haben wir uns umgedreht und weitergeschlafen…was sonst…        ( gemütlich ! ) dann sind wir viiiiel zu spät aus der Koje gekrochen…11.oo Uhr 😦 inzwischen Sonnenschein und immer noch viel zu viel Wind. Dann sind wir durch die Stadt gewandert und haben günstig den fehlenden Hafenführer für Finnland ergattert. Danach Radtour, bei der wir uns verfahren haben…schließlich ungewollt 30 km…dann Bummel durch ein Einkaufcenter, um Preise zu vergleichen ( der Rucksack war dann doch voll ) …zurück zum Schiff bei Gegenwind, ähhhh. Kommen hier ganz durcheinander mit der Zeit. Eine Stunde später als daheim, und abends hell bis Mitternacht. Müssen uns erst daran gewöhnen. Wetterbericht sagt zu viel Wind für die kommenden Tage. Wir wollen hier aber nicht ewig bleiben…suchen Wetterfenster, um weiterzukommen.

01.06.15 – Nachtschicht…es ist jetzt 1.00 Uhr und ich habe bis eben am Blog gebastelt…oh, hätte ich bloß Programmierer oder so etwas in der Art gelernt, dann müßte ich mir jetzt nicht die Nächte um die Ohren schlagen…aber zumindest ist eine Bildergalerie dabei heraus gekommen. Steht oben über dem Impressum…und nachher, ich geh jetzt erstmal schlafen, gibt es auch wieder aktuelle Bilder von unserer Radtour heute, äh gestern 😉

So, weiter gehts. das muß ich ja ausnutzen, dass wir mal super tolles freies Internet haben…Also: Wetter – unmöglich! Regen, Sturm das ganze Programm. Unmöglich weiterzufahren… Nachdem wir gestern 32 km geradelt sind, bei strahlendem Sonnenschein, aber viel Wind, machen wir heute alles, nur nicht raus gehen…außer schnell Gassi 😦  Hier ein paar nette Bilder:

Für morgen ist besseres Wetter gemeldet. Da versuchen wir mal weiter zu kommen. Wann ich hier wieder schreiben kann, weiss ich nicht. Eine Pre Paid Karte für die Aland Inseln lohnt nicht und in Finnland müssen wir erst eine besorgen, bzw. hoffen, dass der nächste Hafen auch wieder Wlan anbietet. Also erstmal tschüß…

02.06.15 – Seglinge auf den Alands Heute geht es endlich mal wieder weiter. Passieren um acht Uhr morgens eine Drehbrücke mit noch zwei anderen Schiffen , um in den Limparn See zu gelangen.

Brücke zum LimparnNach 30 Seemeilen machen wir fest auf Seglinge. Kein `richtiger`Hafen, sondern nur eine Brücke zum Festmachen. Kein Wasser und kein Strom am Steg. Sehr idyllisch und ruhig. Wir machen einen herrlichen Spaziergang über die Insel und verkriechen uns ins Schiff, als es auch hier wieder anfängt kräftig zu blasen.

Seglinge

Aufenthaltsraum mit Gästebuch

Wasserversorgung

Die Wasserversorgung auf Seglinge 🙂

Tankstelle

Die Tankstelle auf der Insel

Zwei warten auf den Sommer...

Zwei warten auf den Sommer…

kleine rote Bootshäuser am Wasser

kleine rote Bootshäuser am Wasser

Katja genießt die Sonne und schreibt mit Lena SMS :)

Katja genießt die Sonne und schreibt mit Lena SMS 🙂

Ausblick auf die schöne Umgebung

Ausblick auf die schöne Umgebung

Unser Liegeplatz im Idyll

Unser Liegeplatz im Idyll

Nach einem Sturmtag Pause in Seglinge fahren wir am 04.06. weiter. 23 Seemeilen bis Fiskö. Unterwegs machen wir Pause in Kumlinge.

Auf Kummlinge gibt es eine Anhöhe (fast Berg)  von der man einen tollen Rundumblick genießen kann.

Auf Kummlinge gibt es eine Anhöhe (fast Berg) von der man einen tollen Rundumblick genießen kann.

Da kann man sich gar nicht satt sehen...

Da kann man sich gar nicht satt sehen…

Zwischendurch erreichen wir 1000 Seemeilen !!!

Wir haben 1000 Seemeilen geschafft.

Wir haben 1000 Seemeilen geschafft.

Kommen in Fiskö erst um 22.00 Uhr an ( es ist noch taghell). Hier übernachten wir ein letztes Mal auf den Alandinseln.  Fiskö bietet auch nur eine etwas schiefe alte Brücke zum Festmachen. Auch hier kein weiterer Service. Brauchen wir ja auch gar nicht. Haben Strom zum Verkaufen, will sagen, der Windgenerator und die Solarplatte arbeiten so gut, dass wir mit unserem Strom nicht sparen müssen.

Fiskö ist einfach nur schön.

Fiskö ist einfach nur schön.

18.05. – 24.05.15 – Stockholm

18.05.15 – Wir starten unsere Stockholm Tour und werden mehr mit Bildern, als mit Worten euch die Hauptstadt von Schweden zeigen.
Mariefred – Schloss Gripsholm – heute Morgen natürlich wieder nur 6 Grad und Regen. Was macht man an so einem Tag? Richtig. Schloss anschauen. Das Schloss Gripsholm wurde um 1540 von Gustav Vasa erbaut, zu dem Hajo ja eine` persönliche` Beziehung hat durch seine Starts beim Vasalauf :).  Das Schloss wurde unter verschiedenen Königen, wie fast alle Schlösser, diverse Male umgebaut. Zuletzt Ende des 19. Jahrhunderts unter Oskar II. Seit 1822 befindet sich die Porträtsammlung des schwedischen Staates im Schloss Gripsholm. Wir haben uns noch nie so lange in einem Schloss aufgehalten wie hier. Sehr beeindruckend!!
Weiter geht’s 15.00 Uhr, 13 Seemeilen zur Insel Björkö. Die „Wikinger“ Insel und letzte Station vor der Stadt Stockholm. Zum Segeln zu wenig Wind, der Himmel grau aber mal kein Regen 🙂 . Nutze die `langweilige` Fahrt mit Motor für den Blogeintrag.

Wir fahren um die Ecke und erblicken das Schloss...

Wir fahren um die Ecke und erblicken das Schloss…

Zugang vom schönen Schlosspark

Zugang vom schönen Schlosspark

Original Zimmerdecke aus der Zeit von Gustav Vasa

Original Zimmerdecke aus der Zeit von Gustav Vasa

Aus Holz angebauter Erker im Innenhof

Aus Holz angebauter Erker im Innenhof

Ansicht auf Mariefred aus dem Schloss

Ansicht auf Mariefred aus dem Schloss

Angekommen, nutzen wir sofort das gute Wetter für einen ausgiebigen Spaziergang um die Insel. Insel Björkö Hier wohnten früher die Wikinger, somit ist hier das erste Stockholm. Hier macht sich auch wieder die frühe Jahreszeit, in der wir unterwegs sind, bemerkbar. Es gibt ein Restaurant, ein Museum und ein nachgebautes Wikingerdorf. Alles geschlossen…Den langen Gästesteg für die Schiffe haben wir ganz für uns alleine Du und Ich…am Abend nutzen wir die tolle Stimmung, totale Ruhe, glattes Wasser, Sonnenuntergang zum Angeln…und…fangen nix…P1020650
19.05.15 – Stockholm – Wir fahren früh los, um nicht zu spät in Stockholm zu sein. Blauer Himmel aber nur 6 Grad. Wir frühstücken unterwegs. Der Mälaren See liegt ganz ruhig da und während Hajo an der Pinne steht, mache ich den Haushalt. Dann, kurz vor Stockholm machen wir einen Abstecher zum Schloss der Königsfamilie.

Das Schloss der Schwedischen Königsfamilie

Das Schloss der Schwedischen Königsfamilie

Ich bin totaler Fan von Silvia und ganz aufgeregt, als wir das Schloss zu Gesicht bekommen. Davor liegen gelbe Warnbojen, man darf nicht näher ran, bzw. anlegen. Ich fotografiere und filme und gucke durchs Fernglas. Leider zeigt sich kein Mitglied der Königsfamilie…komisch, wo wir doch jetzt da sind…
Dann weiter Richtung Stockholm und hier wird’s nun spannend. Wir müssen wieder eine Schleuse passieren und wieder haben wir sofort grünes Licht, als wir ankommen. Unser persönliches Schleusenglück… 🙂

Die dritte Brücke war fast zu niedrig...

Die dritte Brücke war fast zu niedrig…

Doch dahinter, also bei der Ausfahrt befindet sich eine Brücke. 11,70 Höhe, unser Mast ist 11,78 Meter hoch. Der Schleusenwärter meint, es passt und wir fahren durch. Kein Problem. Bei der nächsten Brücke, 11,30,meinte der Schleusenwärter, wir passen auch da hindurch…wir fahren langsam, ein Arbeiter unter der Brücke schaut mit offenem Mund auf unsere Mastspitze, der Brückenwärter pfeift und gibt uns zu verstehen, dass es passt und wir fahren…die Antenne oben auf dem Mast streift die Brücke…wir sind durch…puh…
Angekommen am Vasahamn,

Gamla Stan - Altstadt Stockholm

Gamla Stan – Altstadt Stockholm

inzwischen ist es bewölkt, gehen wir in die Stadt zu einer Touristeninformation und holen uns das Programm für die kommenden Tage. Wir buchen die Stockholmcard, um damit umsonst U-Bahn, Tram und Schiff zu fahren und in sämtliche Museen zu gelangen.

Hier das Vasamuseum

Hier das Vasamuseum

Nun regnet es in Strömen und wir gehen zurück zu unserem Schiff. Duschen 🙂  sind prima und das Essen, Pfannkuchen mit Salat und Blaubeeren schmecken gut. Aktuell 8 Grad draussen, kein Regen mehr und im Schiff 20 Grad 🙂

22.03.15 – Stockholm – bevor wir gestartet sind auf unsere Schweden Reise, waren wir kleine Schweden Fans…nun, nachdem wir auch noch die Hauptstadt von Schweden, Stockholm, besichtigt haben, sind wir große Fan´s von Schweden.

Blick auf die Altstadt

Blick auf die Altstadt

Hier geht es absolut geordnet zu. In keiner Großstadt haben wir das bisher erlebt. Die Fußgänger haben absolut Vorrang, d.h. jeder, aber auch jeder Autofahrer hält rechtzeitig! vor einem Zebrastreifen…und es gibt viele davon. Überall gibt es gekennzeichnete Fahrradwege, die auch Autofahrer respektieren! Es gibt einen Vergnügungspark, der das ganze Jahr geöffnet hat.

Der Vergnügungspark - Gröna Lund rechts im Bild

Der Vergnügungspark – Gröna Lund rechts im Bild

Außerdem kann man mitten in der Stadt auf extra angelegten und gekennzeichneten Wegen reiten…!!! Überall gibt es ausreichend, wirklich ausreichend , Grünflächen…riesig…in denen man spazieren, grillen, spielen, alles darf.

Gamla Stan, Insel Skeppsholmen und Kastellholmen

Gamla Stan, Insel Skeppsholmen und Kastellholmen

Die Menschen hier sind nett, sehr hilfsbereit. Merken sie, dass du nicht ihre Sprache sprichst, obwohl ich mich wirklich sehr bemühe…sprechen sie sofort ein perfektes Englisch…Und…es ist überall sehr sauber. Hier liegt kein Abfall am Strassenrand!!

Hier haben ihre Majestäten ihre Büros - Stadtschloss Stockholm

Hier haben ihre Majestäten ihre Büros – Stadtschloss Stockholm

2. Tag: Vasamuseum ( die Vasa ist ein altes Kriegsschiff, welches bei ihrer Jungfernfahrt am 10.08.1628 noch im Hafen von Stockholm sank und erst 333 Jahre später fast unversehrt gehoben wurde…),

Das Kriegsschiff Vasa sank 1628 und wurde 333 Jahre später fast unversehrt gehoben...

Das Kriegsschiff Vasa sank 1628 und wurde 333 Jahre später fast unversehrt gehoben…

Aquamuseum ( Fauna und Fische ) , Skansen ( alte Häuser, Lebensweisen, Geschichte und Tiere von Skandinavien) .

alte Haus, vorwiegend in Lappland

alte Haus, vorwiegend in Lappland

3. Tag: erkunden der Stadt mit dem Fahrrad…

Blick vom Fernsehturm:

Von oben fotografiert Stockholm mit Schären

Von oben fotografiert Stockholm mit Schären

Wir haben zwei Tage dran gehängt, weil es uns so gut hier gefällt. Am Wochenende ist Oldtimertreffen der Schiffe hier im Hafen…und wir liegen mittendrin. Das wollen wir uns nicht entgehen lassen…

23.05.15 – den letzten Tag in Stockholm haben wir mit Ausschlafen genossen, da es in der Früh regnet und stürmt…dann stellen wir fest, dass unsere Internetkarte keinen Kredit mehr hat. Also ab in den nächsten Pressbyron und aufladen…das machen wir mit dem Fahrrad und kommen nochmal so richtig in die total überfüllte Innenstadt, da heute Samstag…alles was Beine hat ist unterwegs. Inzwischen scheint auch wieder die Sonne. Wir werden mit schauen nicht fertig…kommen ja schließlich aus´m Wald…und setzen uns erstmal gemütlich mit Bierchen ins „Freidays“ (Musikkneipe) mitten in der Stadt und haben Zeit…

Dann essen wir Stekt Strömming, in der Oldtimerausstellung für Boote bei uns im Hafen. Das ist Hering, paniert und gebraten. Mit Salat und Kartoffelmus. Total lecker. Satt und zufrieden gehen wir an Bord und bereiten die Tour für morgen vor. Ich mühe mich ab mit dem Film, der hier schon lange erscheinen sollte, doch You Tube wollte ihn nicht haben, da ich…Superprofi Internet…verkehrtes Format gespeichert hatte und das erst jetzt, heute, 23.05.15 – 23.55 Uhr bemerkt habe…nun aber jetzt…viel Spass 🙂

und nun geht es weiter Richtung Norden… 🙂

24.05.15 – Stockholm – Wir haben verlängert. Bei traumhaftem Wetter mit Temperaturen über 20 Grad ( T-shirt, kurze Hosen und Biergartenwetter) wollten wir, obwohl keine Großstadtfans, das Flair dieser Hauptstadt nochmals genießen. Am Morgen starteten wir eine große Radltour durch die Stadt, vervollständigten unsere Vorräte einschließlich Benzin. Mittags probierten wir nochmals landestypische Kost – Tunnbrödsrölle – nachmittags machten wir mit Queeny eine große Radltour durch die parkartigen Anlagen. Morgen aber ist es so weit Abschied zu nehmen Richtung Aland Inseln und Finnland und dem 60 sten Breitengrad entgegen zu fahren, wo wieder die Einsamkeit und Freiheit beginnt. Wir hoffen auf gutes Wetter beim Überqueren der gefürchteten Alandsee und verfolgen deswegen schon gespannt allen Wetterprognosen. Nordwärts…immer nordwärts…

 

03.05. – 17.05.15 – Karlskrona – Mariefred

03.05.15 – Karlskrona – Bergkvara – heute extrem…sind um 4.30 aufgestanden, weil wir „Strecke“ machen wollen. Spiegelglattes Wasser, ebenso der Steg…gefroren bei nur 3 Grad…brrrr!! Dafür strahlend blauer Himmel und 10 Grad plus im Schiff…ist doch was. Wir motoren durch das enge Fahrwasser der Karlskrona Schären und müssen sehr aufpassen. Und…uns begleitet ein Weilchen ein richtig großer Delfin. Immer wieder taucht er neben dem Bug auf und hat offensichtlich Spass daran.

immer wieder taucht er auf

immer wieder taucht er auf

ich konnte ihn kurz in ganzer Größe sehen, als er vor dem Bug schwamm

ich konnte ihn kurz in ganzer Größe sehen, als er vor dem Bug schwamm

Dann fällt uns plötzlich unser Benzintank ein. Wir haben schlicht und einfach vergessen, in der Großstadt Karlskrona zu tanken. Da wäre es einfach gewesen. Also legen wir Torhamn ( klitzekleiner aber idyllischer Fischereihafen ) an und Hajo fährt 30 km ! mit dem Rad und dem Benzintank auf dem Gepäckträger. Endlich draußen auf dem Meer können wir zumindest das Vorsegel setzen. Es ist zu wenig Wind und dann auch noch fast von hinten, um nur zu segeln. Unterwegs springt unsere Logge auf insgesamt 500 gefahrene Seemeilen. Ein Grund zum Feiern. Doch die Freude vergeht schnell, als über Funk eine Gale Warning          ( Sturmwarnung ) für unser Gebiet durchgegeben wird. Wir haben es schon an der zunehmenden Welle bemerkt, dass uns was im Nacken sitzt. Kein Risiko, also ab nach Bergkvara. Kleiner Hafen, indem man bei südlichen Winden ( die haben wir jetzt ) sehr unruhig liegt.

04.05.15 – Bergkvara – Hafentag. In der Nacht bricht der Sturm über uns los. Es schaukelt, klappert, quietscht und zerrt. Am Morgen gießt es in Strömen. Wir ( einschließlich Queeny ) beschließen, im Bett zu bleiben. ( Wir waren spät abends nochmal Gassi, da wir ja wussten, dass es schlecht wird.) Der Hafen wir durch einen sehr netten Campingplatz geleitet. Hier dürfen wir Waschmaschine und Trockner benutzen. Das erste Mal große Wäsche auf dieser Reise.
Aus meinen bisherigen Schilderungen muss man denken, das hier ist ein absolut chilliger Urlaub. Dem ist aber nicht so. Das raue Klima, die ständig wechselnden Temperaturen und Wetterbedingungen, verursachen schnell Feuchtigkeitsbildungen im ganzen Schiff. Klamme Klamotten, gestörte Elektronik sind die Folge. Dem müssen wir täglich entgegenwirken. Das heißt: ständig ist abwechselnd ein Schrank offen, um den Inhalt zu trocknen und die Wände abzuwischen. Bei nächtlichen Außentemperaturen knapp über dem Gefrierpunkt, Wind und Regen, stellt auch das Lüften häufig ein Problem dar. Nasse Klamotten und nasser Hund müssen überwiegend auch im Schiff getrocknet werden. So nimmt das Putzen und Wischen kein Ende. Einer ist immer mit der hier zum Teil doch sehr anspruchsvollen Navigation und Kartenarbeit beschäftigt. Jeder Segeltag muss genau vorbereitet werden. So fallen wir abends häufig totmüde in die Koje. Zum Lesen sind wir beide noch nicht wirklich gekommen.

 

 

05.05.15 – Bergkvara – Kalmar – sooo stressig war es zu Hause nicht.. um 04.30 Uhr sind wir aufgestanden, um um 5.30 abzulegen. Das nennt man Frontensurfen…doch bevor wir ablegen, noch das Szenario von gestern Abend…wir haben Wäsche gewaschen, nach schwedischer Gebrauchsanweisung des Trockners…erste Wäsche trocken…zweite Maschine noch feucht…haben kein Kleingeld mehr, um nochmal zu trocknen, also nasse Wäsche an Bord. Ich spanne eine Leine quer durch das Schiff

Wir trocknen unsere Wäsche im Schiff

Wir trocknen unsere Wäsche im Schiff

…beim Essen (Lachs mit Gemüse im Backofen mit Käse überbacken…lecker!!!)  am Abend hängt Hajo eine Socke von mir fast bis in den Teller…er ärgert sich.. ich lache mich halb tot…morgens ist alles trocken. Dank Heizung und offenen Fenstern…Wir legen ab und.. sehen nichts…hoffen, das es sich gleich gibt mit dem Nebel…doch…es bleibt so!!!  Dicke Suppe und kein Ende. Die Sonne ist ganz kurz zu sehen…und ich denke…jetzt kommt sie…doch nichts. Es bleibt neblig. wir halten zu zweit Ausschau, wie es gute Seemannschaft fordert und verlassen uns auf GPS und AIS. Regelmäßig blasen wir ins Nebelhorn…keine Antwort…und tragen die Position ins Logbuch ein…schließlich erreichen wir die Hafeneinfahrt…und ich sehe ein schwarzes Irgendwas. Ein Schlepper, der ausläuft. Er gibt Signal, wir auch, und fahren aneinander in sicherem Abstand vorbei. Puh, der sichere Hafen ist erreicht!!! Für heute reicht es, wir gehen auf Sehenswürdigkeitenjagd und schauen uns das Schloss in Kalmar an. Einen Bummel durch die Altstadt wird leider verregnet und wir bleiben lieber an Bord.

13.05.15 – Kalmar – Mönsteros – Solberganäset – Figeholm – Västervik – Vinokalv – Rogö – Arkösund
Wir sind ein ganzes Stückchen weitergekommen. In diesen Tagen hatten wir super Segelwetter und der nahende Sommer machte sich mit Sonnenschein und deutlich steigenden Temperaturen, zumindest tagsüber, bemerkbar.

Vorsegel Hinter Mönsteros bogen wir wieder in ein sehr verwinkeltes Schärenfahrwasser ein. Hier machte unser Kiel das erste Mal Bekanntschaft mit einem Felsen. Dieser lag unter Wasser und war für uns nicht zu sehen. Da wir von der Schönheit der Natur

rote Häuser auch etwas abgelenkt waren, hatten wir nicht aufgepasst und es rumste fürchterlich. Der erste Schreck war gleich vorüber. Wir zogen unser Schwert hoch und weiter ging die Schleichfahrt auf der Suche nach einer Traumbucht zum Ankern. Diese fanden wir um die nächste Ecke. VinokalvHier der nächste Schreck…heute wohl nicht unser Glückstag…Hajo rutschte beim Überspringen mit der Landleine auf einen Felsen auf dem rutschigen Moos aus und fiel ins Wasser. Er konnte sich ins kleine Gummiboot ( welches wir für Queeny`s Gassitouren dabei haben, wenn wir ankern ) retten. Erst dann brach ich in großes Gelächter aus. Ach ja…die Wassertemperatur beträgt zur Zeit 11 Grad…die Bucht ist ein traumhaftes Naturschutzgebeit mit wunderschönen Wegen in einem vor hundert Jahren aufgegebenem Steinbruch. Ankern an der Schäre
Am nächsten Tag segelten wir nach Figeholm, ein kleines Dorf mit einem kleinen netten Hafen, wo wir sofort Kontakt zur heimischen Bevölkerung bekamen. Wir waren das erste Boot in dieser Saison. Der Hafen war eigentlich noch geschlossen, doch man ermöglichte uns eine Dusche !!!
Im leichten Regen und bei einer Außentemperatur von nur 2 Grad verließen wir frühmorgens um halb sechs Figeholm, um uns Västervik anzuschauen und Proviant und Treibstoff aufzunehmen. Trotz drei großer Marinas mit Wassersportzentrum fanden wir keine, die geöffnet war. Hier sind alle noch im Winterschlaf…darum verließen wir die Stadt auch, um wieder in die Schärenwelt einzutauchen auf der Suche nach Einsamkeit und Natur. Dies fanden wir in Vinokalv. Bilder können gar nicht zum Ausdruck bringen, wie wunderschön es hier ist. traumhaft
Auch auf Rogö, einem kleinen Anleger in einem Naturreservat konnten wir herrliche Wanderungen bei jetzt deutlich zweistelligen Temperaturen und Sonnenschein unternehmen. Wir sind hier auch wieder alleine.Schäre Rogö Ein Mann in einem Aluboot haben wir heute beobachtet, wie er den Müll von den einzelnen Inseln eingesammelt hat. Hier stehen auf fast allen Schären Mülleimer zur Verfügung und auf einigen gibt es auch Trockentoiletten. Die Natur ist unglaublich schön und wild und kaum in Worte zu fassen.Natur pur Wir würden gerne länger hier bleiben, doch der Weg bis Haparanda ist noch lang…
Auf der Suche nach Dusche und Internet fuhren wir trotz bewölktem Himmel und leichtem Regen weiter. Nach 30 Seemeilen ( ungefähr sechs Stunden Fahrt ) kamen wir in Fyrudden an. Es gefiel uns hier überhaupt nicht, die Duschen waren geschlossen, es gab keine Intenetverbindung. Der Wetterbericht sagt für die kommende Nacht und morgen den ganzen Tag Windstärken bis 9 Bft. Also Hafentag für uns. Aber bitte nicht hier. Also nochmals Leinen los…es war bereits sechs Uhr am Abend…und hinein ins diesige, regnerische Wetter. Das ist schon unheimlich, wenn es immer dunkler wird, die Sicht sowieso schlecht durch den Regen und dann durch das enge Schärenfahrwasser. Wir, dick eingepackt mit Regenkleidung, genossen trotzdem diese Fahrt durch dieses anspruchsvolle Revier. Aber alles gut. Um halb zehn waren die Leinen fest im Arkösund und pünktlich, wie angesagt, brach um zwei in der Nacht der Sturm los. Den Hafentag nutzten wir zum Wäschewaschen, Einkaufen und langer Spaziergang mit Queeny. Und natürlich, um den Blog zu aktualisieren.

 

17.05.15 – Trosa – Mariefred – Das erfordert schon echte Selbstdisziplin, an einem Sonntag morgens um sieben aufzustehen, wenn man frei hat, es regnet, bläst und draußen nur 8 Grad ist. Aber wir wollten es so.  Wir verlassen das schöne Trosa mit seinen kleinen Gassen und vielen roten Holzhäusern. Der Wind bläst sehr unbeständig, mal können wir segeln, dann müssen wir wieder motoren. Wir wählen den Weg nach Stockholm über den Mälaren See, da wir das Schloss Gripsholm besuchen wollen. Auf dem Weg dorthin müssen wir durch den Södertälje Kanal, der auch von der Berufsschifffahrt befahren wird. Also müssen wir wieder sehr aufpassen. An der Schleuse haben wir wieder Glück und können, sofort nachdem wir angekommen sind, in die Schleuse einfahren. Bis dahin hatten wir noch ein paar andere Schiffe gesichtet, doch nun wird es wirklich wie im Film. Der See tiefbehangen mit dunklen Regenwolken, aus denen es natürlich immer noch tropft und wir ganz allein… Inzwischen zeigt das Thermometer nur noch 5 Grad. Wir starten unterwegs schon mal die Heizung im Schiff, denn so langsam sind wir echt durchgefroren…Nach dem Anlegen in Mariefred belohnen wir uns mit einem heißen Tee mit Rum und einem frischen gebratenen Lachs ( den haben wir gestern gekauft, leider nicht geangelt 😦 …) dazu Reis und Sauce.Mälaren See

25.04.15 – 02.05.15 Ystad – Karlskrona

25.04.15 – Ystad – Simrisham – Um fünf klingelte der Wecker. Da es gestern am Abend ganz neblig war, musste einer von uns beiden aufstehen, um draußen zu gucken, wie die Sicht ist. Da ich heute Skipper bin, musste ich raus. Sicht gut, Gassi, Frühstück, klar Schiff, Leinen los. Draußen stand noch eine alte Dünung, d.h. wir fühlten uns manchmal wie in der Waschmaschine… Es war wirklich nicht schön, zumal wir kein Segel zur Unterstützung setzen konnten, da der Wind mit nur 8 Knoten genau von hinten kam. Wir hielten durch und wurden belohnt. Nachdem wir um die „Ecke“ waren, wurde die Welle weniger. Das nutzten wir, um unsere Angeln ins Wasser zu halten. Wir haben uns in Ystad vom Fachmann empfohlene Pilker gekauft. Es dauerte auch nicht lange, da zuckte es an meiner Angel. Ich sagte zu Hajo: “ meine Angel hängt am Grund“, doch er grinste nur und meinte, ich solle sie einholen. Und…juchuh, ich hatte den ersten Fisch meines Lebens gefangen!! Während wir mit dem Fisch beschäftigt waren, zuckte es an Hajo´s Angel. Dorsch Nr. 2. Ja und dann gesellte sich noch ein dritter dazu. Dann war Schluss mit Angeln, denn was sollten wir mit noch mehr Fischen anfangen?

Angeln in der Ostsee

Katja´s erster Fang

In Simrisham angekommen, filetierte ich per Fernanweisung meines Onkels ( denn ich hatte das noch nie gemacht und zum Grillen war das Wetter zu schlecht ) die Fischlein. Leider fiel mir einer beim Waschen ins Wasser…weg war er…die anderen gab´s mit Kartoffeln und Tomaten als Auflauf. War lecker! Heute sind wir 33 Seemeilen weit gekommen. Das Wetter war kalt mit sieben Grad 😦
26.04.15 – Simrisham – Ahus – Nachdem wir den Sieger von dem Bornholmer Angelwettbewerb kennengelernt und ihm beim Ausnehmen und filetieren eines Riesenlachs zugeschaut hatten, liefen wir aus. Das Wasser war extrem ruhig, der Wind jedoch gut mit 4 Bft, in den Böen 5. Mit halbem Wind ging es weiter nach Norden. Das Segeln war so schön, dass wir unseren Plan, heute nur zehn Seemeilen zu fahren, wieder verwarfen und Kurs auf Ahus nahmen. Dabei mussten wir durch ein Schießgebiet. Das Schießen dauerte heute jedoch nur bis 13.00 Uhr, sodass wir ohne Probleme passieren konnten. Ca. zehn Seemeilen vor Ahus schlief der Wind komplett ein. Der Motor musste wieder ran. Angekommen, schulterten wir zwei Benzinkanister und los ging die Suche nach einer Tankstelle. Nachdem ich jemanden auf Schwedisch nach einer Tankstelle fragte und er mir auf Englisch  ( da er kein Schwedisch konnte  ) den Weg beschrieb, hatten wir schnell beide Tanks voll. Dann musste ich noch ein Brot backen und kochen. Heute nur einfach, Suppe mit Reis. Seemeilen heute: 30 , das Wetter war heute bewölkt teilweise hat es geregnet bei 9 Grad, abends 6 Grad… 😦

27.04.15 – Ahus – Sölvesborg – Heute leider Regen beim Aufstehen 😦 Wir liefen trotzdem aus. Der Wind war auch zu schwach, also ließen wir den Motor laufen. Wir wollen ziemlich zügig durch die Hanöbucht, da diese als Biskaya von Schweden gilt. Ahus selbst ist nicht besonders schön. Wir haben bei einem Segelverein festgemacht, wo aber kein Mensch zu sehen war und natürlich Toiletten und Duschen geschlossen. Die Schweden sind noch nicht auf Besuch eingestellt…In Ahus wird der bekannte Absolut Wodka gebrannt. Das ist aber auch schon alles, was wir über Ahus berichten können. In Sölvesborg haben wir uns mit Verwandten getroffen. Echte Schweden! Sie nahmen uns herzlich auf und erzählten uns viel über die Geschichte und Kultur von Sölvesborg. Sie brachten uns die Lebensart der Schweden näher. Nach einer ausgiebigen Rundfahrt durch die schöne und interessante Umgebung, luden sie uns am Abend zu sich zu einem fürstlichen Lachsessen ein. Ein herzliches Dankeschön für diesen rundrum gelungenen Tag!!Verwandtentreffen

Schöner Ausblick auf die Bucht in Karlshamn

Schöner Ausblick auf die Bucht in Karlshamn

28.04.15 – Sölvesborg – Tjärö – Nachdem der Wetterbericht das herannahen einer Kaltfront gemeldet hatte, machten wir uns wieder mal frühmorgendlich auf die Reise. Ein herrlicher Segeltag mit einer tollen Fahrt über die Insel Hanö zu unserer ersten Schäre Tjärö lag vor uns. Auf Tjärö festgemacht genossen wir dieses Naturidyll und die Einsamkeit mit allen Sinnen.

Ab in die Einsamkeit

Ab in die Einsamkeit

Ankunft Insel Tjärö

Ankunft Insel Tjärö

Im Sommer ist hier alles voller Boote...

Im Sommer ist hier alles voller Boote…

29.04.15 – Tjärö – Ekenäs – Da sich die Kaltfront etwas verspätet hatte, fuhren wir früh nach Ekenäs weiter. Gerade rechtzeitig vor Eintreffen des Starkwindes aber schon mit einer ordentlichen Welle liefen wir in den kleinen, zwischen den Blekinger Schären liegenden Hafen Ekenäs an. Auch hier ist noch alles geschlossen. So fragten wir in einem Bistro am Hafen, welches auch gerade erst für den Sommer fit gemacht wird, nach dem Türcode für die Duschen und für Internet. Daraufhin richtete der Techniker das Internet für uns ein und wir bekamen den Code für die Duschen, die allerdings auf der Nachbarinsel liegen…

30.04.15 – Ekenäs – Hafentag – ein perfekter Tag heute. Ausgeschlafen, dann den Sturm genossen…das ist schon gemütlich, wenn man unter der warmen Bettdecke liegt und dem Wind zuhört…dann raus aus den Federn und schnell rein in die warmen Klamotten. In der Nacht ist die Heizung ausgefallen, da der Diesel leer war…9 Grad im Schiff – brrrrr. Dann 10 km mit dem Rad, Packtaschen, Benzin und Dieselkanister und Queeny zum Einkaufen nach Ronneby. Danach verholen wir das Schiff zur Nachbarinsel, denn nur hier gibt es Duschen 🙂  Herrrlich 🙂  Dann werden wir eingeladen. An dem kleinen Steg der Insel liegen mittlerweile sechs andere Segler. Diese machen abends ein Lagerfeuer, um den ersten Mai zu begrüßen ( Walpurgisnacht ) . Wir dürfen mit dabei sein! Super Stimmung, nettes durcheinander mit Englisch, Deutsch und Schwedisch. Es ist wirklich ein sehr netter Abend!!

Es haben sich zu uns noch andere Schwedische Segler gesellt

Es haben sich zu uns noch andere Schwedische Segler gesellt

Wir wurden von sehr netten Schweden zum Feuer eingeladen

Wir wurden von sehr netten Schweden zum Feuer eingeladen

Drei lustige Schweden schützen sich vor dem Regen

Drei lustige Schweden schützen sich vor dem Regen

Und...warum soll es in Schweden anders sein als zu Haus. Katja ist immer die Letzte...

Und…warum soll es in Schweden anders sein als zu Haus. Katja ist immer die Letzte…

 

01.05.15 – Ekenäs – Karlskrona – Der Himmel läßt es immer noch regnen. Ungemütlich und kalt. Doch wir wollen weiter, da wieder für heute Abend und die kommenden Tage schlechtes Wetter mit Starkwind und noch mehr Regen angekündigt ist. Also rein in die dicken Klamotten und los. Müssen unter einer Drehbrücke durch. Mit Vollgas schaffen wir es grad noch zur Öffnung. Hinter der Brücke können wir segeln. Der Wind nimmt immer mehr zu, doch wir sind zwischen Festland und Schären geschützt. Im Hafen haben wir alles, was wir brauchen und werden wieder nett empfangen. Die Vereinsmitglieder bieten uns ihr Vereinshaus zum Verweilen an und geben uns ihren Code für das Internet. Duschen sind auch vorhanden. Was wollen wir mehr?

02.05.15 – Karlskrona – Hafentag – Was macht man, wenns draußen stürmt und regnet? Richtig, man bleibt im Bett. Nur Queeny hält uns davon ab, es den ganzen Tag zu tun. Also nutze ich die segelfreie Zeit, um mein Schwedisch weiter zu verbessern. Und…gaaaanz lang mit der Heimat telefoniert. Das tut gut 🙂 !! Der Regen hört irgendwann auf und draußen wird es freundlicher. So raffen wir uns doch noch zu einem langen Spaziergang durch Karlskrona auf.

Hajo flirtet...

Hajo flirtet…

Für morgen meldet das Wetter wieder besser. Wir nehmen den Kalmarsund in Angriff. Der Kalmarsund ist die Wasserstrasse zwischen Festland und der Insel Öland. Da wollen wir möglichst schnell durch.

Hab gerade ein tolles Foto geschossen…Sonnenuntergang

 

 

 

20.04.15 – 24.04.15 Rödvig bis Ystad

20.04.15 – Rödvig – Gislovs Läge – Nachdem der Wetterbericht 3 bis 4 Bft meldet, stehen wir wieder um halb sechs auf und laufen um halb sieben aus. Zunächst weht der Wind mit 7 Knoten = 3 Bft. Nach dem Segel setzen dauert es auch nicht lange, da nimmt der Wind auf 20 Knoten = 5 Bft zu. Wir hoffen auf den Kapeffekt, nehmen die Segel wieder weg und motoren erstmal an der Küste entlang.( Da Wind von vorn!)

Es könnte wärmer sein...

Es könnte wärmer sein…

Der Wind pendelt sich ein bei 14 Knoten. Also rechts weg auf die offene See Richtung Schweden…Wenn nicht jetzt, wann dann?? Dann müssen wir wieder sehr aufpassen. Ein Verkehrstrennungsgebiet muss von uns im rechten Winkel durchfahren werden und es wimmelt nur so von Ozeandampfern… hinzu kommt eine grauenhafte Kreuzsee die uns ordentlich durchschüttelt. Zum Glück nicht lang, es wird wieder ruhiger. Hinter dem VTG müssen wir einem schwedischen Schießgebiet ausweichen, dann wieder durch ein Flachwassergebiet in einen Kanal, der uns auf die andere Seite Richtung Trelleborg bringt.

              W I R – S I N D – I N – S C H W E D E N !! 🙂  🙂

Nach dem Kanal

Falsterbokanal mit Klappbrücke

Falsterbokanal mit Klappbrücke

wollen wir eigentlich gleich in einen kleinen Hafen. Doch die Zufahrt ist schwierig und sehr flach und die Chance auf WLan stehen eher schlecht. So entscheiden wir uns, nochmals zehn Seemeilen zu segeln bis nach Gislovs Läge, der Yachthafen von Trelleborg. Hier kommen wir um 18.00 Uhr an. Doch hier leider auch kein WLan. Kein Hafenmeister, kein Automat und die Duschen sind zu 😦  Nach zwölf Stunden Arbeit, denn Entspannung sieht anders aus, haben wir die Nase voll und gehen Pizza essen. Auch hier kein WLan. Eigentlich sollte hier jetzt mal mindestens ein Tag Pause sein, doch ohne Internet kein Wetter, kein Blog, kein Kontakt zur Familie und Freunden. Also morgen weiter nach Ystad. 20 Seemeilen…

21.04.15 – Gislovs Läge – Ystad – Heute haben wir mal ausgeschlafen und nach dem Frühstück ausgiebig mit Queeny´s neuem Spielzeug am Strand gespielt. Eine Frisbee Scheibe, die ordentlich weit fliegt und die Queeny super Bewegung verschafft. Sie fand´s genial. Dann Leinen los. In der Hafeneinfahrt entscheidet sich unser Beiboot dazubleiben und treibt ab…wir ( ich petze jetzt mal nicht, wer das Boot angebunden hat 🙂 hatten das Boot wohl nicht richtig festgebunden 😉 Als alle Segel gesetzt sind, entscheidet sich der Wind einzuschlafen…Segel wieder weg und Motor an. Nach einer Stunde wacht der Wind wieder auf. Segel wieder hoch. Dann dreht er richtig auf, sodass wir reffen ( Segelfäche verkleinern ) müssen. Queeny muß in die Kajüte… Wir segeln ziemlich schief, da wir wegen dem Kurs hoch am Wind segeln müssen. Heute ist Hajo Skipper und Katja für die Navigation zuständig.

Katja navigiert - sucht den Kurs in der Karte

Katja navigiert – sucht den Kurs in der Karte

Katja gibt den neuen Kurs bekannt

Katja gibt den neuen Kurs bekannt

Wir wechseln uns täglich mit der Verantwortung ab. Derjenige, der am Tag Skipper ist, steht an der Pinne und fährt die Manöver und hat das Sagen im Notfall. Der andere ist für die Decksarbeit ( ablegen, anlegen, Leinenarbeit, Fender, Segelsetzen, Segelbergen usw.) und die Navigation zuständig. Das klappt super!!                                                                          Acht Seemeilen vor Ystad schläft der Wind wieder gänzlich ein, sodaß wir den Rest motoren.

22.04.15 – Ystad – Hafentag! Wir machen jetzt mal Pause, da wir bisher sehr gut voran gekommen sind. Kaufen Vorräte, holen mit den Fahrrädern Benzin und Diesel für die Heizung und freuen uns über Internetzugang 🙂 Ystad ist eine sehr nette kleine Stadt, teils mit uralten kleinen Häusern. Im Yachthafen liegt man ruhig, die Hafengebühr, 200,- SK, wird am Automaten mittels Bankkarte bezahlt. Für die Duschen und den Strom muß man extra zahlen.

Ystad Yachthafen

Ystad Yachthafen

Ein lustiges Erlebnis heute: Katja steht unter der Dusche, ich muß dazu sagen, dass es hier keine Einzelkabinen gibt, sondern vier Duschköpfe nebeneinander frei im Raum 🙂 …da kommt ein Mann herein, bleibt stehen, sagt:“ Oi“ und zieht sich aus – nackt – und geht wieder raus…er gehörte zu einer Gruppe Männer, die im Hafen in einer kleinen Bootsauna die Wärme genossen haben. Warum er sich bei den Damen umgezogen hat, habe ich nicht herausgefunden…

Haben grad den Wetterbericht gehört…morgen wohl noch ein Hafentag da Sturmwarnung… 😦

23.04.15 – Ystad – Hafentag – Frühstück draußen, probieren `Fil`=schwedische Trinkjoghurt…super lecker. Fahrradtour mit Queeny an der schönen Küste. Uns fällt auf: es ist sehr sauber hier, extra angelegte Fahrradwege, überall gepflegte Blumenbeete, Zugang zum Strand für Jedermann. Extra Hundebadestrand. Danach zum Mittag: geräucherter Fisch und schwedische Vokabeln. Dann basteln am Film…seht selbst 🙂

24.04.15 – Ystad – 3. Hafentag…nun reicht es denn aber auch mit Stadt. Hatten vor, auszulaufen, doch zu viel Wind. So  „gammelten“ wir im Hafen rum. Spazierten mal hier mal dahin. Keinen sinnvollen Plan im Kopf ( ist auch mal schön ). Dann kamen wir an einem Schuppen vorbei in dem frischer Fisch direkt von einem Fischer verkauft wurde. Wir kamen mit ihm ins Gespräch und er fand uns wohl nett, denn als wir wieder gingen, hatten wir fünf Schollen in einer Tüte dabei. Die hat er uns geschenkt 🙂 Ab da hieß unser Plan – Fisch grillen !!

Hajo bewacht die Grillkohle an einem öffentlichen Grillplatz

Hajo bewacht die Grillkohle an einem öffentlichen Grillplatz

 

Ostseescholle

Die Schollen mußte ich noch ausnehmen...

Die Schollen mußte ich noch ausnehmen…

Morgen soll es endlich weiter gehen. Im Moment ist pottendichter Nebel…draußen 6 Grad und richtig ungemütlich.

12.04.15 – 19.04.15 schönes Dänemark

12.04.15 – Rudköbing – Wir sind das erste Mal eingeweht…Sturm ist tatsächlich gekommen. Stärke 9 Bft, in Böen 10. Haben noch zusätzlich eine Bugleine ausgebracht, damit der Druck nicht nur auf einer Klampe liegt. Neben uns liegt ein Motorboot, der bietet etwas Schutz. Mittags haben wir noch eine schöne Radtour quer über Langeland auf die andere Seite zum großen Belt unternommen. Am Abend haben wir das erste Gericht in unserem Omnia Backofen zubereitet. Eine Hackfleisch Quiche. Oberlecker 🙂 !!    Und dann kam der Wind…

P1020458

13.04.15 – Rudköbing – Die Nacht war unruhig. Das Schiff schaukelte hin und her und manchmal bebte der ganze Mast unter lautem Getöse. Bin um acht schon raus zum Gassi gehen. Danach machte ich es mir mit einem Buch in meinem Bett gemütlich. Wer hält sich schon gerne draußen auf, wenn er jeden Augenblick damit rechnen muß, umgeweht zu werden…

P1020461 da müssen wir durch, wenn der Wind es zuläßt.

14.04.15 – Rudköbing – So langsam wird es hier langweilig, da wir nun fast jeden Meter in Rudköbing kennen…morgen wollen wir endlich weiter. Haben uns dennoch sinnvoll die Zeit vertrieben:

P1020462 unser erster selbstgebackener Kuchen an Bord. Apfelkuchen. Wir haben natürlich gleich probiert. Lecker !!! 🙂

Brotbacken und ! Unser erstes selbstgebackenes Brot an Bord. Ebenfalls sehr gut gelungen und super lecker 🙂 Über neue Rezepte freuen wir uns!!!

15.04.15 – Rudköbing – Lohals – Wir sind w e i t e r…aaaber, wenn das so weitergeht, erreichen wir Haparanda N I E !!! Sind um sechs raus aus den Federn…hat geblasen wie blöd ( der Wind ). Dann um acht wurde es weniger. Leinen los und weg. Wind 4 Bft genau von hinten und eine Strömung mit 2 Knoten von vorne 😦 also nix segeln, nur Motor und Vorsegel. Grobe Richtung: an Langeland vorbei, rechts abbiegen und über den großen Belt. Nix da !! Auf der Hälfte nimmt der Wind stetig zu, sodaß wir damit rechnen, daß uns Wellen in die Plicht steigen…Alle Schotten dicht, Lifebelts ( Sicherheitsleinen, die den Menschen mit dem Schiff verbindet, um ein hinausfallen zu verhindern ) an und den nächsten Hafen angesteuert. Die Einfahrt ist schwer, denn davor sind viele Untiefen und die genaue Hafeneinfahrt ist nicht gut gekennzeichnet. So fahren wir geradeaus auf eine Steinmole zu und hoffen, bald etwas klar erkennen zu können…mulmig…Doch wir schaffen es. Kaum fest, beginnt es mehr und mehr zu blasen. In Spitzen 53 Knoten, das sind 10 Bft = schwerer Sturm…wir sind sicher in Lohals. Bestimmt auch morgen noch, da das Barometer stark gefallen ist. Schnief… 😦  Anscheinend funktioniert das AIS nicht richtig, da wir laut diesem noch auf dem Meer sind. Wir suchen den Fehler…

16.04.15 – Lohals – Moin ! Haben das ganze Schiff auseinander genommen, jedes Kabel überprüft und dabei festgestellt, das unser AIS Gerät in Ordnung ist. Trotzdem zeigt uns marinetraffic nicht auf der aktuellen Position! Wir vermuten, dass die uns einfach abgeschaltet haben, da ich das Abo, welches ich zur Probe abgeschlossen habe, um ein Foto hochzuladen, nicht verlängert habe. So sind wir nun mit vesselfinder verlinkt, diese Seite gefällt uns gut, da auf deutsch und schnell. Heute geht nichts weiter…der Wind heult ums Schiff und da mag Gretchen nicht weg…

17.04.15 – Lohals – Omö – Zu Lohals Hafen: Sicher liegt man im Fischerhafen. Der eigentliche Sportboothafen ist nur durch eine relativ kleine Steinmole gegen die offene See geschützt und während wir hier waren hat sich eine 31 Fuß Hanse dort auf einem Stein festgefahren und mußte mittels Fischerboot wieder freigeschleppt werden. Die Duschen sind gut und sauber, allerdings waren wir zu früh hier, sodaß uns nur die öffentliche Dusche zur Verfügung stand. Bezahlen muß man im Automaten mit Kronen, Euro oder Karte. Auf der Quittung steht dann auch der Code für die Waschräume und Zugang zum Internet. Wir hatten am zweiten Abend abends um 19.00 noch nicht gezahlt…weil…naja, man kanns ja mal probieren. Prompt kam um 19.30 die Hafenmeisterin und“erinnerte“ uns an die Hafengebühren🙈  Queeny ist hier voll auf ihre Kosten gekommen. Wir sind viel Fahrrad gefahren in einem super schönen Naturpark.

Der Blick heute Morgen aufs Meer…naja…aber wir wollten weiter. Ich sag mal nur so viel. Gretchen ist als Segelboot gebaut, hat heute aber mal U-Boot gespielt. Sie fand’s nicht übel, wir waren mal wieder sehr froh und dankbar um unser Sprayhood, Queeny haben wir von Anfang an in die Kajüte gelegt, alle Schotten dicht, Lifebelts. Manche Wellen waren richtig hoch. Aber es hat Spaß gemacht. Die Jeanneau hält mehr aus, als wir dachten. Nein, wir sind nicht lebensmüde!  Heil und dankbar in Omö angekommen, haben wir sofort ! unsere Hafengebühr 125,- DK bezahlt und sind dann einmal um die Insel gewandert. Omö ist 2×4 km „groß“, hat 170 Einwohner. Hafen beschaulich, gemütlich und alles vorhanden. Morgen soll es mit uns weitergehen, da das Wetter „segelbaren“ Wind voraussagt.

18.04.15 – Omö – Stege – Wir verlassen die kleine Insel Omö, noch bevor die Fähre dort das erste Mal heute ausläuft. Kein Wind, das Meer spiegelglatt. Also bitten wir unseren Außenborder uns zum Ziel zu bringen. Wir müssen genau navigieren, da auf der gesamten Strecke sehr viele Untiefen lauern. So stellen wir uns vor, wie unsere lieben Freunde am PC sitzen, uns übers Internet verfolgen und annehmen, zum Frühstück gab`s bei uns Ramazzotti, da wir Schlangenlinien fahren…

Im Zick-Zack durch die Inseln...

Im Zick-Zack durch die Inseln…

Wir müssen durch eine Klappbrücke zwischen den Inseln Mön , Sjelland und Falster. Inzwischen hat der Westwind kräftig zugenommen, schnell baut sich eine Welle auf und schiebt uns kräftig von hinten. Da wir vor der Brücke warten müssen, muss der Motor ordentlich arbeiten, um zu verhindern, dass wir gegen die Brücke treiben. Hinter der Brücke machen wir in einem kleinen Hafen fest und gehen Gassi. Wir wollen dort nicht bleiben, weil es nicht besonders schön ist. Also weiter zwischen den Inseln, teilweise recht eng und flach. Wir schaffen es teils segelnd bis nach Stege auf der Insel Mön. Ein kleiner, sehr gepflegter und gut geschützter Hafen. 100,- DK Liegegeld inkl. heiße Duschen und Strom. Im Ort bekommt man alles, was man braucht.

19.04.15 – Stege – Rödvig -Nach dem gestrigen zwölf Stunden Törn lassen wir uns heute etwas Zeit.

Frühstück im Hafen Stege auf der Insel Mön.

Frühstück im Hafen Stege auf der Insel Mön.

Um elf Leinen los und wieder durch ein Stangen Labyrint raus aus der flachen Bucht und über die Faxe Bucht nach Rödvig. Juchuh, die andere Seite der Ostsee und nach dem Insel schlupfen hat die freie See uns wieder. Nachdem wir die letzte Fahrwassertonne passiert haben, setzen wir Segel. Der Himmel strahlt in einem Bilderbuchblau und der Wind füllt gerademal die Segel. Also: Hajo angelt 🙂  Die eine Angel ziehen wir hinterher und mit der anderen übt er weitwerfen, ich an der Pinne und lach mich tot…abends gibt´s Kartoffelmus, Rührei und Gurkensalat. Rödvig ist ein netter Fischerhafen. Da der Automat für das Hafengeld kaputt ist, bekommen wir auch nicht den Code für die Duschen. 😦

06.04.15 – 11.04.15 endlich unterwegs

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06.04.15 – Finkenwerder – Geselau Schleuse NOK – Ostermontag. Um 5.00 war wecken, 6.15 sind wir pünktlich los. Auf der anderen Elbseite wartete die erste Überraschung. Meine Schwester Vivica joggte dort ganz fröhlich rufend mit einem roten Tuch in der Hand. Am nächsten Fähranleger dann die nächste Überraschung. Dort warteten meine Eltern und meine Schwester Nina mit Lebensgefährte Costa mit einem großes Transparent und Luftballons auf uns. Das war so schön und unverhofft, dass ich in Tränen ausbrach. Nun ist es tatsächlich so weit. Wir haben unsere Jobs an den Nagel gehängt, sind frühzeitig in Rente und erfüllen uns den Traum vom Segeln nach Haparanda.
Die Fahrt auf der Elbe verlief ohne Probleme. Zeitweise konnten wir das Vorsegel setzen, so dass wir 8 Knoten über Grund erreichten. In Brunsbüttel, über Funk an der Schleuse angemeldet, konnten wir sofort und ohne eine einzige Minute Wartezeit in die Schleuse einlaufen. Normalerweise wartet man hier bis zu zwei Stunden…
In Brunsbüttel Hafen kurz fest, um Gassi zu gehen und zu tanken. Nur war die Tankstelle leider 2,5 km zu Fuß…der Tank war noch nicht ganz leer und wir zu faul, die Fahrräder auszuladen. Also schleppten wir. Auf dem Rückweg hielt spontan ein Auto neben uns und man forderte Hajo auf, mit dem Tank ins Auto einzusteigen. Er wurde dann prompt zu unserem Schiff gefahren. Unglaublich und besten Dank an den Unbekannten!! Dann fuhren wir noch insgesamt 40 Km auf dem NOK bis zur Giselau Schleuse. Feierabend um 18.00!! Nach ausgiebig Gassi und klar Schiff ( aufräumen!) bereitete ich das Essen. Rouladen mit Knödeln!! Geschenk von Podi`s!! Danke, suuuuper lecker!!!!!!!!

P1020423   Gretchen in der Schleuse Brunsbüttel!!

07.04.15 –  NOK – Laboe – Um 6.00 klingelte der Wecker…das nennt man „Entschleunigen“…und weiter auf dem Kanal. Am Abend hatten wir festgestellt, seufz, dass der Kühlschrank nicht mehr funktionierte. Das Aggregat lief ohne Probleme, doch kalt war nix. Also was tun…? Hajo´s Idee: Kälte Techniker muss her. Gesagt und angerufen. In Rendsburg nach noch nicht mal einer halben Stunde „Wartezeit“ kam der Techniker an Bord. Und Fachmänner sind gut ausgebildet, also hieß es bald: Kühlflüssigkeit hat sich verabschiedet über eine undichte Verschraubung. Zwei Stunden später konnten wir Rendsburg mit einem funktionierenden Kühlschrank wieder verlassen und unsere eher langweilige, da nix zu sehen, Kanalfahrt fortsetzen. Der Wind hatte zugenommen, so dass wir im Kanal das Vorsegel setzen konnten. Segeln ist im Kanal verboten! Man muss den Motor laufen lassen. An der Kiel Schleuse angekommen, meldeten wir uns über Funk und konnten nach zehn Minuten Wartezeit mit zwei Ozeanriesen, einer Zwei-Mast-Bark und noch zwei Sportbooten in die Schleuse einfahren. Als sich das Tor öffnete…Hallo Ostsee 🙂  Das war so schön, dass wir noch bis nach Laboe weiterfuhren. Mit Motor und dem Vorsegel. Morgen wollen wir wieder früh raus, um dann Richtung Fehmarn zu segeln. Leider ist in dieser Richtung ein sehr großes Sperrgebiet der Bundeswehr. Schießübungen. Wenn wir nicht versenkt werden wollen, sollten wir dem ausweichen. Das bedeutet jedoch einen großen Umweg. Wir warten also auf morgen, schauen in den Himmel nach dem aktuellen Wetter und treffen eine Entscheidung…
Ein dickes Danke an Segel Raap!!! Das Sprayhood ist SUPER. Wir verkriechen uns dahinter, wenn es weht, schützen uns, wenn es regnet und können unsere ´Podlogar Hütte´ daran befestigen und haben damit viel Platz im Cockpit und Queeny ein großes Hundehaus 🙂  http://www.segel-raap.de

08.04.15 – Laboe – Wendtorf – Um 6.00 Weckerklingeln, Ohren meldeten zu viel Wind, umgedreht, weitergeschlafen 🙂 . Zu Laboe Hafen: Für unsere Kategorie bis acht Meter werden 13,- € Liegegeld kassiert. Im Hafen wird gebaut, außerdem sind die Toiletten und die Duschen wegen Umbau gesperrt und man muss in die örtliche Schwimmhalle ausweichen. Diese ist ca. 15 Minuten zu Fuß zu erreichen. Trotz dieser Umstände wird das volle Liegegeld kassiert 😦
Um 13.00 sind wir ausgelaufen. Nicht nach Fehmarn, wegen Schießgebiet für uns nicht zu erreichen, sondern nur mal Probesegeln nach Wendtorf. Erstes Segeln auf der Ostsee bei 3 Bft ( Beaufort ). Haben wir sehr genossen…
Ab nun sagen wir „Tschüss“ Deutschland, denn morgen um 5.00 segeln wir nach Dänemark. Wo genau, wird uns der Wind zeigen…
Ab jetzt kann auch der regelmäßige Eintrag hier leiden, da wir nicht wissen, ob, wann und wieviel wir im Internet sein können…wir tun unser Bestes!! Trotz Ausland sind wir weiterhin sichtbar über AIS 🙂

10.04.15 – Wendtorf – Marstal – Gestern wollten wir um fünf Uhr morgens starten. Leider war nichts zu sehen. Nebel!! So schliefen wir noch mal. Um acht war die Sicht besser, sodaß wir den „Sprung“ über die Ostsee wagten. Den Wind hatten wir von hinten, aber leider zu wenig, sodaß wir zwar das Vorsegel setzten, aber unter Motor weiterliefen. Ziel war Marstal auf der Insel Aerö. Ein sehr netter kleiner, gemütlicher Hafen. Nach einem Rundgang durch die schöne kleine Stadt, entschieden wir uns für einen längeren Aufenthalt.  Hallo Dänemark !

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Und hier mal ein paar Bilder, wie es nun bei uns im Schiff aussieht, nachdem wir alles eingerichtet haben.

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Heute, am Freitag 10.04. war fantastisches Wetter und null Wind. So konnten wir das erste Mal auf dieser Reise draußen frühstücken

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Dann erkundeten wir per Fahrrad die schöne Gegend. Queeny konnte endlich mal wieder rennen.P1020443

Morgen segeln wir wieder ein Stück weiter Richtung Haparanda. Am Sonntag soll laut Vorhersage der Wind verrückt spielen…9 Bft 😦 und da sollten wir nicht unterwegs sein…

Zu Marstal: Liegegeld 16,- €, Sanitäre Anlagen perfekt und sauber. Duschen mit Automat für 10 Kronen ausreichend. Sehr ruhiger Hafen, ganz wenig Autoverkehr, interessantes Maritimes Museum, super Strand, toller Kinderspielplatz. Hunde kein Problem.

11.04.15 – Marstal – Rudköbing – mal wieder alles richtig gemacht!! Grins !! Heute war um sieben wecken. Duschen 🙂 , Gassi, mit Fahrrad und Kanister zur Tankstelle…Und, juchuh mein Schwedisch kann ich auch hier in Dänemark anwenden. Dank meiner Kenntnisse bekamen wir schnell heraus, wie dieser Tankautomat funktioniert. Denn wie auch bei uns in Deutschland werden die Menschen einfach wegrationiert…Mit vollem Tank zurück zum Schiff, rein in die Schwerwetterkleidung, da warm und Schwimmweste ( Katja´s Anordnung ) und Leinen los. Der Wetterbericht sagt für heute Nachmittag Wind bis 7 Bft in Böen 9 Bft…zu viel für uns. Und das Barometer ist von gestern 1025 bis heute 1007 gefallen. Also ab hinter Langeland Richtung Rudköbing. Wir segeln bei anfangs 3 Bft dann abnehmend 2. Die Schwerwetterkleidung wird zu warm. Das Thermometer zeigt 20 Grad!!! Die Ruhe vor dem Sturm…Hajo probiert das Angeln:

.P1020455 und was gibt es heute zu essen ? :)…Suppe mit Brot ohne Fisch 🙂   🙂   🙂  Macht nix, gestern gab es Fleisch vom Grill, frischen Bio Kohlrabi von Vivi und Dänische Kartoffeln.( Und das alles unter freiem Himmel, da Wetter super!!) Kaum angelegt, nahm der Wind heftig zu. Gassi und zu Fuß Gegend erkundet und dann kam die schwarze Wand am Himmel. Wir schafften gerade noch die Plane drüber, dann brach der Regen los. Freu… Sicher im Hafen und dann Regen und Sturm. Das hat was !
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gemütlich unter unserer Plane = Podlogar Hütte.                       Ich hätte nicht gedacht, dass ich so oft und regelmäßig schreiben kann. Doch in jedem Hafen scheint es WLan zu geben. Hoffentlich geht das so weiter.                                       Zu Rudköbing: Liegegeld 20,- € am Automaten entweder mit Karte Maesto oder Kredit, Dänischer Krone oder Euro aber nur 5 oder 20 € Scheine. Keine Münzen. Duschen nicht die Neuesten, aber sauber und ok. Hier muß man für Warmwasser 5 Kronen einwerfen, bekommt diese aber sofort zurück. Strom inklusiv. Waschmaschinen und Trockner vorhanden. Aldi auch da. Zehn Min zu Fuß. Gibt alles wie bei uns zu vernünftigen Preisen. Hier liegt man ruhig ( kein Stadtlärm ) und sicher.